
Jetzt geht es weiter in die Runde zwei der HiFi-Messe Norddeutsche HiFi-Tage 2026, die am 31.01. und 01.02. im Le Méridien an der Hamburger Außenalster stattfand. Bernd hat unseren Rundgang über die Messe gestartet und ich darf nun abschließen. Wir waren beide zwei Tage für euch unterwegs, um euch einen möglichst umfassenden Überblick über die HiFi-Show zu geben, die 3.248 registrierte Besucher zählte. Ein Blick in die Foyers, Gänge und Hörräume zeigte uns großes Besucherinteresse speziell am Samstag, und auch am Sonntag waren die mehr als 50 Hörzimmer und Räume ordentlich frequentiert, so dass wir uns an beiden Tagen Plätzchen zum Hören und Fotografieren suchen mussten. Ein strammes Programm, also: Auf geht’s.

Von MAPU Speakers haben wir bereits von HiFi Tagen in Darmstadt 2024 berichtet und ich habe mich über das Wiedersehen in Hamburg gefreut. Eine schöne, wohnliche Idee: MAPU verfolgt einen außergewöhnlichen Ansatz mit seinen Lautsprechern Preto, der portugiesisches Töpferhandwerk mit in Dänemark durchdachter HiFi-Technik und Montage in Deutschland verbindet. Dabei verwenden sie Materialien wie portugiesischen Ton, Holz und Kork sowie Wolle, Kupfer und Messing. Die G1 / G2 sind Aktivlautsprecher mit Bluetooth und Analogeingang, die einzeln/Mono (G1, 990 Euro) und als Paar/Stereo (G2, 1.790 Euro) erhältlich sind.

Ebenfalls wieder mit dabei: Oliver Harzsch mit seiner noch recht jungen Lautsprecherfirma und seinen drei Lautsprechermodellen im markanten Hochglanzgehäuse sowie den Keramiktreibern im Mittelton/Bass und den Beryllium Hochtönern. Von innen nach außen: Die Standlautsprecher CONCERT (29.900 Euro), die SYMPHONY (21.900 Euro) sowie die Regallautsprecher ORCHESTRA (11.900 Euro). Es spielten die kleinen Schwarzen, die mit dem Raum gut harmonierten und einen feinen Klang zauberten.

Gemeinsam präsentierten sich der Elektronikspezialist Bryston, der Flächenstrahler Experte Final Audio und Kompaktlautsprecher von Audio Note.

Die Traditionsmarke Sennheiser zeigte eine breite Palette an Kopfhörern und führte diese vor. Linkerhand fand sich ein echtes Schätzchen: Der Nobelkopfhörer nebst röhrenbestücktem Kopfhörerverstärker SE 1 im Marmorgehäuse zum Preis von 89.990 Euro (Bild unten). Der SE1 ist eine Leistungsschau, die in jedem kleinsten Detail das Machbare darstellen soll. Der zweitteuerste Kopfhörer liegt beim ebenfalls bereits ambitionierten HD 820 bei 1.990 Euro, der passende Kopfhörerverstärker HDV820 bei 2.699 Euro. Mit dem SE1 meint Sennheiser es also echt ernst.


Nach Stuttgart, Darmstadt und München waren auch die umtriebigen Österreicher von loutd (sic!) wieder in einem Hörzimmer vertreten. Die aktiven MUSEGGs (3.388 Euro / Stück) können zwar auch einzeln Musik machen, ergeben als gekoppeltes Lautsprecherpaar ein absolut minimalistisches Stereo-Setup, da sie mit eingebautem Streaming und Bluetooth, mit digitalen und analogen Schnittstellen am Master-Lautsprecher sowie integrierter Raumkorrektur für sich ein komplettes, kabelloses Musiksystem darstellten. Statt die Lautsprecher zu kaufen können sie auch für 99 Euro pro Monat und Stück gemietet werden. Die Bauweise ist modular und updatefähig konzipiert. Eines der ersten Lautsprecherpaare hatten wir HiFi-IFAs im Test.

