Im Laufe der Zeit hat Mann sich eine schöne und edle HiFi-Anlage zusammengestellt, und bei den analogen HiFi-Fans haben sich auch noch so einige LPs angesammelt. Doch von der Aufstellung her werden die Komponenten wie auch Langspielplatten des Öfteren leider jedoch etwas stiefmütterlich behandelt und stehen auf einer alten Kommode oder werden, noch schlimmer, mit in den bereits vorhandenen TV-Schrank gequetscht. Da leiden dann nicht nur die Augen, auch die Ohren sind verstimmt, wie soll man da denn seine Musik wirklich genießen können? Abhilfe versprechen „HiFi-Racks“, die in Möbelhäusern oder Baumärkten zuhauf zu sehr günstigen Preisen erhältlich sind, doch wenn man sich deren Design und Qualität so anschaut, läuft man meistens doch nur kopfschüttelnd davon…
Dann gibt es Anbieter von HiFi-Regalen, die sehr aufwendig konstruierte Systeme entwickeln, was sich logischerweise auch im Preis niederschlägt. Aus Massivholz bestehen manche, so wie meines. Der Tischler des Vertrauens hat die Böden wie auch Wangen aus Birke hergestellt, gehobelt und die Löcher für die Holzdübel vorgebohrt; geölt und montiert habe ich dann selber. Etwas handwerkliches Geschick sollte man dafür schon besitzen. und wirklich preiswert war diese Lösung dennoch nicht. Weiterhin gibt es fertige Kombinationen aus Edelstahl mit Holz, Multiplex und viele weitere Möglichkeiten käuflich zu erwerben. Diese HiFi-Racks können preisliche Regionen erreichen, da kauft so mancher bereits eine ganze HiFi-Anlage dafür… Schluck… Und wenn so ein Regal einmal daheim steht, sind die Fachhöhen bis zum Sanktnimmerleinstag festgelegt, ändern oder variieren lässt sich da nichts mehr.
An diesem Punkt setzt dann das modulare HiFi-Rack Blok STAX 2G aus England an, dass man nun auch nicht geschenkt bekommt, außer aufgrund der schicken Optik vielleicht mal von der besseren Hälfte, aber auch Mann kann es sich noch leisten. Für unter 1.000 Euro, genauer gesagt 949 Euro, bekommt man beispielsweise beim Stax 2G Rack 3 (Basis und 2*170 mm) schon mal drei HiFi-Geräte unter. Einen gewissen Vorteil in der Entwicklung bringen dessen Konstrukteure mit, da in der Firmengruppe von Monitor Audio mit deren Lautsprechern auch Roksan, ein Hersteller von HiFi-Elektronik, beheimatet ist. Von daher sind ihnen die Abmessungen von HiFi-Geräten geläufig, und deren Bedürfnisse bezüglich Belastung, Schwingungen, Belüftung und mehr.

Ebenso wichtig wie die Technik ist natürlich die Optik so eines HiFi-Regals, schließlich soll es auch die Augen zufriedenstellen. Und da bietet das Blok STAX 2G drei Möglichkeiten an: Die mit bis zu 40 kg belastbaren Böden bestehen aus Sperrholz und sind wahlweise in Esche Natur furniert mit weißen Stollen, dann gibt es in Esche Schwarz furnierte Böden mit Stollen in Walnuss Natur wie im Test, oder Böden aus schwarzem Glas mit hochglanz schwarzen Stollen. Also optisch macht das schon was her, und dürfte mit den verfügbaren Möglichkeiten an Materialien zu den meisten Einrichtungen passen.
Die verfügbare Breite der einzelnen Fächer liegt bei 480 mm gut über dem gängigen HiFi-Raster mit 435 mm. Die Tiefe beträgt rund 380 mm, bei großen ausladenden HiFi-Geräten kann das in der Tiefe schon mal etwas knapp werden, also vor dem Bestellen bitte den Zollstock in die Hand nehmen. Damit die einzelnen Böden des Blok STAX 2G voneinander entkoppelt werden, sind die Stollen an ihrer Unterseite mit Silikonstreifen versehen, das bremst klangschädigende Resonanzen aus, da wurde mitgedacht. Wer mag, kann die 60 mm breiten Stollen des Racks zur Beschwerung und weiteren Beruhigung mit bis zu 0,7 Litern befüllen, empfohlen sei von meiner Stelle feuergetrockneter Quarzsand, damit keine Feuchtigkeit das Holz beschädigt.
