
In diesem Bericht möchten wir HiFi-IFAs euch die brandneue All-In-One Streaming-Kompaktanlage sonoro AVATON vorstellen, die euch vom AV-Möbel, Sideboard oder von ihrem optionalen Stand aus schöne Klänge ins Leben zaubert. All-In-One-Systeme haben sich in den letzten Jahren etabliert, trotzdem haben sie auch für den HiFi-Tester nichts an ihrer Faszination verloren. Für uns begann die All-Inclusive Reise mit sonoro mit dem kleinen ELITE, dem noch kompakteren STREAM, dem musikalischen PRIMUS und führte uns über den ausgewachsenen MEISTERSTÜCK zum aktuellen MEISTERSTÜCK Gen.2. Der AVATON schreibt die Geschichte im neuen Kapitel des „German Audio Design“ fort mit modernem Look und aktueller Technik um 1.200 Euro. Ich freue mich auf den Gast aus Neuss im Wohn-Esszimmer und im Hörraum.
sonoro AVATON – Annäherung

Zuerst einmal ist Auspacken angesagt. Wenn das bereits Spaß macht, ist das immer gut. sonoro legt seit seinem Rebranding bewusst Wert auf eine nachhaltige Verpackung, bei der möglichst viel recyceltes und dann komplett recyclebares Material, wie zum Beispiel Papier beziehungsweise Pappe, zum Einsatz kommt. Nach Entnahme des schützenden Verpackungsoberteils wird das All-In-One-Schätzchen, in einen schützenden Stoffsack gehüllt, sichtbar. Das Zubehör liegt dann darunter im Paket, wohl sortiert im Formunterteil. Von dort aus kann ich es gut entnehmen und dann in Ruhe montieren. Im Set ist alles dabei, was der Hörer braucht: Zwei WLAN/Bluetooth-, eine Teleskop- sowie eine Wurf-Antenne, natürlich das Stromkabel und eine praktische Fernbedienung. Als Zubehör bietet sonoro für 249 Euro den sonoro STAND für MEISTERSTÜCK Gen.2 und AVATON in schwarz matt und silber matt an, für die freistehende Platzierung.

Beim Auspacken blitzt gleich die sauber, lasergeschnittene Aluminiumfront hervor. Durch die großzügige Schattenfuge und den schmalen Rahmen der Front des Holzgehäuses scheint die Alufront fast zu schweben. Das Gehäuse ist handgeschliffen und besitzt ein Finish aus hochwertigem Lack. Im Inneren besteht das Gehäuse aus einer resonanzarmen Struktur, welche die Klangqualität verbessert. Die großzügigen Radien und die Proportion schreiben die klassischen Designelemente von sonoro fort. Als Farbvarianten für Gehäuse und Blende werden aktuell graphit/silber, weissmatt/silber und schwarz matt /schwarz angeboten.

Ein markantes, modernes grafisches Element haben die Neusser, die in Deutschland entwickeln und gestalten, mit ihrem „German Audio Design“ eingeführt: die in drei Richtungen linear geschlitzte Lautsprecherblende. Und auch wenn es sich „nur“ um die Öffnung zu den Lautsprechern handelt, ist das zu einem echten Statement geworden. Das mag gegenüber einer klassischen Lochung oder Geflecht optisch ein wenig herausfordern oder gar polarisieren, aber so soll Design ja auch sein. Hier ist der Einfluss der gestalterischen Schule des Bauhaus nicht von der Hand zu weisen. Ein weiteres feines Detail ist, dass Winkel und Positionen der vier Füße so gewählt sind, dass sie mit den Schlitzen der Blende genau fluchten. Die Füße sind aus Metall und besitzen unten Auflageflächen aus Gummi. Darauf ruht das 510 * 262 * 140 mm (B * T * H) große und rund acht vertrauenerweckende Kilogramm schwere Gerät.