Der Lautsprecherhersteller Thivan Labs aus Vietnam führte mit MAVIS Elektronik gleicher Provenienz vor. Der Hybrid-Röhrenvollverstärker MMS-1, der die Musik vom Tube DAC & Streamer zugespielt bekam, heizte den EROS 9X Zweiwege-Lautsprechern (Preis um 6.000 Euro) ordentlich für eine dynamische Vorstellung ein, die ordentlich nach vorn ging.

Audio Nostrum zeigte den Kompaktlautsprecher auf Stands Saturn Pandora und die stattliche Standbox Triton, beides Zweiwege Systeme. Bei meinem Besuch spielten die Triton mit einem 1,25 inch Beryllium Hochtöner, 12 inch Bass und einem sagenhaften Wirkungsgrad von 95 dB. Im positiven Sinne wirkte der Klang wie ihre technische Erscheinung: Auf einem ordentlichen, aber nicht überbetonten Fundament bauten sich angenehm feine Klänge und natürliche Stimmen auf.

Einen ähnlichen Eindruck vermittelte auch die Voxativ ELEKTRA (ab 64.900 Euro), die eine herrliche, breitbandtypische Räumlichkeit an den Tag legte. Auch die ELEKTRA ist gewissermaßen ein Zweiwege-System, bei dem der Breitbänder bis zu 60 Hz herabsteigt und ab dann der aktive PI-Bass im Sockel übernimmt. Antreiber war der T-805 Vollverstärker (34.900 Euro) mit Single-Ended Röhrentechnik und 2* 30 Watt.


Backes & Müller trat in Hamburg mit den schlanken JUBILÉ Standlautsprechern an (Paarpreis ab 48.000 Euro). Vorgeführt wurden sie in Workshops von Malte Ruhnke, ehemals Chefredakteur des HiFi-Magazins stereoplay. Er erklärte viele technische Hintergründe zum Lautsprecher und auch der Raumakustik. Dazu spielte er als Beleg Musik durch alle Genres. Der präzise Sound der B&M war beeindruckend – eine tolle Vorstellung, die durch die Moderation zudem informativ und kurzweilig geriet.

Ein beeindruckendes Setup fuhren AVM und PMC auf. Ins Auge fielen mit einer Höhe von 170 cm und dem markanten Modul für den Hoch-/Mittelton natürlich direkt die Lautsprecher-Flaggschiffmodelle PMC FENESTRIA für rund 90.000 Euro pro Paar. Aber auch die AVM Elektronik aus der OVATION-Serie hatte Wucht, wie die Mono-Endstufen MA 8.3 (um 40.000 Euro / Paar) und der passende Vorverstärker PA 8.3 (um 11.000 Euro).

Der Heimkino-Spezialist ASCENDO zeigt auch gerne im HiFi-Bereich was er kann – mit den recht neuen LIVE 6 HUMMING BIRD (Preisklasse um 20.000 Euro). Herz des Systems ist die zeitrichtige, 18 cm durchmessende Koaxial-Einpunktschallquelle, die je Lautsprecher zwei innenliegende 18 cm Basstreiber besitzt, wodurch der Lautsprecher sehr schlicht daherkommt. Ein rückwärtiger zuschaltbarer Dipol Bändchen Hochtöner erweitert das Klangbild. Die beiden Kolibris haben im Hörzimmer richtig gut funktioniert und eine Vorstellung auf den Punkt abgeliefert.

Einen deutlich anderen Ansatz fährt Instrumentenbauer Michael Symann mit seinen DSB-170 Soundboards um 19.000 Euro. Sechs Exciter regen die Holzfläche an, die dadurch zum Flächenstrahler werden, ergänzt wird das Wirkprinzip von einem AMT-Hochtöner. Erster optischer Eindruck aufgrund der kurzen Hördistanz: Warum sitzen die Leute vor Kleiderschranktüren? Erster akustischer Eindruck: Wow! Der Sound kommt DA raus? Luftig, leicht und in sich schlüssig. Eine Einladung zum entspannten Hören.

