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Aktivlautsprecher

Test: Aktiv Wireless Standlautsprecher Econik ELEVEN mit Stereo-Soundhub – Die Spaßmacher

Alfredo MasciaBy Alfredo Mascia7. Dezember 2025

Econik Speakers gehört zu jenen jungen, deutschen Manufakturen, die sich mit bemerkenswerter Konsequenz dem Thema „aktive High-End-Lautsprecher“ verschrieben haben. Gegründet und erdacht von Ingenieuren mit klarer technischer Vision (Berthold Daubner und Jens Hörmann), verfolgt das Unternehmen seit seinen Anfängen ein Ziel, das so einfach klingt, wie es in der Umsetzung anspruchsvoll ist: den klassischen Lautsprecher neu zu denken – frei von konventionellen Beschränkungen durch externe Elektronik, Kabelsalat oder Schnittstellenproblemen.

Von Beginn an setzte Econik Speakers auf vollständige Systemintegration. Das Herzstück dieser Philosophie ist der sogenannte „Sound Hub“, eine zentrale Steuereinheit, die als Schaltzentrale zwischen Quelle und Lautsprechern fungiert. Über ihn lassen sich sämtliche Signalwege kabellos und hochauflösend übertragen – ganz gleich ob von Streamingdiensten, digitalen Zuspielern oder analogen Quellen. Das Resultat ist ein System, das den Purismus des klassischen Zweikanalgedankens mit der Flexibilität moderner Netzwerktechnologie vereint. Die imposante Econik Eleven steht an der Spitze dieses Konzeptes. Als größte Vertreter der Serie verkörpert sie den Anspruch der Marke in ihrer vollständigsten Form: elegante Aktivlautsprecher, die jedes Chassis über eine eigene, exakt abgestimmte Endstufe ansteuern.

Die Signalverarbeitung erfolgt „digital“, kontrolliert von leistungsfähiger DSP-Technologie, die Frequenzgang, Phasenlage und Raumverhalten präzise aufeinander abstimmt. Das Ergebnis soll laut Econik Speakers in Richtung „natürlich, souverän und unmittelbar“ gehen. Das klingt mehr als spannend – mal sehen, ob sich so ein analoger Romantiker wie ich davon überzeugen lassen kann. Mir tut es schon fast ein bisschen weh, wenn ich die Econik Eleven eben nicht per XLR verkabele (was natürlich möglich wäre). Aber gut, man darf sich den neuen Technologien nicht verschließen – möglicherweise verpasst man sonst etwas – und wenn es im schlimmsten Falle nur neue Erkenntnisse sind.

Genau das wollte ich probieren – die große Econik sollte bei mir so spielen, wie sie gedacht ist: über den „Sound Hub“ und eben kabellos angesteuert, um in den Genuss der vielen Features zu kommen, die sie bietet.


Aktiv Wireless Standlautsprecher Econik ELEVEN mit Stereo-Soundhub – Technik  & Haptik

Wer sich die Econik Eleven anschaut, erkennt schnell: Hier wurde nichts dem Zufall überlassen, aber auch nichts überfrachtet. Das ist kein Lautsprecher, der seine Technik zur Schau stellt – eher einer, der sie diskret unter dem Maßanzug trägt.

Das technische Konzept ist ebenso logisch wie ambitioniert. Die Eleven arbeitet als vollaktiver 3,5-Wege-Lautsprecher, dessen Architektur auf den ersten Blick fast klassisch (und ein wenig „IKEA-esk“) wirkt, auf den zweiten Blick jedoch ein kleines Lehrstück in elektroakustischer Eleganz ist. Die Front präsentiert eine D`Appolito-Anordnung, bei der sich zwei 125-Millimeter-Mitteltöner aus der renommierten SEAS-Prestige-Serie (mit Membranen aus Schilf und Papier) um den Hochtöner gruppieren – wahlweise eine fein gewebte 25-mm-Textilkalotte aus der SEAS-Excel-Reihe oder in „meinem“ Fall ein edler Air Motion Transformer von Mundorf, dessen gefaltete Membran so leicht und schnell reagiert, dass man sie beim Hören fast blinzeln sehen kann…

