Test: Aktivlautsprecher mit D/A-Wandler Dutch&Dutch 8c – Ein leckeres Gedeck

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Dutch&Dutch 8c – markantes Gesicht (Foto: F. Visarius)

Auf den HiFi-Messen gibt es übliche Verdächtige. Manche dieser üblichen Verdächtigen haben eine Affinität zu Studio-Equipment oder folgerichtig zu HiFi, das dem Studio-Bereich entlehnt wurde. Ein Metier, dem die HiFi-IFAs ebenfalls zugetan sind und dort gerne reinschnuppern. Auf dem Stand der Hörzone, eben eines dieser üblichen Verdächtigen, sind die HiFi-IFAs auf der High-End und den Süddeutschen HiFi-Tagen nun wiederholt über die aktiven Dutch&Dutch 8c zum Preis von rund 10.000 Euro gestolpert.

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Foto: F. Visarius

Beim Blick durch die Tür angezogen von der auffällig gefälligen Schallfront des Schallwandlers und alsdann beim Betreten des Raumes im Sweetspot festgeheftet, reifte der Wunsch nach einem ausgiebigen Test der niederländischen Dutch&Dutch 8c im eigenen Hörzimmer. Der saubere und gefällige Sound, der seine Nähe zum Studiobetrieb trotzdem nicht verholen hat, versprach eine schmackhafte Degustation. So der erste Eindruck.

Unser Vorhaben unterstützte der engagierte Mönchengladbacher Händler und Vertrieb CM-Audio, der den Kontakt zu Dutch&Dutch in Rotterdam herstellte. Beide trennen rund 200 Kilometer, was man in heutigen Vertriebsdimensionen wohl fast noch als räumliche Nähe bezeichnen darf. Die Lieferung, die neben zwei Flight-Cases mit den kompakten Lautsprechern auch noch ein Päckchen mit einem Einmess-Equipment enthielt, erwartete mich im Hausflur witterungssicher foliert auf einer kleinen Palette.

Annäherung

Die beiden Dutch&Dutch 8c sind sicher und spielfrei im Flight-Case verpackt. Das Auspacken ist dadurch weniger pfriemelig als bei einem Karton. Aufgestellt sind sie schnell. Natürlich wollen 26 Kilogramm erstmal bewegt sein, aber das ist ja noch kein unmenschliches Gewicht. So hieve ich die Kompaktlautsprecher auf die Ständer meiner Genelecs und nutze das vorhandene Gummi-Formteil als gehäuseschonenden Fuß und Absorber.

Dutch&Dutch 8c analog verkabelt (Foto: F. Visarius)

Dutch&Dutch 8c analog verkabelt (Foto: F. Visarius)

Der analoge beziehungsweise digitale Anschluss erfolgt über die gleiche Buchse. Ein Taster am Anschlussfeld entscheidet über die Wahl der Signalart und leitet die notwendige Signalverarbeitung ein. Ist der Lautsprecher im Netzwerk angemeldet, kann diese Auswahl auch in der Software erfolgen. Der analoge Anschluss geht standardmäßig je Kanal vom Vorverstärker zum Lautsprecher. Der SUB-Ausgang schleift das Signal einfach durch. Soll die Fütterung der 8c digital erfolgen, so zieht man ein 75 Ohm AES/EBU Digitalkabel zum ersten Lautsprecher. Dabei ist es egal, ob dieser rechts oder links steht. Ein zweites Digitalkabel verbindet beide Lautsprecher vom „THRU“-Ausgang des ersten zum Eingang des zweiten Lautsprechers. Die Wahl des digitalen Eingangssignals weist dem jeweiligen Lautsprecher den linken oder rechten Kanal zu.

Damit die Verbindung funktioniert, muss noch der Terminator-Stecker auf den Ausgang des zweiten Lautsprechers als Abschluss gesteckt werden. Ohne den nach Arnold Schwarzenegger benannten Stecker bleiben die 8c digital stumm. Ich hatte es beim intuitiven Verkabeln übersehen und mich gewundert. Ein Blick ins Manual ist nicht verkehrt und spart auch bei vermeintlich intuitiven Vorgängen unnötiges Grübeln.