Wer der Stromzufuhr seiner Anlage was Gutes tun will, konnte bei MUDRA AKUSTIK vorbeischauen und mit dem ambitionierten Entwickler Michael Mudra fachsimpeln. Zu den Produkten zählen unter anderem Netzkabel, Stromverteiler, Filter und Trafos.

Alte Bekannte, diesmal gemeinsam auf einem Foto, und eine bewährte Standbesetzung: Holger Wilhelm (Mastermind der Plattenspieler-Laufwerk-Manufaktur Tone Tool, links), Udo Steinbüchel (Mastermind der Holztonarm-Manufaktur STUdo) und in der Mitte Frank Koglin mit seinem HiFi- und High End Vertrieb Audreal.

Im Rack standen unter anderem die Vor-/Endstufen-Kombi Audreal XA3200 mk2 und PA-M (je 2.000 Euro) und ein C.E.C. CD-Spieler. Wir hatten den riemengetriebenen CD-Spieler C.E.C. CD 2N im Test. Aus unserem Test kannten wir den Sound der Hybrid-Elektrostaten Silberstatic SMART 14 bereits (Standlautsprecher außen). Neu im Vertrieb von Frank Koglin sind die Lautsprecher von Chario (Regallautsprecher auf Stands innen). Von Chario hatten wir die Constellation Lynx im Hörzimmer. Das Tone Tool Laufwerk hatte Tonarme von STUdo montiert. Immer wieder beeindruckend das Modell mit der Aufhängung und Lagerung an Fäden.

Ein anderes bewährtes Dreamteam und eine Ausstellergemeinschaft in Personen: André Schwager, Bastian Neu, Daniela Manger, der Mitstreiter Andrès, Dirk Räke und Sascha Flocken. Sie stehen für den Rack-Hersteller Beaudioful – die noch auf einigen weiteren Ständen zu sehen waren -, SPL Elektronik, Manger Audio Lautsprecher und dem Plattenspieler-Spezialisten Transrotor. Die Kabel stellte WSS-Kabel bei. Nicht nur auf dem Foto, sondern auch als Mensch vor Ort, haben wir Jochen Bareiß vermisst, der in Hamburg pausierte.

Bewährtes auch im Setup: Rechts und links die passiven Lautsprecher Manger p1, aber mit einem Schmankerl: SPL und Manger erdachten eine Umschaltung für die interne Serienweiche, die den Manger-Wandler in aktueller Version vom Basstreiber trennt, zur externen aktiven Frequenzweiche SPL Crossover mk2 (um 3.300 Euro; aktueller Test bei HiFi-IFAs), die als mk2 auch die notwendige Trennfrequenz von 360 Hz bereithielt. In der Schaltung mit der passiven Weiche diente eine Stereoendstufe als Antrieb, in der Variante mit der aktiven Weiche kamen zwei SPL Performer s900 zum Einsatz. Das Sound Performance Lab aus dem Rheinland legte die Funktion auf einen kleinen Kippschalter, so dass Daniela in ihrer Vorführung einfach umschalten konnte – mit verblüffendem Ergebnis. Die Besucher bekamen da einen außergewöhnlichen Vergleich zu hören.

Auch im „Tower“ – nein nicht in London, sondern auch im Hamburger Le Méridien – festigten SPL mit einem Kopfhörerverstärker-Stand (Phonitor xe für 2.400 Euro beziehungsweise 3.150 Euro mit DAC-Modul nebst HEDD HEDDphone two GT Kopfhörer um 1.700 Euro) und Beaudioful mit Mustern ihrer RÄCKS ihre Präsenz auf den Norddeutschen HiFi-Tagen 2026. Sacha Flocken (Bild oben) und André Schwager (Bild unten) standen den Interessenten Rede und Antwort.