Darunter sitzen zwei 165-Millimeter-Tieftöner, ebenfalls von SEAS, die den oberen Bass und unteren Mitteltonbereich abdecken. Ihre Membranen aus beschichtetem Zellstoff vereinen Steifigkeit und Dämpfung gleichermaßen. Auf der Rückseite finden sich zwei weitere 165-Millimeter-Langhubchassis, die als Subbass-Einheit arbeiten. Sie agieren kontrolliert gegenphasig zu den vorderen Tieftönern, was nicht nur stehende Wellen im Raum entschärft, sondern auch den Tiefgang erweitert – bis auf 19 (!!) Hz. Jedes dieser Chassis wird von einer eigenen Endstufe versorgt. Vier Class-D-Verstärker pro Lautsprecher, jeweils mit 150 Watt Leistung, sorgen dafür, dass kein Treiber mehr tut, als er soll, aber alles kann, was er will. Die Frequenzaufteilung erfolgt digital über eine DSP-Weiche, die mit IIR- und FIR-Filtern arbeitet. Die Übernahmefrequenzen liegen bei 80 Hz, 350 Hz und 3.500 Hz.

Die zusammengerechnet 600 Watt pro Kanal sollten im Übrigen nicht als Machtdemonstration, sondern als Reservespielraum gesehen werden. Gesteuert wird das System über den Econik Sound Hub als digitale Schaltzentrale – in meinem Fall die Stereoausführung (es gibt gleichfalls einen Surround Hub). Er empfängt Signale kabellos via WiSA in 24 Bit / 96 kHz, wahlweise aber auch kabelgebunden über einen Cincheingang sowie über diverse digitale Eingänge. Für die Anpassung an den Hörraum steht eine integrierte DSP-Raumkorrektur bereit. Sie misst per Mikrofon (dankenswerterweise lag „meinen“ Eleven eines bei) oder per iPhone (ab Modell 6s aufwärts) das akustische Umfeld und gleicht es dezent aus, ohne ihr Klangbild neu zu erfinden. Das System erlaubt zudem manuelle Eingriffe über die entsprechende Econik-App, falls man seinem Perfektionismus freien Lauf lassen möchte.

Wer den Aufwand des Messen scheut, für den gibt es auf der Webseite (www.econik-speakers.com) Klang-Presets (jeweils für die Versionen mit Kalottenhochtöner oder mit AMT). Unbedingt probierenswert, zumal sich da eine Spielwiese ungeahnten Ausmaßes auftut – es gibt „Standard“ (dieses Preset ist immer bei Erstauslieferung installiert), „Brillant“, „Sanft“, „Wandnah“, „Studio“ sowie „High-SPL“. Diese klanglichen Voreinstellungen kann man auf einen USB-Stick downloaden und dann seine Econik-Speaker damit füttern. Ich finde dieses „Gimmick“ mehr als erstklassig. Man stelle sich vor: für jede Gelegenheit und für jeden Geschmack ein neuer Lautsprecher – ohne den Lautsprecher zu tauschen.

Das Gehäuse der Eleven ist typisch Econik: frei von Dekor, klar proportioniert, mit präzise gefügten Flächen und bündig eingelassenen Chassis. Vorder- und Rückseite verschmelzen gestalterisch zu einer Einheit – nichts drängt sich auf, nichts will auffallen – außer vielleicht ein kleines, aber feines optisches Detail: Der Hochtöner wird von einem „Designring“ umrahmt, den es in verschiedenen Holzdesigns gibt. Kleine Ursache, große (optische) Wirkung. Mein Favorit: Lautsprecher in schwarz plus Holzring im Design „Stockholm“. Wer möchte, kann sich auch entsprechende Abdeckungen dazubestellen (unbedingte Empfehlung, falls dann und wann neugierige, Lautsprechermembran-jagende Kleinkinder in Ihrer Wohnung umherschleichen…).

Aktiv Wireless Standlautsprecher Econik ELEVEN: Technische Daten

  • Lautsprecher: 3,5-Wege Aktivlautsprecher
  • Verstärker je Lautsprecher: 4 x 150 Watt Class-D
  • Hochtöner: 1 x 25 mm SEAS Excel Kalottenhochtöner oder wahlweise
  • Hochtöner: 1 x 80 mm Mundorf AMT mit optimierter In-house-Membran
  • Mitteltöner: 2 x 125 mm SEAS Prestige Mitteltöner, kantenbeschichtete Schilf-/Papierzellstoffmembran
  • Tief- und Mitteltöner: 4 x 165 mm SEAS Prestige Tiefmittel- & Tieftöner, kantenbeschichtete Schilf-/Papierzellstoffmembran
  • Frequenzgang (+/- 1,5dB): 19 – 30.000 Hz (Klang-Preset: Standard)
  • Trennfrequenzen: 80 Hz / 350 Hz / 3.500 Hz (Klang-Preset: Standard)
  • DSP: Quad Core Prozessor
  • DAC: Dual CS4398
  • Wireless: WiSA 24 bit / 96kHz lossless
  • Anschluss: Balanced / unbalanced XLR
  • Abdeckung: magnetisch
  • Stromversorgung: 230 Volt
  • Maße: 200 (300 incl. Füße) x 1.100 (1.140 incl. Füße) x 300 mm (B x H x T)
  • Gewicht:29,0 kg / Stück
  • Farben: Schwarz seidenmatt, Weiß seidenmatt
  • Garantie Lautsprecher: 5 Jahre (10 Jahre bei Registrierung)
  • Verstärkermodul: 2 Jahre (5 Jahre bei Registrierung)

Econik Sound Hub – Technische Daten

  • Produkttyp: Stereo Wireless (WiSA) Hub
  • Eingänge digital: 3* optisch, 1* koaxial, 1* USB-B, 1* HDMI ARC, Bluetooth 5.2 aptX
  • Eingänge analog: 1* Cinch, 1* 3,5 mm Miniklinke
  • Streaming: Chromecast, Airplay, Spotify Connect, DLNA UPnP
  • DSP-Funktionen: Automatisches Einmesssystem, Lossless Advanced EQ
  • Fernbedienung: Bi-Direktional per Funk & Anzeige
  • Maße: 17,0 x 10,0 x 4,0 cm (B x H x T)
  • Gewicht: 1,6 kg / Stück

Aktiv Wireless Standlautsprecher Econik ELEVEN mit Stereo-Soundhub – Der Klang

Im Laufe des Testzeitraumes habe ich verschiedene Signalweg-Konfigurationen ausprobiert, und alle nahmen sich klanglich nichts – beste Voraussetzungen, denn nur die Quelle bestimmt dann noch etwaige klangliche Unterschiede. Egal, ob ganz kabellos (WiSA) zum Sound Hub oder auch per digitalem Eingang, das System funktioniert klanglich hervorragend. Dennoch bin ich am Ende immer – aus eher nostalgischen Gründen (Sie wissen schon, analoge Romantik und sowas…) – zurückgekehrt zur Nutzung des Cincheingangs am Sound Hub, der vom Pre-Out meines Vollverstärkers bedient wurde.

Ich wollte dieses Mal mit etwas klassischem beginnen und versenkte die Nadel in der Einlaufrille der LP von Luciano Pavarotti – „Nessun dorma!“…die ersten Geigen entfalten sich, als wollten sie dem Zuhörer höflich erklären, was Größe bedeutet. Die Econik Eleven nehmen diesen Moment wie ein Dirigent den Atem des Orchesters. Bereit darauf wartend, dass es gleich losgeht. Die Violinen steigen an, leicht schimmernd, mit einer Textur, die beinahe stofflich wirkt. Kein Effekt, nur der Raum, der sich entfaltet wie ein Fächer aus Klang. Der Mittelton öffnet sich weit, und was folgt, ist eher Präsenz statt Klangbild – Pavarotti tritt auf. Man spürt, dass hier jemand singt, der das Wort „Volumen“ persönlich erfunden haben könnte. Die Econik Eleven behandeln ihn mit der gebotenen Mischung aus Respekt und Nonchalance. Sie geben ihm Körper, Größe, Gravität – und die dazugehörige Dramatik.

Die Stimme erhebt sich, warm, imposant und doch von einer erstaunlichen Transparenz. Aus diesen Lautsprechern schwingt Lucianos Stimme frei – ohne Last, ganz so, als hätte jemand die Schwerkraft kurz aus Höflichkeit abgestellt. Der Bass legt sich darunter wie ein Teppich aus fein gewobener Wolle – massiv, aber gleichsam kultiviert. Die Pauken – mächtig, tief, markerschütternd – ploppen wie eine unsichtbare Wolke vor den Lautsprechern auf und verschwinden genauso schnell wieder. Wie ein Gentleman, der hustet: diskret, aber unmissverständlich.

Und mitten in all dem Glanz scheint es so, als fangen die Econik Eleven an zu lächeln. Nicht das laute Lächeln eines Showmasters, sondern das stille, selbstbewusste Lächeln eines Lautsprechers, der weiß, dass er gerade Geschichte vermittelt. Im Hochtonbereich gleitet die Brillanz der Streicher wie feiner Staub durchs Licht. Man hört das Schimmern von Musik. Wenn Pavarotti sein letztes „Vincero`!“ formt, scheint es den Raum eher zu vollenden als ihn zu verlassen…

Die Econik Eleven ist ein Lautsprecher, der es hervorragend versteht, Raum und Dramatik aus „der Stille“ heraus entstehen zu lassen und tut das mit einer gewissen Unaufdringlichkeit, die wie gemacht fürs Langzeithören ist. Sie drängt sich der Musik nicht auf, sie lässt Musik „durch“. Das Klangbild wird eher von unten her aufgebaut, die Tracks haben daher immer genau das Fundament das es braucht, um Spaß zu haben. Es mag vielleicht irgendwo auf der Welt Lautsprecher geben, die ganz, ganz oben in den allerhöchsten Höhen noch etwas mehr Auflösung sowie in den Mittellagen einen Tick mehr Analyse bieten – mir ist das egal, weil so meist Natürlichkeit, Tragfähigkeit und Autorität leiden, was mir wichtiger ist.

Etwas leichtere Kost gefällig? „Are You Going With me” von Pat Metheny Group (“LP: Offramp”) beginnt fast unscheinbar. Ein Synthesizer flirrt, eine Gitarre antwortet, und schon ist man mittendrin in einer Welt, die nur aus Klang besteht. Die Gitarre schwebt, die Töne krümmen sich im Raum als folgten sie einer eigenen Gravitation – das kommt vor allem deswegen, weil die Econik Eleven auch „angerissenen“ Saiten das gewisse Fleisch am Knochen mitgibt, was andernorts manchmal fehlt. Der Bass ist wieder mächtig und tief, er greift geradezu in die Magengrube. Der Mittelton ist voll, fast körperlich. Jede Nuance, jeder Nachhall bleibt greifbar. Der Hochton – seidig, offen, durchscheinend – trägt das Ganze mit einer (AMT-typischen) Leichtigkeit, die an die Geduld eines alten Jazzclubs erinnert, in dem nichts ohrenbetäubend laut sein muss, um wahr zu sein.

Im Laufe der Wochen, in der die Econik Standlautsprecher bei mir waren, hatte ich oft mit der Ausrichtung der Lautsprecher experimentiert. Was ich gelernt habe ist, immer auf Netzkabel zurückgreifen zu können, die lang genug sind – ein aktiver Lautsprecher braucht eben Strom… wichtiger ist jedoch: Ich bin am Ende immer bei einer Einwinklung gelandet, bei der die Hochtöner recht weit an meinen Ohren „vorbeizielten“. Der Abstand zur hinteren Wand sollte mindestens einen halben Meter betragen – mehr ist besser und kommt der Räumlichkeit zugute.

Die aktiven Standlautsprecher Econik Eleven machen einfach Spaß. Gleichzeitig treten sie in den Hintergrund und geben dem eigentlichen Star den Raum, der gebraucht wird – der Musik – die nun von Joni Mitchell gespielt wurde. Schon die ersten Töne von „Amelia“ (LP: Hejira) öffnen einen Vorhang, den man sonst nicht bemerkt hätte. Die Econik Eleven treten dabei so unauffällig auf, dass man ein wenig vergisst, wer hier eigentlich in Wirklichkeit „die Musik macht“. Joni steht im Raum, nicht davor – leicht erhöht, greifbar. Ihre Stimme hat jenen Schimmer von Natürlichkeit, der keinen Glanz braucht, um zu glänzen.

Jaco Pastorius` Bass tastet sich in die Tiefe hinab und man hört dabei, dass der Lautsprecher keine Angst vor Dunkelheit kennt. Dieses Bassfundament ist Muskelspiel und gute Erziehung zugleich: markerschütternd, aber mit Manieren. Der Klang besitzt Gewicht, aber kein Übergewicht, jeder Ton landet exakt dort, wo er landen soll und verharrt, ohne zu lange zu verweilen. Im Hochtonbereich herrscht insgesamt Durchsichtigkeit, die an die Luft nach einem Gewitter erinnert – klar, erfrischend, ohne jede Schärfe. Becken, Stimmen, Saiten – alles atmet. Wenn Joni Mitchell singt scheint sie mehr zu erzählen, als in den Texten steht – was wohl daran liegt, dass die Econik Eleven sehr gute Zuhörer sind.

Wieder senkte sich die Nadel – ein leises Knistern, dann dieses charakteristische Klavier. Ein bisschen rotzig, aber meisterlich gespielt. Paolo Conte klingt, als würde er mit dem rechten Auge zwinkern, während das linke längst in einer alten Bar in Asti hängt. Und die Econik Eleven? Sie verstehen ihn. Sie verstehen auch das Augenzwinkern zwischen den Noten.

Bei „Via con me“ eröffnen sie den Raum mit einer eleganten Gelassenheit, die man sonst nur von Obern kennt, die schon dreißig Jahre lang Tabletts tragen und trotzdem noch lächeln. Die Stimme steht vorne, rauchig, verschmitzt und jeder „Boogie!“ klingt, als hätte er einen gut geschnittenen Anzug an. Die Econik Eleven servieren das alles mit einer schönen Wärme, die sehr gut zur Stimmung passt – aber man hört, dass sie sich das Lächeln dabei verkneifen. Der Bass läuft trocken, federnd, fast britisch kontrolliert, während die Bläser in feiner Textur die Luft aromatisieren. Kein Frequenzbereich drängt sich vor und keiner fällt zurück. Stattdessen tanzen sie höflich umeinander wie Gäste auf einer italienischen Hochzeit, die wissen, wann der Fotograf schaut.

Und irgendwann merkt man: Die Econik Eleven haben einen Charakter, der perfekt zu Conte passt – kultiviert, charmant, leicht melancholisch. Sie spielen Musik nicht, um in erster Linie Eindruck zu machen, sondern um jene leise Würde zu wahren die entsteht, wenn Technik und Temperament sich auf Augenhöhe begegnen. Oder um es kurz zu machen: Wer Paolo Conte über die Econik Eleven hört, bekommt keine HiFi-Vorführung, sondern einen Aperitivo fürs Ohr – serviert mit Oliven, Witz und einem leicht angekokelten Filter aus Echtheit…

Ein paar Worte zur (hervorragenden) Einmessfunktion – diese funktioniert wie erwartet und spürt im Raum Resonanzen sowie Überhöhungen auf. Das war natürlich auch bei mir so – die Econik Eleven senkte nach der Einmessung den Bereich um 70 Hz sowie um 1.200 Hz (schon interessant, wo der eigene Raum so seine Probleme hat) etwas ab und tönte hinterher im tonmeisterlichen Sinne genauer, neutraler und korrekter. Stimmen und Gesang kamen nochmals klarer und feiner ans Ohr. Ich kehrte jedoch nach einiger Zeit wieder zum Standard-Preset zurück, weil mir die Nonchalance, der Spaß, die Langzeit-Hörtauglichkeit sowie der „Tacken“ an Körperlichkeit im Klangbild in dieser Einstellung etwas besser gefallen haben. Geschmackssache.


Aktiv Wireless Standlautsprecher Econik ELEVEN mit Stereo-Soundhub – Fazit

Falls ich nicht schon längst die Katze aus dem Sack gelassen habe, dann eben jetzt: Die aktiven Econik Eleven sind tolle Lautsprecher. Nicht nur, dass sie angenehm, satt und fein sowie räumlich klingt (sogar sehr räumlich, je nach Aufnahme), sie begeistert auch mit einer magengrubenerschütternden Basswiedergabe, einhergehend mit einer sehr guten dynamischen Kapazität. Die Econik schüttelt großorchestrales locker aus dem Ärmel und lässt klein besetzte Bands oder Ensembles fast lebensecht im Wohnzimmer auftreten. Dazu ist sie zum langen Hören geeignet, man kann sich stundenlang mit der Econik Eleven vergnügen, ohne dass die Öhrchen pfeifen.

Beschäftigt man sich dann noch mit der Technologie – aktiver Lautsprecher und nicht zu vergessen der Stereo Hub – kommt man nicht umhin, der großen Econik ein universelles Lob auszusprechen, das nochmals größer wird, bezieht man die weiteren Möglichkeiten mit ein (Raumeinmessung und Klang-Presets!). Die Econik Eleven ist mehr als ein Lautsprecher – sie ist mehrere Lautsprecher in einem. Was sie aber vor allem ist, und das ist das Wichtigste: Sie ist ein Spaßmacher par excellence.


Im Test

Econik Eleven
Aktiver 3,5-Wege Standlautsprecher mit Raumkorrektur
Ausführung in Lack Seidenmatt Schwarz oder Weiß: 7.349,- Euro / Paar
Aufpreis Mundorf AMT-Hochtöner: 600,- Euro / Paar
Abdeckungen in Schwarz oder Seidengrau: 160,- Euro / Paar

Stereo Hub (WiSA)
Bei Kauf von Econik-Lautsprechern: 300 Euro, regulärer Preis: 700,- Euro
Zen Wireless Einmessmikrofon: 75,- Euro beim Kauf eines Stereo Hub, regulärer Preis: 125,- Euro


Kontakt

HifiPilot GmbH
Carl-Benz-Straße 5
75056 Sulzfeld

Tel.: +49 726 99196993
Mail: kontakt@hifipilot.de
Web: www.hifipilot.de


Mitspieler im Test

Quellen digital – Netzwerkspieler Olive Audio 4HD, CD-Spieler AMR CD-777, Streamer WIIM Pro
Quellen analog – Plattenspieler Dr. Feickert Audio Blackbird mit Tonabnehmer EMT HSD006, MM Tonabnehmer Sumiko Olympia
Phono MM- & MC Verstärker Cyrus Signature Phono (mit PSX-R), Übertrager von Phasemation
Verstärker – Vollverstärker Circle Labs A 200, Naim Supernait 3 + HICAP-DR
Lautsprecher – Standlautsprecher Phonar Veritas p9.2 NEXT, Paradigm Founder 80f, AudioSolutions Figaro S2
Zubehör – Kabel von Horn Audiophiles, A23, HMS, Isotek, Boaacoustic, Tellurium Q


Test: Aktive Wireless Kompaktlautsprecher Econik FOUR mit Stereo-Soundhub

 

IFAs-Hammer
Alfredo Mascia

Kein Studium der Elektrotechnik. Keine Lehre im Hifi-Laden, auch sonst kein Job in der einschlägigen Branche. Nur pure, echte Leidenschaft, die schon im Kindesalter dazu geführt hat, dass ich mir die Nase an den entsprechenden Schaufensterscheiben plattgedrückt habe. Dann ging es - ich hatte meinen ersten Job – richtig los und es folgte ein sehr langer, steiniger, harter und arg teurer Weg ins Klangnirvana mit der Erkenntnis, dass man dieses mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eh nie erreichen wird. Problem: Diese Erfahrung stachelt die Motivation nur noch weiter an. Da hilft nur „keep cool“ und immer weiterhören!

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