
Auf dem Analogforum in Moers traf ich Torsten Fink vom Vertrieb und Händler CM-Audio aus Neuss. Für ihn testeten wir HiFi-IFAs bereits einige Geräte und vom Ladengeschäft berichtete ich euch in unserer „Zu Besuch bei CM-Audio“-Reportage im Rahmen eines Workshops. Mein Besuch des Analogforum 2026 in Moers (hier findet ihr Bericht Eins und Bericht Zwei) war ein gefundener Anlass für ein verlängertes Wochenende im Rheinland und Ruhrgebiet – mit ein bisschen Hin- und Her zwischen den Regionen. Start am Freitag in Essen – auch darüber werde ich berichten, verrate aber noch nichts 😉 . Samstag/Sonntag dann in Moers auf dem Analogforum, zurück in meine Heimat, ins Ruhrgebiet, um den Geburtstag meines Vaters zu feiern und dann… kam Torsten ins Spiel. In Moers erzählte er mir begeistert von seiner high end Anlage, die er bei CM-Audio in Neuss zusammengestellt und aufgebaut hatte – seine Referenzanlage mit den edlen Brodmann Acoustics Lautsprechern als „Headliner“. Er war sichtlich begeistert: „Willst Du nicht vorbeischauen? Die Gelegenheit ist günstig.“ Natürlich war ich äußerst neugierig und die Zeit, ebenso wie der randvolle der Tank, reichten am Montag noch für einen spontanen kleinen Umweg über Neuss zurück in meine Wahlheimat mit einer Stippvisite bei CM-Audio. Also nichts wie hin. Und zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht einmal, dass mich eine HiFi-Anlage um 180.000 Euro erwartet…

Torsten nahm mich herzlich in Empfang und ich freute mich, ihn an der Stätte seines Wirkens zu treffen. Die Brodmann Acoustics Vienna Classic VC7 Lautsprecher im Spezialfurnier „White Ebony“ (um 42.500 Euro) machten mir schon bei dem Event letztes Jahr in Neuss reichlich Spaß – was meine Neugier natürlich lebhaft befeuerte. Jetzt standen sie auf der großen Fläche mit anderer Elektronik. Hier ein kleiner Überblick.
Als Vollverstärker diente ein Soulution 331 (um 28.000 Euro, im Rack oben links stehend), als DAC ein Ideon Audio ABSOLUTE DAC Meta (um 47.000 Euro, oben rechts), Zuspieler war der passende Streamer Ideon Audio ABSOLUTE STREAM (um 21.000 Euro, Mitte rechts), als Spezialität im Signalweg ein Ideon Audio Isolator Alpha Wave LAN Optimizer (um 6.000 Euro, unten). Bereits an dieser Stelle merkt man, dass es Torsten mit dem Anspruch, eine Referenzanlage aufzubauen, absolut ernst meinte…

Weiter geht’s mit dem Network Acoustics TEMPUS Switch mit Hybridnetzteil (um 5.600 Euro, Rack Mitte mittig), sowie dem Netzwerkfilter Network Acoustics muon Pro (um 3.100 Euro, Mitte links). Die Geräte standen auf Absorberfüßen mit magnetischem Wirkprinzip von MAGAUDIO zwischen 350 und 550 Euro je Satz.

Auch hinter dem beaudioful RÄCK Rack (um 6.300 Euro) war einiges geboten: Die Verkabelung stammte von ESPRIT Audio und PURITAN Audio. Als da waren von ESPRIT das Lautsprecherkabel Lumina Spade (3 m um 6.800 Euro), das AES/EBU-Kabel Aura (um 1.800 Euro), der Stromfilter (um 1.600 Euro), das Stromkabel Aura (um 1.700 Euro), das USB-Kabel Aura (um 1.600 Euro) sowie das XLR-Kabel Aura (um 3.700 Euro). Die PURITAN Stromkabel Ultimate Main lagen bei 550 Euro (C-13) beziehungsweise 1.750 Euro (Furutec).

Als Hörproben suchte Torsten unter anderem Vic Chesnutt „Flirted With You All My Life“ vom Album At The Cut, James Carter „Requiem for Hartford Ave (feat. Jef Lee Johnson, Jamaladeen Tacuma, Marc Ribot)“ von Layin’ In The Cut sowie Prince „Dear Mr. Man“ von Musicology aus. Eine bewusste und herausfordernde Wahl. Ich steuerte zur Tracklist noch Kraftwerk „Die Roboter“ vom Album Die Mensch-Maschine“ bei, was ich noch gut im Ohr hatte – von zu Hause und aus dem Auto 😉
Die Anlage überzeugte mit frappierender Auflösung und feinsten Feinheiten, die eine unglaubliche Natürlichkeit und Nahbarkeit erzeugten, was auch bei den Stimmen sehr deutlich war. Eine Kombi, die aber gleichzeitig zum längeren Hören einlud. Zwei Charaktereigenschaften, die so nicht immer zusammengehen. Hier funktionierte das wunderbar, woran die Brodmann Lautsprecher sicherlich nicht ganz unschuldig waren. Es stimmte dabei alles: die Räumlichkeit, die Tiefenstaffelung, die Tonalität. Trotz beeindruckender Größe trugen die Lautsprecher „untenrum“ nicht dick auf, brachten aber trotzdem eine Menge in den Bass, was unheimlich dynamisch und impulsiv wirkte. Ich hatte meinen Spaß.
Aber wovon rede ich? Torsten Fink freut sich über Interessenten und lädt herzlich zum Selberhören ein. Einen Termin könnte ihr über die Kontaktdaten unten mit ihm ausmachen.
Händler aufgepasst
Im Laufe des Gesprächs verriet mir Torsten Fink übrigens noch, dass er sich im Laufe des Jahres eine Sache realisieren werde, die ihm schon lange sehr am Herzen liegt. Er wird neben CM-Audio im Laufe des Jahres seine Firma Audio Agency am Markt etablieren und sichtbar machen. Damit legt er einen deutlichen Fokus auf die Distribution und sucht in diesem Zuge engagierte Händler für seine Vertriebsmarken. Interesse? Kontakt nachfolgend.
Kontakt
Kölner Straße 46
41464 Neuss
Fotos: F. Visarius