Eine weitere bekannte Größe war Michael Bruns mit seinen Audiophile FAST Lautsprechern, die mit ihrer Krümmung ein ausgefuchstes akustisches Prinzip realisieren, die der natürlichen räumlichen Wahrnehmung einer Schallquelle Tribut zollt. In Hamburg standen die aktiven Cylindric Compact um 10.000 Euro. Ein beeindruckendes Erlebnis. In unserem Test erfahrt ihr mehr über das Prinzip und unseren klanglichen Eindruck von den Cylindric Modular. In der Cylindric Serie gibt es auch passive Ausführungen sowie weiteren Varianten.
Unten im Bild ein Türmchen des US-amerikanischen Herstellers Benchmark, den einige Digital-HiFi-Fans noch von vor circa 20 Jahren kennen mit dem „legendären“ DAC1, den es in einer Studio- und HiFi-Version gab. Danach ist es ruhig geworden. Jetzt ist Benchmark im Vertrieb von Michael Axmann. Das Türmchen besteht aus dem DAC3 B (um 2.300 Euro), dem Kopfhörerverstärker HPA4 (um 3.800 Euro) sowie dem gerippten Vollverstärker AHB2 (um 4.200 Euro).


Wer auf den NDHT 2026 im Le Méridien unterwegs war, kam an Sieveking Sound nicht vorbei. Im Eingangsfoyer gleich neben der Garderobe boten sie ausgesuchte Schallplatten feil, im Tower traf der Besucher vor der Tür des Hörraumes zuerst auf das Kopfhörer-Eck. Der Blick fiel gleich auf die deutsche Marke Grell (oben rechts im Bild). Der OAE2 für faire 500 Euro transferierte den Smiley des Aufklebers beim Hören direkt ins Gesicht seines Trägers.

Im großen Hörraum war Inhaber Jan Sieveking ein gefragter Gesprächspartner, mit dem interessierte Besucher zwischen den Vorführungen fachsimpeln konnten. Schön war, dass auch jüngere Menschen den Weg auf die NDHT 2026 fanden. Motivator für den Besuch waren aber wahrscheinlich häufig „die üblichen Verdächtigen“ 😉 Was aber auch ein schöner Start in Hobby HiFi sein kann.
Als Vorführ-Anlage hatte Jan Sieveking das große Besteck aufgefahren. Ich zitiere von der ausgelegten Auflistung (Ein Danke dafür! 🙂 ) : TW-acustic Raven New AC Plattenspieler (20.000 Euro), Tonarm Raven 12.9 (6.000 Euro), Phonovorstufe RPS 17.700 Euro, Kagami Tonabnehmer ENA 8.800 Euro; Audia Flight Vor-/Endstufenkombi Strumento No.1 Evo / No.4 (23.900 / 28.000 Euro) welche die die Standlautsprecher MARTEN Mingus Quintet 2 SE (ab 83.900 Euro) antreiben. Hinzu kommt eine hochwertige Top-Verkabelung von Jorma und eine Netzleiste von Cardas Audio. Auch hier erwartete die Besucher eine besondere Vorführung.


Der Vertrieb IAD hatte als einen Eyecatcher sicherlich die elektrostatischen Flächenstrahler QUAD ESL 2912X (um 17.000 Euro / Paar) in der Vorführung, die an der Elektronik von Soulnote ein lockeres und gleichzeitig lebendiges Klangbild lieferten. Das hat Spaß gemacht. Für mich ein kleines Flashback, weil ich vor bestimmt 20 Jahren in einer AUDIO Leserstory mal die seinerzeit aktuellen ESL 2805 für ein paar Wochen im Wohnzimmer zu Gast hatte. Die passende und brandaktuelle QUAD Elektronik stellte IAD auf dem Sideboard aus.


Sichtlich wohl – und vielleicht auch ein wenig zu Hause 😉 – fühlte sich der Wahl-Ulmer Bernd anscheinend im Kreise der Neu-Ulmer AP Elektroakustik, zumal er auch beide Lautsprecherpaare erst unlängst zum Test daheim hatte. Der passive Drei-Wege Regallautsprecher MONITOR 30P (um 10.000 Euro / Paar mit passendem Stand) ist auch die „Kopfeinheit“ des teilaktiven Standlautsprechers (um 18.800 Euro / Paar), der diesen um das aktive Bassmodul 20A ergänzt. In der Vorführung waren die Standlautsprecher mit amtlichem Sound, der einfach Spaß machte.


Ein Sound, der ebenfalls im Gedächtnis hängenblieb, stammte von den handlichen Regallautsprechern KEF CODA W (im Bild oben außen). Nicht nur, dass sie das Hörzimmer rockten, spielte das Koaxial-System schön räumlich und durch die WLAN-Konnektivität nebst zahlreichen digitalen und analogen Eingängen bekommt der Besitzer für rund 900 Euro mit den Lautsprechern eine komplette Stereo-Anlage. Die Stands liegen bei 300 Euro. Innen standen die kompakten passiven Drei-Wege Regallautsprecher R3 Meta um 2.300 Euro pro Paar.
Im Bild unten ein schönes, wohnraumfreundliches Ensemble aus den farbenfrohen KEF LSX II wireless (um 1.400 Euro) nebst Subwoofer KC62 um 1.700 Euro.


Auf den Norddeutsche HiFi-Tage 2026 schaffte es Acapella Audio Arts wieder ein beeindruckendes Setup hinzustellen. Es spielten heuer die LaCampanella 2 um 30.000 Euro pro Paar an hauseigener Elektronik, was dem Hörer ein mitreißendes und ansprechendes Erlebnis mit hohem Hörfreudefaktor generierte.

Gleiches galt für die Hornlautsprecher-Spezialisten von Avantgarde Acoustic, die mit der aktiven OPUS 1 zum attraktiven Preis um 13.000 Euro pro Paar antraten. Der Besucher erlebte auf den NDHT 2026 bei dem Breitband Horn mit Bassmodul Hornlautsprecher-Feeling im besten Sinne.

Thales führte, wie schon auf den Süddeutschen HiFi-Tagen in Stuttgart 2025, mit dem bewährt schlanken Setup vor, das die Idee der Schweizer Herstellers verkörpert: Eine minimalistische Phono-Stereo-Anlage. Der Thales Magnifier, der als Phonovorstufe zwei MC-Eingänge verwaltet, besitzt zusätzlich noch einen Cinch und einen XLR-Analogeingang, die Ausgabe ist mit zuschaltbarer Lautstärkeregelung möglich. Damit wird der Magnifier zur Stereo-Vorstufe, die hier auf die aktiven Manger s1 spielt. Die Plattenspieler zeigten die zwei Qualitätsstufen, die aber frei konfigurierbar sind, von Thales (Laufwerk/Tonarm/Tonabnehmer): Reference/Statement/Xquisite (links); Elegance/Simplicity II/Voro (rechts). Besonderheit der Tonarme ist die Azimuth-Korrektur, die die Drehbewegung des Tonarms in eine Winkeländerung an der Headshell umsetzt. Sehr fein, mechanisch äußerst beeindruckend.


Mein „quasi-Nachbar“ aus Leinfelden und ehemaliger Audio-Hörerjury-Kollege Jan Jürgens, der den Vertrieb von YG Acoustics Lautsprechern und Boulder Elektronik aus den USA übernommen hat, hat sich mit Andreas Kaiser zusammengetan, der das edle Plattenspieler-Laufwerk Vertere Reference Groove RG-1 (ab ca. 30.000 Euro) mit Zubehör beisteuerte. Man möchte fast sagen, die Transparenz der Zarge ist der visuelle Vorbote des danach akustisch Dargebotenen 😉 Einen großen Anteil hatten daran die YG ASCENT aus der Peaks Serie um 27.000 Euro das Paar mit Holzgehäuse und Schallfront aus Voll-Aluminium.