Wie bereits erwähnt, ist das Blok STAX 2G modular konstruiert, lässt sich in fast beliebigen Varianten zusammenstellen, und auch nachträglich erweitern, wenn ein neues HiFi-Gerät dazukommt. Als unterstes Grundmodul wird immer die STAX 2G Base für 349 Euro mit einer Höhe von 105 mm verwendet, in diesem Paket sind alle grundlegenden Teile für den Zusammenbau vorhanden. Diese umfassen den Montageschlüssel sowie die höhenverstellbare Füße mit höhenverstellbaren Spikes, das Parkett schonende Unterlegscheiben sind leider nicht mit dabei. Im System weiter geht es mit den Höhen 120 mm (289 Euro), 170 mm (299 Euro), 220 mm (349 Euro) sowie 350 mm (379 Euro) mm, wobei letztere speziell für Langspielplatten gedacht ist. Sollte man nicht selber konfigurieren wollen, oder passen die Maße zufälligerweise genau für den eigenen Bedarf, gibt es zwei fertig kombinierte Pakete. Namentlich sind dies das Stax 2G Rack 3 (949 Euro), welches die Basis und zweimal die Höhe mit 170 mm beinhaltet sowie das Stax 2G Rack 4 (1.299 Euro) mit der Basis sowie zwei Böden a 170 mm und einem Boden mit 220 mm.
HiFi-Rack Blok STAX 2G – Montage
Die Eckdaten und Gedanken der Entwickler des Blok STAX 2G stimmen, doch grau ist alle Theorie, auf geht es zur Montage des neuen HiFi-Racks. Vier Kartons stehen vor mir, irgendwie erinnert mich das doch ein wenig an Mitnahmemöbel, ich bin gespannt…
Der erste Karton mit der Basis des HiFi-Racks ist offen. Viele Teile liegen vor mir, alle Teile des Blok STAX 2G sind um die Oberfläche zu schonen einzeln verpackt. Immerhin, eine international verständliche Bauanleitung, ohne Text, dafür mit gut gemachter Skizze, liegt dem Bausatz bei. Schaun mer mal, was ich da so hinbringe beim Zusammenbau…
Rein mit der ersten Schraube, na geht doch, die nächsten drei Schrauben sind dann auch gleich drin. Diese zentrieren beim Reindrehen der Stollen so, dass rundum ein gleichmäßiger Überstand des Bodens gewährleistet ist. Der „Schraubenschlüssel“ ist übrigens magnetisch, und fluppt dann auch gleich wie von Geisterhand gezogen rein in die Vertiefung der Schraube. Ein wenig tiefer könnten die Nuten in den Schrauben noch sein wegen der Griffigkeit, also genau senkrecht halten den Griff, damit man nicht abrutscht.
Bitte einmal umdrehen die Basis des HiFi-Racks um die höhenverstellbaren Füße einzuschrauben. Soll das Regal auf dem Parkett zu stehen kommen, dreht man die mit einer Gummisohle versehenen Füße einfach rein in die Stollen. Sind dagegen Spikes für den Teppichboden gewünscht, bitte diese vorher in das Gewinde, welches innerhalb der Gummifüße implementiert ist, reindrehen. Steht das Blok STAX 2G dann an seinem Platz, lassen sich dessen Füße mittels der ausgesparten schwarzen Scheibe noch in der Höhe verstellen und mit der Rändelscheibe in ihrer Höhenlage fixieren.
Und wieder umgedreht das Ganze, die Basis ist fertig, das ging jetzt doch einfacher und schneller als gedacht…
Das HiFi-Rack steht noch nicht einwandfrei und wackelt ein wenig? Macht nix, mit der Höhenanpassung ist das schnell erledigt, und das Blok STAX 2G steht bombenfest.
Das unterste Fach für die Langspielplatten wird nach dem selben Prinzip zusammengebaut wie die Basis, beim zweiten Mal komme ich in Übung.