Die Setup-Prozedur eines neuen sonoro Gerätes habe ich in unseren Tests immer als sehr einfach empfunden und Dank einer konsequenten Durchgängigkeit bekomme ich das mittlerweile fast im Schlaf hin. Erstkunden wird die Prozedur ebenfalls vor keine Probleme stellen. Der Kippschalter für das Stromnetz befindet sich hinten neben der 2-poligen Kaltgerätebuchse, der Taster für das Standby natürlich an der Front. Dann geht’s los. Das geführte Setup ist intuitiv und wer sich bei der Wahl des Netzwerkes für WLAN (das gute alte LAN-Kabel ist auch möglich) entscheidet, kann auf verschiedene Kopplungsmethoden zurückgreifen. Ich wähle gerne das WPS (WiFi Protected Setup), das nur einen zusätzlichen Tastenklick am Router erfordert. Wer mag, kann eine Verbindung mit Google Cast herstellen. Ebenfalls möglich ist die Einbindung von Heimautomatisierungssystemen (Smart-Home) mit bekannten Herstellern wie GIRA, JUNG oder Busch-Jäger.
Da sich die Uhr mit dem Netzwerk abgleicht und auch – wenn vorhanden – direkt das Musiknetzwerk des Haushaltes angedockt wird, bleibt mir nur noch, den Sendersuchlauf des DVB-T zu starten und auf Ergebnisse zu warten. Gleiches gilt natürlich für FM-Radio. Dabei muss man je nach Empfangslage natürlich schauen, dass die Wurfantenne richtig liegt, beziehungsweise die Teleskopantenne hinreichend ausgezogen ist.

Der Zugriff auf die Inhalte des AVATON ist angenehm benutzerfreundlich über die Tastatur am Gerät oder die Fernbedienung gleichsam möglich. Das hochauflösende TFT-Farbdisplay mit automatischer Helligkeitsanpassung hat mit 4 Zoll eine angenehme Größe und ist grafisch sauber bespielt, so dass ich mich – soweit mein Auge reicht – gut bei allen Aktionen gut zurechtfinde. Die Fernbedienung, die oben im Tastenfeld eine durchgängig gummierte und damit unempfindliche sowie angenehm weiche – aber dadurch auch etwas Staub anziehende – Oberfläche besitzt, wird sicher jeden hoch erfreuen, der seine Musikanlage gerne ganz klassisch von der Couch bedienen möchte und für Klassiker wie Lautstärke, Mute, Standby & Co. sowie den praktischen, quellenübergreifenden Favoritentasten nicht gleich die Couch verlassen oder die hauseigene App bemühen will, die sonoro natürlich auch bietet. Wer grad am PC sitzt kann übrigens auch über ein Web-Interface auf den AVATON zugreifen.

Die hauseigen programmierte sonoro audio App – frühere Geräte verwendeten noch die UNDOK App – vereinigt auf dem Touchdisplay eines Smart-Devices (Android oder iOS) benutzerfreundlich und optisch ansprechend die Funktion der Tasten und des Displays in einem und sorgt für nahtlosen Bedienkomfort soweit das WLAN reicht. Im Startbildschirm tauchen die sonoro Geräte auf, die mit der App kompatibel sind, wie z.B. das MEISTERSTÜCK Gen.2 oder MAESTRO QUANTUM.
Hier lässt sich in der Übersicht direkt die Lautstärke einstellen, ein Tipp auf das Gerät führt dann in die Oberfläche der App, die auf einen Blick die Wahl aller Quellen ermöglicht. Dazu gehören neben den Geräteeingängen, Bluetooth und Radio auch Streamingdienste und der Zugriff auf das heimische Musiknetzwerk sowie über USB angeschlossene Musikspeicher. Details dazu im Technikkapitel.