YG Acoustics gab es in einem „Gastauftritt“ noch einmal zu hören beim Vertrieb und Händler LEN-HiFi. Hier spielte das Einstiegsmodell CARMEL 3 (Preis um 38.000 Euro) aus der Reference Linie an Elektronik von Linnenberg und dem Plattenspieler J.Sikora ASPIRE.

Wie schon auf den Süddeutschen HiFi-Tagen stellte Lansche Audio gemeinsam mit Andrejs Staltmanis aus. Rüdiger Lansche brachte dabei wieder ein neues Lautsprechermodell – natürlich mit Plasma-Hochtöner – mit an die Alster und gemeinsam schafften die beiden Routiniers es, einen ansprechenden Sound zu kreieren, der zum Reinhören und Verweilen einlud.

Einen Besuch wert war das Hörzimmer von PS Audio. Hier spielten die „kleinen“ ASPEN FR10, auf dem Rack war unter anderem Elektronik aus der Signature Serie, die sich gut an dem geschwungenen Kniff an der Front erkennen lässt. Mein Besuch war nur recht kurz, wahrscheinlich will mein Eindruck schnell gefestigt war: Absolut hörenswert, gerne auch mit mehr Zeit.

Ein Hingucker und auch ein technisches Schmankerl auf dem Stand von Thorens ist der TD 124 DD Exclusive um 12.000 Euro, der ab 2026 erhältlich ist. Er besitzt den neuen 12-Zoll-Tonarm TP 124, eine interne Reinsilberverkabelung, einen exklusiven EMT-Tonabnehmer mit Rubin-Nadelträger und Gyger-Schliff. Der Direktantriebsmotor wird von einem externen TPN 124 Linearnetzteil gespeist. Die Plattenauflage ist aus reinem, poliertem Kupfer. Das Holz und das aus dem Vollen gefräste Chassis wirkten echt klasse.

Ein weiterer absoluter Hingucker – und auch Hinhörer – war das gemeinschaftliche Setup von Vivid Audio, Mola-Mola und Grimm. Es spielten die Vivid Audio GIYA G2 Cu Lautsprecher (Preisklasse um 60.000 Euro), der Streamer Grimm Audio MU1 (Preis um 11.000 Euro) sowie von Mola Mola der TAMBAQUI DAC (um 11.000 Euro), MACUA Vorverstärker (um 9.500 Euro) und die OSSETRA Mono-Endstufen (Preisklasse um 9.000 Euro / Stück).

In einer Suite residierte sonoro Audio. Im Hörzimmer spielten Komponenten der neuen Signature Line, die von den ausgefuchsten HiFi-Strategen Finck und Fink verfeinert wurden. Auf dem Bord steht der MAESTRO Signature All-In-One Streaming-Receiver, der die GRAND ORCHESTRA Signature bespielt. Ein tolles Gespann mit gestrafftem und aufgeräumtem HiFi-Sound. Im Bild unten der passende Plattenspieler Platinum Automatic EAS mit automatischer Endabschaltung, Bluetooth und Phonoverstärker. Bei uns im Test war der ältere Bruder PLATINUM SE ohne EAS. Im Hintergrund steht in der Unschärfe das All-In-One-Kompaktanlage AVATON, das ihr euch in unserem Test aus der Nähe anschauen könnt. In Farbe – und bunt.
Jens (im Bild unten) gab dem interessierten Publikum einen kurzweiligen Überblick über die sonoro Geräte und deren Funktionen, wobei man eine Menge an Informationen mitnehmen konnte. Alternativ könnte man natürlich auch unsere Tests lesen 😉 Im Bild unten demonstriert er grad das sonoro MEISTERSTÜCK Gen.2 – das auch schon in unserem Wohn- und Hörzimmer stand. Auch stellte er die überarbeiteten und verbesserten Bluetooth Lautsprecher der ESCAPE Serie vor (ohne Foto), die man auch Outdoor nutzen kann. Wir hatten 2024 den großen ESCAPE P9 im Test.


Alders & Lange kennen wir seit der Kopfhörer-Messe World of Headphones in Heidelberg. Alders & Lange haben aus der Passion ihrer technischen Köpfe eine Marke und ambitionierte Produkte geschaffen, die das Leben von HiFi-Fans bereichern soll. Im Mittelpunkt stehen dabei der Kopfhörerverstärker mit Vorverstärkerfunktion HEADMAN (ab 6.250 Euro) sowie der Phono-Pre VINYL-ENGINE (ab 3.750 Euro). In der Entwicklungs-Pipeline ist folgerichtig eine Endstufe. Spannend ein Feature, das für die VINY-ENGINE in Entwicklung ist: Optional soll es eine Variante mit vier Eingängen geben für Vinyl-Fans mit mehreren Plattenspielern oder Nutzer mehrerer Tonarme. Der Clou soll dann sein: Um die übersichtlichen und praktischen Bedienelemente beizubehalten, sollen die Einstellungen gespeichert werden und automatisch mit umschalten. Das schlichte Design, das mich an die 70er oder 80er erinnert, scheint den Besuchern, wie auch mir, gefallen zu haben.


Zum Abschluss noch einen schnellen Blick in das Hörzimmer von Symphonic Line, das wie immer gut besucht war. Der Sound bei Rolf Gemein ist eine sichere Bank und einen Besuch wert – auch von der Seitenlinie. Apropos gemein und Bank. Für mich war leider kein Plätzchen frei 😉 Aber vielleicht beim nächsten Mal. Mit den Norddeutsche HiFi-Tage 2026 in Hamburg hat das HiFi-Messe-Jahr ja erst gestartet.
Das war unser großer Rundgang in zwei Teilen über die Norddeutsche HiFi-Tage 2026 in Hamburg. Dem Publikum wurde auf der HiFi-Messe viel geboten und wir waren bemüht, euch einen Überblick über das Geschehen an der Alster zu geben. Häufig gar nicht so einfach, ein Plätzchen zum Hören zu ergattern oder ein Foto zu machen. Das Le Méridien Hotel war wieder sehr gut besucht. Bernd und ich fanden, es gab viel tolles HiFi wie auch High End zu erleben und viele gute Anlagen zu hören. Von schlicht & einfach bis Luxus – für jeden Geldbeutel war was dabei. Schön war es, von vielen Ausstellern zu hören, dass einige Besucher gerne auch einmal erneut ins Hörzimmer zurück zum Hören kamen oder länger verweilten.
Auch wenn wir das Thema Ticketkauf vor ein paar Jahren vielleicht einmal kritisch gesehen haben, finden wir den Eintrittspreis aktuell äußerst angemessen, bedenkt man den Aufwand, den sich Organisatoren und Aussteller machen, um dem Publikum wirklich Außergewöhnliches an zwei Tagen zu bieten. Dies als Besucher mit dem Ticket zu würdigen, geht schon sehr in Ordnung. Wir HiFi-IFAs möchten auf diesem Weg dem Organisations-Team um Ivonne Borchert-Lima und den Ausstellern nochmal Danke sagen für die tolle Show, die guten Gespräche und die viele schöne Musik. Nach der Messe ist vor der Messe. Wir freuen uns auf das vor uns liegende HiFi-Jahr.
Fotos: F. Visarius
Rundgang 1 auf den Norddeutsche HiFi-Tage 2026
Norddeutsche HiFi-Tage 2026 – Erster Bericht von der HiFi-Messe in Hamburg