Und das nächste Fach, ich bin in Form, könnte jetzt stundenlang so weiterbauen. Schade, dass der Hersteller nur eine Höhe bis 1,10 m empfiehlt… Was wohl daran liegen mag, dass das Silikon bei zu hoher Belastung komprimiert wird, und so logischerweise die Antivibrationswirkung verringert. Die Stollen mit ihren Aussparungen in den Silikonstreifen sitzen passgenau auf den Schrauben des jeweils unteren Fachs, also verschieben lässt sich da nichts mehr.
Raus mit dem Stopfen aus dem Stollen, getrockneter Quarzsand kann bei Bedarf und Wunsch noch in die Stollen eingefüllt werden. Das verkneife ich mir jedoch, sonst muss ich das Zeugs ja irgendwie wieder rausbekommen vorm Rückversand des HiFi-Möbels zum Vertrieb…
Das HiFi-Rack Blok STAX 2G ist fertig zur Bestückung mit den HiFi-Geräten. Das ging jetzt doch wesentlich einfacher und fixer als gedacht. Eine Stunde, mit Bilder machen, wohlgemerkt!!!
Zur Verschönerung kommen zum Schluss noch die magnetisch haftenden Kappen oben auf die Schrauben des Racks.
HiFi-Rack Blok STAX 2G – Technische Daten
Modulares HiFi-Rack
Blok STAX 2G
Material: Sperrholz furniert
Entkopplung: Silikon
Maximale Belastung je Boden: 40 kg
Fachhöhen: 120, 170, 220, 350 mm
Fachfläche: 480* ca. 380 mm
Oberste Fläche: 600* ca. 380 mm
Böden: Holz 13 mm, Glas 10 mm
Oberflächen Böden/Wangen: Eschen-Sperrholz/Satinweiß, Schwarze Esche/Naturwalnuss, Schwarzes Glas/Hochglanzschwarz
HiFi-Rack Blok STAX 2G – Klang
So, wie mag das HiFi-Rack Blok STAX 2G wohl klingen? Dazu einfach mal mit dem Fingerknöchel draufgeklopft, ein kurzes trockenes „Tok“ ertönt, und verstummt sehr schnell. Jetzt wisst ihr es also! Okay, ich weiß schon, ihr wollt etwas über die klanglichen Auswirkungen des HiFi-Regals erfahren. Um diese herauszufinden, nehme ich das wohl empfindlichste HiFi-Gerät, das es gibt. Ergo stelle ich den Rega P6 mitsamt des Trigon Vanguard III wechselweise auf das IKEA-Lack Tischchen, auf das Blok STAX 2G und das eigene HiFi-Rack.
Als Test-LP wähle ich „Lyden Av Snø“ von Anette Askvik, eine wunderschöne ruhige Aufnahme. Und auf geht’s, beginnend mit dem Aufbau auf dem günstigen Tischchen. Sehr gut durchhörbar und zum Dahinschmelzen ist diese zarte Stimme, dazu gibt es ein sehr klares Klavierspiel und Trompetenspiel mit wirklich gut erhörbaren Anblasgeräuschen. Einfach klasse diese Langspielplatte, die ich übrigens das erste Mal höre, ich bin zufrieden und freue mich über dieses Geschenk. Mit dem Gehörten bin ich solange glücklich, bis, tja bis ich den Rega P6 mitsamt dem Phonovorverstärker auf dem Blok STAX 2G positioniere…
Weil, auf einmal wird die Stimme von Anette Askvik sooo schön warm und weich, engelhaft schwebt sie jetzt vor mir. Auch den Streichern tut die Umstellung des Plattenspielers gut, auch diese werden feiner aufgelöst wiedergegeben, das Ein- und Ausschwingverhalten der Streicher wird nuancierter abgestuft. Zudem verbreitert sich die Stereo-Basis vor mir und die Abbildung zwischen meinen Standlautsprechern wird in sich schlüssiger. Und auch bei den Anblasgeräuschen des Trompeters tut sich etwas, sie sind nun realistischer und zudem bekomme ich mehr Klangfarben zu Gehör.

Etwas munterer geht es bei Far Away von Alle Farben feat. Graham Candy zu, einer Nummer, die eh schon in den Tanzfuß geht, ein flotter Elektropop mit Synthies. Steht der Plattenspieler auf dem günstigen Tischchen, macht der Song mit Sicherheit Spaß, doch per Blok STAX 2G ist da einfach mehr Differenzierung und Sortierung wie auch Luft in dem elektronischen Gewimmel. Und es klingt nun voller, runder sowie gehaltvoller, hat ein paar Öchsle mehr, also nicht das HiFi-Rack, sondern die Musik. Sowie mit mehr Druck in den Elektrobeats, nicht so dünn und undifferenziert, sondern kontrollierter wie auch nachvollziehbarer und dazu tiefgründiger sind nun die Basslinien, auch das Timing legt zu, das macht definitiv Laune. Summasummarum bringt das STAX 2G ein Mehr an Klangfülle mit sowie einer leichten Tendenz zum warmen Klangbild.
Natürlich mache ich mit dem Plattenspieler noch einen kleinen Ausflug zum vorhandenen HiFi-Rack. Nun denn, das wiederum gibt sich neutral wie unser südliches Nachbarland, obendrein gibt es noch etwas mehr an Struktur und übersichtlicherer Abbildung. Doch der qualitative Sprung ist in diesem Fall nicht so groß wie vorher. Und wenn man bedenkt, was das massive Rack beim Kauf im Handel wohl kosten würde, da ist man beim Blok STAX 2G schon sehr gut aufgehoben.
HiFi-Rack Blok STAX 2G – Fazit
Ein HiFi-Rack soll es sein? Modular soll es sein, so das man es beim Ausbau der HiFi-Anlage auch mal nachträglich ergänzen kann? Einfach im Aufbau? Es darf auch gerne schick und edel ausschauen? Ach ja, bitte, es soll nicht so teuer sein… Nun denn, diese Aufgabenstellung ist die leichteste nicht, doch die Lösung ist machbar. Sagt der englische Hersteller Blok, und bringt sein HiFi-Rack STAX 2G ins Spiel. Die geforderten Eigenschaften löst es schon mal spielerisch. Und das Schöne daran: Neben der Optik mit dem schicken Design in drei Varianten bringt es obendrein noch klangliche Verbesserungen für die heimische HiFi-Anlage mit. Was will man mehr?
Im Test
Modulares HiFi-Rack
Blok STAX 2G
Oberflächen: Eschen-Sperrholz/Satinweiß, Schwarze Esche/Naturwalnuss, Schwarzes Glas/Hochglanzschwarz
Garantie: 2 Jahre
Preise: Stax 2G Rack 3 (Basis und 2*170 mm, 949 Euro), weitere je nach Konfiguration
Kontakt
Pannes Vertriebs KG
Berliner Straße 3
23795 Bad Segeberg
Tel.: 04551-8955394
Mail: info@pannes-vertrieb.de
Web: www.derbesteklang.de
Mitspieler im Test
Quellen digital – Netzwerkspieler Atoll ST 300 Signature, CD-Spieler Atoll CD200 Signature, Musikserver Innuos ZEN MK.III
Quellen analog – Plattenspieler Rega Planar 6 mit MC-Tonabnehmer TAD Excalibur Black, Plattenspieler Sonoro Platinum mit Ortofon 2M Red, Phono MM- & MC Verstärker Trigon Vanguard III
Verstärker – Streaming-Verstärker mit Phono-Eingang und D/A-Wandler Roksan Caspian 4G
Lautsprecher – Standlautsprecher LUA Con Espressione, Subwoofer REL R 505, Standlautsprecher Indiana Line Diva 5
Kopfhörer – Offener Kopfhörer Focal Clear, Kopfhörerverstärker Divaldi AMP-02 mit Phono MM- & MC Stufe
Zubehör – Lautsprecherkabel: Supra XL Annorum, in-akustik LS-804 AIR DIY, in-akustik Referenz LS-204 XL Micro AIR. Kleinsignal-Kabel: Cinchkabel in-akustik NF-1204 Air, XLR- und Cinchkabel Fadel Art Pro Link. Stromkabel Supra LoRad 2.5, Netzleiste PS Audio Dectet, Powergrip YG-1 Netzfilter, HiFi-Switch NuPrime Omnia SW-8, LAN-Kabel Supra Cat8 & Wireworld Starlight
Bei uns HiFi-IFAs im Test
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