Am unteren Rand der App sieht der Hörer immer, was soeben gespielt wird und kann sich den Player auf Wunsch bildschirmfüllend vergrößern. Ein Tipp auf das Zahnradsymbol führt in die Geräteeinstellungen. Neben den gängigen Einstellungen finden sich hier auch ein Sleeptimer, ein Wecker – es können wie beim Handy mehrere Zeiten und individuelle Lautstärken gespeichert werden – , sowie die Klangeinstellungen. Das DVB-T-Radio dudelt bei mir seit dem Aufstellen des AVATON bereits nebenher, damit ist ein guter Zeitpunkt gekommen, mit der Technik fortzufahren.
sonoro AVATON – Technik
In der All-In-One Kompaktanlage sonoro AVATON kommen je zwei 0,75 Zoll Hochtöner und 3 Zoll Mitteltöner in Stereo-Anordnung zum Einsatz. Den Bass liefert ein 5 1/4 Zoll (erinnert von der Formatbezeichnung an die gute alte Floppy Disc) Subwoofer nebst Bassreflexöffnung in Downfire Anordnung zum Einsatz. Damit wird der AVATON zum 2.1 System.

Angetrieben werden die Lautsprecher von fünf separaten Class-D Verstärkern. Ein digitaler Soundprozessor ermöglicht eine klassische Equalizer-Funktion zum Einstellen von Bässen und Höhen, ganzheitlicher generiert er den zuschaltbaren 3D Sound und auf Wunsch die lautstärkeabhängig wirkende Dynamic Bass Funktion. Diese wirkt, die menschliche Hörempfindung berücksichtigend, leise mehr, lauter weniger. Damit lassen sich pragmatisch und zügig die wesentlichen Anpassungen für den Raum und die eigenen Hörpräferenzen treffen.

Geht es ans Hören, bleiben als Quellen an Bord praktisch keine Wünsche offen. Drahtlos streamt es sich direkt vom Abspieler per Bluetooth, Apple AirPlay oder Google Cast. Das bidirektionale Bluetooth ermöglicht zudem die Verbindung mit kompatiblen Bluetooth-Kopfhörern oder -Lautsprechern. Eine klassische 3,5 mm Kopfhörerbuchse, die für stille Stunden einen ordentlichen Sound liefert, steht an der Front ebenfalls zur Verfügung. Steckt man einen Kopfhörer ein, schalten die Lautsprecher ab. Via Internet kommen Streamingdienste wie unter anderem Spotify Connect, Qobuz Connect, TIDAL Connect, Deezer, Napster oder Amazon Music ins Haus. UPnP/DLNA-Funktionen machen den AVATON zum Abspieler im heimischen Musiknetzwerk.
Eine USB-A und USB-C Buchse überträgt Daten von angeschlossenen Geräten und versorgt sie bei Bedarf auch mit Strom. Damit ist beispielsweise der Anschluss eines externen CD-Laufwerks möglich, das wie ein CD-Spieler im Menü des AVATON ausgewählt werden kann – sollte es den Besitzer doch mal nach dem Hören einer Silberscheibe gelüsten. Ich war neugierig und habe das mit einem externen PC-Laufwerk ausprobiert; hat wunderbar inklusive Laufwerksteuerung per Fernbedienung funktioniert.
Wer zur Kabelverbindung greift, kann über HDMI (ARC) den Fernseher andocken. Ein optischer und ein coaxialer Eingang runden die Sache digital ab. Bei den Eingängen hat sich sonoro in Sachen Einstellungen nicht lumpen lassen. HDMI ist umfassend konfigurierbar und alle Digitaleingänge können in Pegel und Latenz angepasst werden.
Analog gibt es einen 3,5 mm Aux-In sowie ein Stereo-Paar Cinch-Eingänge, letzterer ebenfalls in drei Stufen im Pegel anpassbar. Der AVATON wird damit beispielsweise Vinyl-Fans erfreuen, die hier einen Plattenspieler anschließen können, der seinen Phonovorverstärker mitbringt. Das würde allerdings auch mit Bluetooth kabellos funktionieren. sonoro hat beide Möglichkeiten in den aktuellen PLATINUM Automatic EAS integriert (unser Test: sonoro PLATINUM SE). Radiofans dürfen sich über DAB+ und UKW via Antenne sowie Internetradio und Podcasts übers Internet freuen. Praktisch sind die 99 quellenübergreifend belegbaren Favoritenspeicher zur Schnellwahl für Hörer, die wissen, was sie wollen – und keine Scheu haben, dies auch abzuspeichern 😉
sonoro AVATON – Technische Daten
- Lautsprecher:
Hochtöner 2* 0,75“, Mitteltöner 2* 3“, Subwoofer 1* 5,25“ (Downfire) - 5 separate Class-D Verstärker
- Digitaler Soundprozessor
- Equalizer-Funktion zum Einstellen von Bässen und Höhen; 3D Sound + Dynamic Bass Funktion
- 4“ TFT-Farbdisplay: Hochauflösend; Grafisch & automatische Helligkeitsanpassung
- Netzwerk: WLAN IEEE 802.11 a/b/g/n/ac/ax, 2,4/5 GHz; LAN-Netzwerkanschluss
- Abschaltautomatik (Sleep-Timer) in Fünf-Minuten-Intervallen einstellbar (5-120 Min.)
- Insgesamt 99 Favoritenspeicherplätze (alle Musikquellen)
- Bedienung per Fernbedienung, Steuerung über die sonoro audio App oder direkt am Gerät
- Smart Home Ready

- Ein- und Ausgänge:
Digital: HDMI (Arc), USB-A, USB-C (Lade- und Abspielfunktion), 1* optischer und 1* koaxialer
Analog: 1* Aux-In (3,5 mm Klinke); 1* Cinch (vergoldet)
Kopfhöreranschluss (3,5mm Klinke) - Radio: UKW, DAB+ Digitalradio, Internetradio, Podcast-Modus
Bluetooth® (A2DP, AVRCP) (Auracast™ Ready); bidirektional - Apple AirPlay*, Google Cast*
- Spotify Connect™*, TIDAL Connect™*, Napster™*, Qobuz Connect™*, Deezer™*, Amazon Music™*
DLNA, UPnP - Eingebautes Netzteil (AC 100-240 V~50/60 Hz) mit Netzschalter
- Gehäuse
Abmessungen (inklusive Antennen aber ohne Drehregler, B * T * H ): 510 * 262 * 140 mm
Gewicht: ca. 8 kg - Zubehör
Fernbedienung incl. Batterie
Stromkabel (2 m Länge)
Antennen: 1* FM/DAB Teleskop, 2* WiFi - optional: Sonoro Stand für MEISTERSTÜCK Gen.2 oder AVATON
sonoro AVATON – Klang

Ich packe All-In-One-Geräte immer in unserem Wohn-Esszimmer aus, weil ich dort reichlich Platz dafür habe und weil diese dann direkt auf dem Sideboard in einem Habitat stehen, das dem bestimmungsgemäßen Einsatzort doch recht nahekommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass mich der AVATON an dieser Position wochenlang durch den Alltag begleiten konnte und das Ausprobieren der Funktionen und verschiedener Quellen je nach Lust und Laune praktisch nebenbei passierte – ebenso wie das der Klangeinstellungen.
Klangbeeinflussung ist, wie vieles im Leben, Geschmackssache – und das ist auch gut so. Das Herumspielen mit den Parametern des AVATON eröffnete einige Möglichkeiten, den Sound an Raum, Laune und Musikrichtung anzupassen. Ich habe als Stimmungsaufheller in den trüben Wintertagen beispielsweise recht viel 90er-Jahre DVB-T Radio gehört. Jetzt beim Schreiben ist mir zufällig eins meiner Lieblingslieder untergekommen: das Wamdue Project mit „King of my castle“. In meinem Wohnraum gefiel mir in diesem Fall die leichte Anhebung von Bass und Höhen im Equalizer. Den Dynamic Bass ließ ich aus, weil er mir im Volumen unseres offenen Wohn-Esszimmers einen Tick zu viel Fülle in unteren und mittleren Lautstärken erzeugte. Interessant war, dass der Dynamic Bass, bei höheren Lautstärken zugeschaltet (Bass auf ‚0‘), einen hervorragenden Job machte, wenn seine Wirkung dezenter wird und sich der Bass im Klangbild relativiert.
Das Wamdue Project spielte kraftvoll, dynamisch nach vorn und machte richtig Spaß, dazu passte auch der 3D Sound sehr gut, der dem Elektro-Pop eine noch etwas breitere Brust und Volumen verlieh. Schön, dass das merklich, aber nicht unnötig effekthaschend passierte, was wohl daran liegt, dass der 3D Sound ausgefuchst und recht breitbandig ins Signal eingreift. Mit dem Tobias Hoffmann Orchestra gefiel mir bei der Jazz Big Band die Wiedergabe auch ohne 3D Sound sehr gut, eben nur mit leichter Bass und Höhenanhebung, wahrscheinlich, weil dies meinem HiFi-Hörempfinden der Instrumente sehr entgegenkam.
Long story short: Die Wirkung der Klangeinstellungen des AVATON ist abhängig vom Umfeld und muss individuell ausprobiert werden. Sie helfen dem Hörer pragmatisch, seinen individuellen Sound zu finden. Wer mehr Möglichkeiten wie die sonoro room correction nutzen will, der kann einen Blick auf das größere sonoro MEISTERSTÜCK Gen.2 werfen. Mit rund 50 qm war der zu beschallende Raum in meinem Wohn-Esszimmer nicht direkt klein. Der AVATON machte darin eine gute Figur und war dem Volumen gewachsen. Dabei zauberte er Lautstärken, die im Mehrparteienhaus die Nachbarn durchaus mitunterhalten könnte, sollte der Abend mal ausgelassener werden.
Unser Wohn-Esszimmer ist akustisch nicht ganz einfach. Um einen Vergleich in neutralerer Umgebung zu haben, trug ich den AVATON hoch in mein Hörzimmer. Nach dem Einschalten haute mir Will Smith via DVB-T ein „Welcome to Miami“ um die Ohren, was sich gewaschen hat – und das ging mal richtig laut.
Der Sound war trocken, hatte ordentlich Schub und profitierte von den geringeren Nachhallzeiten des Hörzimmers. Das schloss nahtlos an das Wamdue Project an und machte mir ordentlich Spaß – den Prüfpunkt Funfactor konnte ich also nun endgültig abhaken. Ich suchte mir danach etwas Stimmungsvolles aus und kam auf Stein Austrud, der Anette Askvik auf dem Konzert der Freiburger Musik + Lebensart begleitete.
Mir hat es „Move and be moved“ angetan, das fast hymnische Züge in sich trägt. Der AVATON ist ehrlich, eine dünne oder freudlose Aufnahme schönt er nicht. Großartige Musik, wie sie der Norweger macht, erobert hingegen mit dem AVATON das Hörzimmer. Der Sound war – auch ohne 3D Option – voll und nahm, wie in einer Aura, erstaunlich viel Raum ein. Die Akkorde waren, wie gesagt, fast hymnisch platziert. Darin bettete sich der entfremdete Gesang von Stein Austrud ein und das kindliche „na, na, na … na, na, na.“ zauberte mir wie immer ein Lächeln aufs Gesicht. Im Doppelpack kommt bei mir immer „In swirl of moments“ mit, das auf einem satten Bassfundament aufbaut. Dort hinein arbeitete der Gesang, das E-Piano und die feinen Klänge eines Windspiels. Das alles hatte tonal eine schöne Ausgewogenheit und Volumen, bei der es rechts und links auch eine räumliche Stereoverteilung zu entdecken gab. Der Sound löste sich also schön vom Gerät.

Ein anderer Song, den ich ebenso bewegend finde und unbedingt hören wollte – und den ich in der richtigen Version erst einmal finden musste – , ist der finale Track des epochalen Animationsfilms Final Fantasy – The Spirits Within. Die Frauenstimme von Lara Fabian bei „The Dream Within“ war fantastisch. Ich bekam das Gefühl, dass sie wirklich mit Passion am Mikro stand und dies dem Hörer so präsentieren wollte. Auf meinem Hörsessel konnte ich vor meinem geistigen Auge den hoffnungsstiftenden Flug des Adlers über der kargen Landschaft nachvollziehen, den ich von der Leinwand kenne. Auf den Punkt setzten auch die Instrumente ein. Die Filmmusik wurde vom London Symphonic Orchestra eingespielt unter der Leitung von Dirk Brossé. Ich gehe auf Titel 1 des Soundtracks: „The Spirit Within“. Hier gefiel mir der Kniff des 3D Sound wieder sehr gut. Er verlieh dem Orchester mehr Volumen und Opernhaus-Feeling. Die Sphäre um den AVATON dehnte sich und gab dem Orchester mehr Platz, das nun sehr beeindruckend wirkte. Ein Stückchen mehr vergaß ich bei geschlossenen Augen, dass die Musik „nur“ aus dem kleinen schwarzen Kasten vor mir kam. Beim Einsatz der Pauken und im Orchester-Tutti bei „The Phantom Plains“ gewannt der Raum richtig an Tiefe. Klasse, das funktionierte beeindruckend gut.
Nachdem ich meine Session im Hörzimmer mit einem Knall mit Will Smith in Miami begann, möchte ich den Abend nun entspannt und locker ausklingen lassen, mit Altmeister Peter Kraus und der charmanten Annett Louisan am „Blue Bayou“. Und den Musikcocktail dazu lieferte mir der AVATON direkt an den Hörsessel. Nicht im Silberpokal, sondern in der Kokosnuss mit Röhrle und Schirmchen. Die Stimmen der beiden hatten ihren eigenen Charakter und auch die leichten tonalen Eigenheiten bei den Sibilanten von Peter Kraus schimmerten durch, aber alles ging musikalisch im großen Ganzen auf, wodurch nichts überbetont aber auch nichts kaschiert wurde. Die Musik war einfach sehr stimmungsvoll und in sich stimmig, wie ich es mir im Club oder direkt an den Gestaden des Blue Bayou vorstellte. Peter Kraus als Routinier, Annett Louisan zum Dahinschmelzen, so soll es sein. Dazu eine lässig gezupfte Gitarre und ein perlig antwortendes Klavier. So fühlt sich der Feierabend an, das Wochenende, der Urlaub…

sonoro AVATON – Fazit
Die schnell konfigurierbare All-In-One-Streaming-Anlage sonoro AVATON richtet sich an Musikfreunde, die sich ansprechenden Klang aus einem kompakten Gerät wünschen, ohne gleich eine komplette Stereoanlage aufbauen zu müssen. Ein Plätzchen findet sich leicht auf einem TV-Möbel, Sideboard oder dem optionalen Stand, der Spaß an der Musik ist dann groß. Mit dem AVATON bieten die Neusser zudem eine handlichere Alternative zum ausgewachsenen MEISTERSTÜCK Gen.2 aus eigenem Haus für bis zu mittelgroße Räume an. Die Ausstattung des AVATON konzentriert sich dabei auf Bluetooth und Streaming, hat die wichtigsten Webdienste fest an Bord, bietet Radio in Web, DVB-T sowie FM und die wichtigsten analogen sowie digitalen Anschlüsse auch für TV. Damit ist die Kompaktanlage zeitgemäß gerüstet. Mit rund 1.200 Euro tritt der AVATON in einer gehobenen Preisklasse an, der er mit Gestaltung, hochwertiger Qualität, Funktionalität und komfortabler Bedienbarkeit sowie Klang absolut gerecht wird. Ein gelungenes all-inclusive Paket für stilbewusste Musikfreunde.
Im Test
All-In-One Streaming Kompaktanlage
sonoro AVATON
Preis: 1.199 Euro
Abmessungen (B * T * H): 510 * 262 * 140 mm
Gewicht: ca. 8 kg
Gehäusevarianten: graphit/silber, weissmatt/silber und schwarz matt /schwarz
optionales Zubehör:
sonoro STAND für MEISTERSTÜCK Gen2 und AVATON (schwarz matt, silber matt)
Preis: 249 Euro
Mitspieler im Test
Digitale Quellen – LUMIN U1 mini mit SBooster Netzteil, Merason DAC1 Mk II, Musikserver Innuos ZENith Mk3, NuPrime Stream 9, NuPrime CDT-9 mit LPS-212, NuPrime DAC-9X mit Vorstufe
Plattenspieler / Phonovorstufe – Rega P8 mit Excalibur Platinum, Vertere Techno Mat, SPL Phonos
Verstärker – SPL Phonitor x mit DAC768 Kopfhörerverstärker/DAC, SPL Director Mk2.2 Vorverstärker/DAC, SPL Performer s1200 Stereo-Endstufe, Makroaudio LittleBIG Power Mono-Endstufe, Audio Analogue MAESTRO 2.0, sonoro MAESTRO Quantum
Lautsprecher – Dutch&Dutch 8c, Diapason Adamantes V, Elipson Planet L Gold Edition, Velodyne DD-12+
Kopfhörer – ULTRASONE Edition 15
Signalkabel – WSS Platin-Line KS-20 XLR, WSS Premium-Line KS-200 XLR, Boaacoustic Evolution BLACK.rca, Sommer Cable Epilogue XLR, FastAudio Black Science mk III XLR
Lautsprecherkabel – in-akustik LS-1205 AIR, in-akustik LS-404 micro AIR, Boaacoustic Mercury
Digitalkabel – Boaacoustic USB-Kabel Silver Digital Xeno, Supra Cables USB 2.0 Excalibur, Supra Cables DAC-XLR AES/EBU, Supra Cables Excalibur DAC-XLR AES/EBU, WSS Platin Line DIGI 2 RCA
Netzwerkkabel – Wireworld Starlight 8, Boaacoustic SIGNAL.lanCat.6A, Supra Cables CAT8+
Netzkabel – Netzkabel Supra Cables LoRad 2.5, bfly bPower, WSS-Kabel Platin Line N3 & N4
Zubehör – Netzleiste Supra Cables LoRad MD07 DC 16 EU SP MKIII, SBooster BOTW P&P Netzteil, NuPrime AC-4 Power Conditioner, NuPrime Omnia SW-8 HiFi Netzwerk-Switch, Innuos PHOENIX USB-Reclocker, MUTEC MC3+ USB, Ideon Audio 3R USB Renaissance mk2 Black Star, Puritan Audio GroundMaster CITY & RouteMaster
Fotos: F. Visarius
Tests von sonoro audio bei den HiFi-IFAs
All-In-One Receiver sonoro MAESTRO Quantum
All-In-One-System sonoro MEISTERSTÜCK Gen.2
In- und Outdoor-Bluetoothlautsprecher ESCAPE P9 mit Streaming Modul M1 AIR
TV.Sprachverstärker Faller OSKAR by sonoro
sonoro ORCHESTRA Gen.2 und ORCHESTRA SLIM Regallautsprecher
sonoro ORCHESTRA Regallautsprecher
sonoro GRAND ORCHESTRA Standlautsprecher
All-In-One Receiver sonoro MAESTRO
Plattenspieler sonoro PLATINUM SE
Plattenspieler sonoro PLATINUM
All-In-One-System sonoro MEISTERSTÜCK
All-In-One-System sonoro PRIMUS
All-In-One-System sonoro STREAM
All-In-One-System sonoro ELITE