Dutch&Dutch 8c digital verkabelt

Dutch&Dutch 8c digital verkabelt (Foto: F. Visarius)

Ein erster Soundcheck war analog schnell möglich, da alle Kabel schon an Ort und Stelle lagen. Natürlich ohne jegliche Korrektur. So wie der Lautsprecher war, out of the box. Im nächsten Schritt habe ich die Lautsprecher mit dem Netzwerk verkabelt um auf die Konfiguration des 8c zugreifen zu können. DuD-GroupBeide Lautsprecher müssen getrennt mit einem eigenen LAN-Kabel mit dem heimischen Netzwerk verbunden werden. Sie müssen also an einen Switch (kann natürlich auch der des Routers sein) angeschlossen werden.

Mit der URL „lanspeaker.com“, die der Besitzer in den Internetbrowser eines seiner heimnetzwerkfähigen Geräte eingibt, erhält der Besitzer der 8c Zugriff auf die Lautsprecher inklusive einer Lautstärkeregelung. Die Lautsprecher werden einzeln erkannt und können zu Gruppen zusammengefasst werden. Das Einmessen erfolgt mit der Software Room Equalizer Wizard (REW), mit der am PC mit dem Einmess-Kit Testsignale aufgezeichnet und analysiert werden können. Mit REW können Korrekturen durch Filter ausprobiert und die Auswirkung in der Software simuliert werden. Die verwendeten Filter kann der Besitzer dann entweder manuell durch eintippen oder bei neueren Softwareständen von REW direkt über eine Schnittstelle in die 8c übertragen.

Dutch&Dutch 8c mit rückwärtigen Bässen und Anschlussfeld

Dutch&Dutch 8c mit rückwärtigen Bässen und Anschlussfeld (Foto: F. Visarius)

Technische Daten

  • Tieftöner:  zwei 8″ Langhub-Tieftöner
  • Mitteltöner: 8″ Mitteltöner
  • Hochtöner: 1″ Metallkalotten-Hochtöner
  • Gehäuse Tieftöner: Geschlossen
  • Gehäuse Mitteltöner: Passive kardioid Bauweise
  • Frequenzgang 30 Hz – 20 kHz ± 1 DB
  • Verstärkerleistung Tiefton: 500 W
  • Verstärkerleistung Mittelton: 250 W
  • Verstärkerleistung Hochton: 250 W
  • Abmessungen (H X B X T): 485 X 270 X 380 mm
  • Gewicht: 26 KG
Dutch&Dutch 8c - im Boden sitzt die Elektronik

Dutch&Dutch 8c – im Boden sitzt die Elektronik (Foto: F. Visarius)

Kardioid Technologie

Die Kardiod-Technologie soll im Lautsprecherbau eine horizontale Richtwirkung des Tieftons erzeugen.  Vertikale Effekte werden häufig durch eine Anordnung als Line-Array reduziert. Ohne weitere Maßnahmen wird der tieffrequente Schall einer einzelnen Membran nahezu kugelförmig abgestrahlt, wodurch auch hinter dem Lautsprecher ein große Menge Energie im Bass entsteht.

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Foto: F. Visarius

Bei der aktiven Kardioid-Technologie sorgt eine entsprechende Anordnung und kombinierte Ansteuerung mehrer Tieftöner für den Effekt der Richtwirkung. Bei der passiven Kardioid-Technologie, die in der Dutch&Dutch 8c verwendet wird, strahlen seitliche Öffnungen passiv tieffrequente Schallanteile ab, die mit den aktiv abgestrahlten Bassfrequenzen der Membranen interagieren und so die gewünschte Richtwirkung erzeugen. Durch diesen Effekt, der die Abstrahlung des Basses hauptsächlich auf den Hörplatz ausrichtet, wird die Anregung von Raummoden reduziert.

Die Kardioide oder Herzkurve (Quelle der Grafik unten: Wikimedia) beschreibt das Abstrahlverhalten. Die Kardioide ist eine ebene Kurve, genauer gesagt eine algebraische Kurve 4. