
In meinem ersten Bericht von der High End 2025 habe ich euch bereits einen ersten Überblick über das Messegeschehen im MOC gegeben. Viel gibt es noch aus den Hallen und Räumen des Munich Order Centers zu berichten, aber auch – ich kündigte es bereits an – von der Motorworld München, die auf der anderen Seite der Lilienthalallee, direkt gegenüber des MOCs liegt. Da ich eine gewisse persönliche und professionelle Affinität zum Automobil habe (Menschen die mich kennen ahnen das) und ich auch nicht den ganzen Tag Musik ausschließlich hören kann, war der zusätzliche Veranstaltungsort für Auge und Ohr eine willkommene Abwechslung. Und auch der Ort an dem die Messe für mich am späten Mittwochnachmittag begann.
In der Motorworld München

Eine Vollsperrung auf der A8 verschaffte mir ein gutes Gespräch in der Mittagssonne mit einem LKW-Fahrer, der neben mir stand, kostete mich aber auch über eine Stunde bei der Anreise. Nach dem Einchecken im Hotel war ich dann noch pünktlich zur Enthüllung der großen YG Acoustics GEMINI vor Ort, die ihre Premiere an diesem Mittwochabend auf der gemeinsamen Veranstaltung von AVM und Audio Trade ATR hatte, zu der sich auch der Vertrieb HiFi-ve (YG und Boulder) von Jan Jürgens gesellte.
Und dann: Tataaa! Die YG Acoustics GEMINI. Zum Gewicht der 215 cm hohen Lautsprecher kursierten Zahlen von 250 – 350 kg, das Datenblatt weist sie mit 455 kg pro Stück aus. Da muss man fast schon den Statiker fragen, ob das der Boden des Domizils mitmacht. Der Paarpreis der passiven Variante liegt bei rund 900.000 Euro, wie ich vernahm. Die passende Elektronik stammte von AVM, die Kabel stellte Siltech bei. Der Klang war, wie von YG nicht anders erwartet, herausragend. Grenzen setzte in diesem Fall tatsächlich eher der Raum, was dem Erlebnis absolut keinen Abbruch tat. Wahnsinn.

Im großen Raum zeigte AVM unter anderem noch seine Komponenten aus der OVATION Serie, wie die Stereo-Endstufe SA 6.3 (um 10.500 Euro), den Vorverstärker SD 6.3 (um 11.000 Euro) sowie den Power Conditioner PC 3.3 (um 4.000 Euro). Die Lautsprecher links sind aus der Einstiegs-Serie PEAKS von YG mit Holzgehäuse und Alu-Schallfront.

Gold Note, im Vertrieb von AVM, war unter anderem mit dem schmalen, schicken CD-Player CD 5 vertreten. Mit einem Preis um 1.200 Euro ist der italienische Hersteller auch für Einsteiger ins HiFi interessant.
Auf der anderen Seite des Veranstaltungsortes hatte der Vertrieb Audio Trade seine Zelte aufgeschlagen. Das stilvolle Clubambiente zeigte dabei Wirkung und bereitete Freude. Im Bild unten ist eine Kollektion aus Lautsprechern, Plattenspielern und Komponenten von Pro-Ject zu sehen.
Zum Ambiente passten auch hervorragend die edlen Kopfhörer von STAX.

Spannend für den Einstieg in die Welt von STAX ist das Set SRS-X1000 bestehend aus Kopfhörer STAX SR-X1 und Kopfhörerverstärker STAX SRM-270S (schwarz). Für 1.250 Euro bietet es echten STAX Sound für einen (relativ) schmalen Taler. Die oben abgebildeten Sets liegen im Vergleich um 5.000 bis 13.000 Euro.
Für ordentlich Spaß und auch ein wenig Retro Feeling sorgten die Lautsprecher von ATC SCM 100 PSL (um 11.000 Euro), die an Komponenten von MICHI spielten.

An den folgenden Tagen ging es immer mal wieder in die Motorworld, die neben den Glaskabinen für Fahrzeuge, Händlern und Shops auch Restaurants beherbergt. Vorteil des Stadtquartiers in der riesigen Halle: die Aussteller konnten ihre Exponate im Trockenen direkt vor der Eingangstür parken. So tat es auch Dirac, die einen zu Testzwecken modifizierten Volvo mitbrachten und losgelöst von der High End auf Einladung, beziehungsweise individueller Verabredung, vorführten. Im Fahrzeug spielten die serienmäßigen B&W-Lautsprecher, ergänzt um vier „Ceiling/Decken“-Lautsprecher für zum Beispiel Dolby ATMOS, aufgewertet mit Dirac-Raumkorrektur und App. Um es kurz zusammen zu fassen: das war beeindruckend, insbesondere die expliziten ATMOS Aufnahmen, die die Sound-Effekte gezielt im Raum platzierten und mit den Möglichkeiten spielten. Wow.
Einen Hingucker gab es bei Cabasse zu bestaunen. Der Kugellautsprecher mit dem typischen Co-Axial-System ist von dem Design-Lautsprecher La Sphere abgeleitet und schaffte es, eine herrliche Räumlichkeit zu produzieren. Beworben wurde im Raum die kleinere und erschwinglichere Serie THE PEARL (am Boden und auf dem Sideboard).


Groß vertreten war der Vertrieb TAD Audio aus Prien am Chiemsee, die einen großen Teil ihrer Produktpalette in zwei Räumen ausstellten. Oben im Bild die englische Firma REGA mit ihren eigenen, eleganten Lautsprechern AYA (um 2.000 Euro / Paar).

Im wahrsten Sinne des Wortes breit aufgestellt die Produkte des englischen Familienunternehmens Ruark. Oben im Bild die R-Serie im Retro-Look. Hiervon hatten wir bereits das All-In-System R410 (ganz links), die Lautsprecher SABRE-R sowie den All-In-One-Receiver R610 nebst CD-Laufwerk R-CD100 im Test (Bild Mitte). Ganz rechts ist der kommodenartige R810 zu sehen.
Hingucker waren auch die Röhrenverstärker von Unsison Research und links daneben die Lautsprecher von OPERA. (Bild oben) Eine weitere Vertriebsmarke ist Pinell Audio (Bild unten) aus Norwegen, die schicke Radios für daheim und unterwegs herstellen. Sie beherrschen, je nach Modell, auch Internetradio, Bluetooth-Streaming und Spotify Connect.

Auf die Ohren gab es was von CYRUS Audio in Kombination mit Fyne Audio Lautsprechern. Im Mittelpunkt stand wohl die neue und optisch gründlich modifizierte, schmale Serie 40 von CYRUS, die die Jahrzehnte alte Gehäuse-Formsprache verlässt. Neu ist auch die 80er Serie, die CYRUS-Komponenten nun im Vollformat anbietet.


Auf einer „Dachterrasse“ stellte auch DALI aus, in dessen Vertrieb NAD ist. Oben im Bild der Vollverstärker C3050 im Retro-Look der 80er, der einem mittlerweile recht geläufig vorkommt. Er kostet um 1.500 Euro, mit BluOS-Streaming-Modul um 2.000 Euro.

Ein Eyecatcher war der DALI Sub V-16 F Next Generation Subwoofer um 5.000 Euro. Interessant, mal einen Blick ins Innere mittels Durchsichtsmodell werfen zu können.

Zur Ansicht standen fünf DALI KORE Flaggschiff-Lautsprecher mit einem Stückpreis um 50.000 Euro Spalier. Randnotiz: Der Espresso an der Bar links war sehr lecker 😉
Lauschen konnten Interessierte dann EPIKORE 3 Regallautsprechern (um 10.000 Euro / Paar) auf Stands an NAD Elektronik. Eine souveräne, gar nicht so plüschige Vorstellung, wie es die Sitzgelegenheiten vermuten lassen.

Auf Augenhöhe von Dali, aber in einem anderen Glaskubus untergebracht, führte der Phono-Spezialist Vertere an den extravaganten Lautsprechern MB2 XBD se von PMC vor. Sehr fein, sehr dynamisch. Passte prima zum Analogsound der Quelle.

Mein letzter Besuch in der Motorworld sollte bei Linkwitz Audio sein, die wir HiFi-IFAs schon von einigen HiFi-Tagen kennen. Zuletzt aus Hamburg, gemeinsam mit dem niederländischen Label Sound Liaison. Auf dem Weg dorthin, über den Dächern von, nein, nicht von Nizza, sondern der Motorworld München, ging der Weg vorbei an einem weißen Porsche Carrera GT, der bei mir tatsächlich ein wenig nostalgische Gefühle hervorgerufen hat, weil er eins meiner ersten Fahrzeugprojekte war, die ich mitbegleiteten durfte. Anyway, hier geht’s ums HiFi.

Mein Leinfeldener „Nachbar“ Frank Brenner führte seine Linkwitz Lautsprecher mit einem Streamer, aber auch mit der Tonbandmaschine vor. In den Genuss letzterer kam ich mit dem letzten Titel und ich darf sagen, das war wie das Sahnehäubchen auf der Torte. Das war die beste Vorführung des Open-Baffle Lautsprechers auf dem gerichtet abstrahlenden Dipol-Bass, die ich bisher gehört habe. Dem kooperativen Raum sei Dank. Helfen tut grundsätzlich die Verdrehbarkeit des Open-Baffles, so dass der Bass separat ausgerichtet werden kann. Das sieht man auch im Bild oben recht schön. Die Bühne mutete tatsächlich holografisch an und kam in der Tiefe nicht auf den Hörer zu, sondern staffelte sich hinter der Lautsprecherebene. Mit den Single-Microphone Recordings der Sound Liaison war das wunderbar nachzuvollziehen. Sagenhaft die Aufnahme mit einem Saxophon und einem Bass, die recht eng beieinander standen, aber dennoch nicht aufeinander klebten. Klasse.
Zurück im MOC

In der Motorworld feierte die YG Acoustics GEMINI Premiere und wurde dort auch vorgeführt, im MOC stand nochmal ein stummes Exemplar fürs Foto bereit. Hier zeigt sich geometrisch erneut deutlich, dass mich der Edellautsprecher aus Aluminium mich nicht nur um 30 cm überragte, sondern dabei auch noch die schlankere Taille besaß 😀
Die Akustik im Raum lag Jan Jürgens, meinem anderen Leinfeldener „Nachbarn“ mit seinem Vertrieb HiFi-ve sehr am Herzen, der sich beim Setup viel Mühe gab. Das zahlte sich aus, wie ich fand. Nicht nur, dass ich den Eindruck hatte, dass die XV Studio 3 (ca. 370.000 Euro / Paar = 4 Tower) schon für sich hervorragend spielten, sie harmonierten auch sehr gut mit dem Raum.

Boulder, die andere Vertriebsmarke von Jan Jürgens HiFi-ve fand sich in einer der Hallen. Die Amerikaner können ja auch opulent, mir ist aber der kompakte 812er Vorverstärker DAC (um 12.000 Euro) aus der 800er Serie ans Herz gewachsen. Was mir zudem gefällt: die magnetische Abdeckung der Kopfhörerbuchsen zeigt einen Höhenzug, der aus dem Bürofenster der Firmenzentrale in Louisville / Colorado zu sehen ist.


Das große Verstärker-Besteck aus Boulder County gab es dann auf der Messe diametral gegenüber im Atrium 4.2 gemeinsam mit den Schweizer Stenheim Lautsprechern zu bestaunen. Zum einen mit der mächtigen Reference ULTIME Two (Gewicht ca. 230kg / Stück, ca. 200.000 Euro / Paar) und im Kontrast mit den ALUMINE Two (15.000 Euro / Paar) nebst brandneuem isobarischem Subwoofer ALUMINE Sub (um 27.000 SFr / Stück). Stenheim ist im Vertrieb von Audio Trade ATR.

GENELEC ist bekannt für professionelle Anwendungen im Allgemeinen und Studiolautsprecher im Speziellen. Mit der G-Serie (im Foto links) richteten sie sich aber auch gezielt an den Einsatz zu Hause. Einen Focus richtete GENELEC auf den Drei-Wege Coaxial, der nun ab der Stückzahl eines Paares in 120 RAL-Farben erhältlich ist. Aufgrund der gefälligen Form und den Gestaltungsmöglichkeiten sowie beispielsweise der Wandbefestigung sicher auch für Innenarchitekten interessant.
Gefreut haben das Autoren-Urgestein Bernhard Rietschel und ich uns, dass wir noch eine kleine „Pressevorführung“ der 8381A Master Edition mit entsprechenden Erläuterungen bekamen – ein Danke an die anderen Besucher für das Verständnis 🙂 Wie alle anderen GENELECs ist auch dieser Lautsprecher aktiv, allerdings mit je zwei externen Verstärkern. Diese bespielen fünf Wege. Einen klassischen zwei Wege Coax, der von vier Mitteltönern umgeben ist. Der Abstand der Mittelton Chassis zueinander ist geringer als die Wellenlänge der abgestrahlten Frequenzen, so dass das Array als drittes Element zum Coax wirkt und das Konstrukt also wie ein drei Wege Coax, wahrgenommen wird. Die beiden anderen Wege fallen auf den vorderen und die seitlichen Tieftöner. Der Sound des vor Ort eingemessenen highend Lautsprechers (um 70.000 Euro / Paar) war sensationell und auf angenehme Art auf den Einsatz im heimischen Hörzimmer abgestimmt. Im positiven Sinne gefälliger, ohne dabei den Anspruchs GENELEC zu vernachlässigen, die aber häufig auf die professionelle Anwendung optimiert und fokussiert sind. Ich hatte – mein Vergleich – recht lange einen 8260A SAM im Einsatz.


Am Stand von Manger Audio gab es eine große Konstante: die Partnerschaft mit SPL Audio. Auf unserem Gruppenfoto 2.v.r: Daniela Manger, rechts außen: Bastian Neu. Jetzt muss ich etwas gestehen: Die freundliche Truppe des Hörraumes bat mich zwar um das Gruppenfoto, ich verpeilte aber im Messetrubel nach den Namen zu fragen, die ich nicht kenne. Ich bitte um Verzeihung. Sobald ich sie weiß, liefere ich sie umgehend nach. 🙂 [Edit 25.06.2025] Und hier die drei weiteren Gruppenmitglieder: Martin Schuldt, gehört zu Manger, links außen Alexandra Krug und Ralf Wölfel von ars machinae. Danke, Daniela. [Edit Ende] In der Aufzählung noch die Spielpartner: Manger P2 Lautsprecher (15.600 Euro), SPL Stereo-Endstufe Performer 900 (4.500 Euro), Vorverstärker Director mk2 (3.800 Euro), sowie die neue externe Frequenzweiche Crossover mk2 (3.400 Euro) und der neue Phono-Vorverstärker Phonos duo (3.000 Euro), Laufwerk Ars Marchinae BM1 mit Tonarm und Füßen (28.000 Euro) sowie der Tonabnehmer Clearaudio Titanium V2 (8.700 Euro). Die Verkabelung kam wie gewohnt von WSS Kabel – Jochen Bareiss, ich habe Dich vermisst – und das Rack steuerte Beaudioful (um 10.000 Euro) bei.

Interessant beim Blick auf das Rack waren die zwei Kästchen unter den Performer s900. Hier hatte Bastian Neu einen Umschalter gebaut, der einen Vergleich zwischen interner Manger Frequenzweiche und der Crossover mk2 zuließ, ohne Kabel am Lautsprecher umstecken zu müssen. Der Zugewinn an Substanz und Räumlichkeit war schon bemerkenswert. Der Unterschied war für mich aber nicht nur im Bereich „besser/schlechter“, sondern auch ein Stück weit ganz einfach „anders“ einzuordnen.
Oben im Bild noch die „kleine“ Anlage mit Digital bestehend aus der aktiven Manger c1 (ca. 21.000 Euro incl. Stand), SPL Diamond DAC (2.700 Euro), Vorverstärker SPL Elector (2.700 Euro) angerichtet auf einem Beaudioful Regal (um 2.500 Euro). Verkabelt mit…. genau: WSS Kabeln.

Im Hörzimmer von AUDIUM spielten die hauseigenen Breitband-Lautsprecher aus der Comp X Serie mit eingebautem Downfire-Subwoofer in neuer, überarbeiteter Form. Wir HiFi-IFAs hatten bereits die Vorgänger Comp 5.2 active, Comp 5.2 Air wireless und Comp 3.2 Air wireless im Test. Die Neuen sind gut zu erkennen an der nun rechteckigen Schallfront. Erhältlich weiterhin passiv, teilaktiv, aktiv oder streamingfähig (Air wireless). Die Elektronik stellte die französische Marke Atoll bei, die ebenfalls ein paar Neuheiten im Gepäck hatte. Stellvertretend sei hier der CD400 evo und der DR400 evo genannt (Bild unten), die es also als Top-Loader CD-Spieler und CD-Laufwerk gibt. 
Neu im Programm auch der sorgfältig aufgebaute Vollverstärker IN400 Evo, in den der Interessent dank Plexiglasdeckel einen Einblick bekam. In ihn können auf Wunsch optional ein Digital- und/oder Phono-Modul eingesetzt werden.

Ebenfalls im Vertrieb von AUDIUM sind die beiden polnischen Firmen FEZZ Audio (Röhrenelektronik) und der Lautsprecherspezialist PYLON Audio, die sich gemeinsam auf dem Nachbarstand präsentierten. PYLON Audio hatte beispielsweise die die überabeitete Diamond Reihe im Gepäck, von der wir die Diamond 28 mk2 getestet haben.

Blickfang in der Hörkabine waren die schön geschwungenen Konzept-Lautsprecher, die ein wenig an Bootsbau erinnerten, bespielt von einer neu konzipierten FEZZ Audio Vorstufen / Mono Endstufen Kombination mit markanten Glassegmenten als Schutz vor Berührungen.

Spannend ein neuer Kopfhörerverstärker mit über einen Schiebe-Glasdeckel leicht zugänglichen Röhren…

… sowie der neue Röhrenverstärker FEZZ Olympia EVO dual mono (um 5.500 Euro) mit sagenhaften acht JJ KT-88 in der Ausgangsstufe und Eingangsmodulen nach Kundenwunsch.

Bei Audio Analogue freute ich mich, meinen Kontakt Stefano Blanda, mit dem ich meistens schreibe, wiederzutreffen und persönlich zu sprechen. Audio Analogue gelang es wieder, in ihrer Hörkabine ein musikalisch fein und locker aufspielendes Setup aufzubauen. Herzstück waren die AirTech Lautsprecher und der MAESTRO 2.0 Vollverstärker. Auf dem Rack erspähte ich auch den AAdac DAC, den wir mit dem AAdrive im Test hatten, und den Phono-Vorverstärker AAphono.

Außen auf dem Stand waren die Pretiosen der italienischen Manufaktur mit ihrem eigenständigen Design zu bestaunen. In der Bildmitte im Hintergrund der Firmenchef Giuseppe Blanda.

Nun machen wir einen kleinen Abstecher in die Vertriebswelt von HVH – HiFi-Vertrieb Dietmar Hölper, der dafür bekannt ist, Marken im Vertrieb zu haben, die sich eine Vielzahl der Messebesucher und HiFi-Freunde auch tatsächlich (noch) leisten kann: Indiana Line, Unitra, Atohm und Melodika. Wie schon letztes Jahr lieferte Indiana Line einen Beitrag zu den wohltuenden Klängen abseits des hochpreisigen Highends. Im Hörzimmer spielten die neuen Indiana Line UTAH 8 um 1.600 Euro das Paar, die ich mal in die Kategorie der floorstanding oversized bookshelves spekars (das nenne ich jetzt mal so) einordnen möchte. In dieser Kategorie testeten wir die doppelten so teuren PYLON JADE 20 Anniversary – und auch in den UTAH 8 steckte eine Menge gelassener Spielfreude. Die überschaubare Elektronik kam von Unitra.

UNITRA hatte einen, wie ich fand, schön gemachten, großen Stand in einer Halle. Auch hier traf ich den Charme der 80er Jahre und und fühlte mich damit zu meinem Erstaunen recht wohl. Vielleicht, weil die Ära Teil meiner Kindheitserinnerungen ist. Auch hier fand sich der red dot preisgekrönte Vollverstärker WSH-805 (um 5.000 Euro) und wurde vom CD-Spieler CSH-801 (um 2.200 Euro) sowie den Plattenspielern GSH-801 (um 5.000 Euro) und GSH-630 (um 3.000 Euro) flankiert.


Oben im Bild der Stand des Kabelherstellers Melodika. Atohm (Bild unten) stellte unter anderem die neue Sirocco Serie vor. Als ich im Hörraum war, spielte die kleine Sirocco 1.24 um 1.700 Euro / Paar und zeigte, dass HiFi auch in diesem Format und in dieser Preisregion bereits richtig Spaß machen kann.


Der Edel-Lautsprecherhersteller Storgaard & Vestskov besticht mit aufwändig eigenproduzierten Gehäusen. Im Bild zu sehen sind FRIDA und GRO. Der große FENJA glänzte am eigenen Stand mit Abwesenheit, weil er auf einem weiteren Stand seinen Dienst in der Vorführung verrichtete. Im Hörzimmer spielten mit GRO die mittleren Lautsprecher, die eine beeindruckende Vorstellung abgaben. GRO spielte richtig groß und impulsiv auf. Das hat die Hörkabine richtig gerockt.

Ein sagenhaftes Finish, das die Lautsprecher zweifelsfrei ins Luxussegment einordnet, bietet Estelon. Wobei die Form nicht dem Eyecatching, sondern tatsächlich der Optimierung des Klanges dient, betonte der Firmengründer und Entwickler Alfred Vassilkov. Die High End Munich 2025 fällt mit dem 15-jährigen Firmenjubiläums zusammen.
Der estnische Lautsprecherhersteller zeigte drei neue Mitglieder seiner A-Serie (Bild unten): den kompakten Aurelia (14.900 Euro oder 17.900 Euro mit Ständer), den Aurelia Centre (7.500 Euro) sowie den Subwoofer Aurus (13.500 Euro). Klanglich ein überzeugendes Debut. Oben ganz rechts im Bild übrigens die elegante Aura (19.900 Euro).

Fast schon obligatorisch der Besuch am Stand von Supra Cables, die wir HiFi-IFAs seit Beginn unseres Blogs kennen und schätzen. Gerd Kopistecki (links im Bild), der dem deutschen Vertrieb GeKo bei der Namensfindung seine Initialien spendierte, sollte sich eigentlich im Ruhestand befinden, da er den Staffelstab an Stefan Eisenhardt (Bild Mitte) weitergab. Zu Messezeiten kann er es trotzdem nicht lassen – und begibt sich damit immer wieder in den Unruhestand. Vielleicht erkennt man es auf dem Foto zwischen den Köpfen, das Motto von Supra Cables lautet „No Nonsense“. Und ich sagte noch, Stefan, nimm den Kopf nicht zu weit nach links, sonst verkehrst Du euer Motto arg ins Gegenteil 😉 Botschaft verstanden. Der Slogan ist vollständig im Bild.
Als Beweis meiner Anwesenheit noch das (auch fast obligatorische „so jung kommen wir nicht mehr zusammen“) Selfie mit Gerd und Stefan, das eigentlich am Sonntag kurz vor Messeschluss entstand – und ich schon ein wenig von der herbei ersehnten Stille, untermalt vom sonoren Gebrabbel des Flat-Six im Rücken auf der Rückfahrt nach Stuttgart träumte 😉

Die Reportage der HiFi-IFAs von der High End 2025 endet hier noch nicht. Schaut die Tage nochmal vorbei, wenn es im finalen Bericht mit mehr Highlights aus den Hallen und Hörzimmern sowie der World of Headphones weiter geht. Stay tuned.
Fotos: F. Visarius
Reportage: HiFi-Messe High End 2025 in München Teil 1 – Zahlen, Daten, Fakten & ein erster Eindruck

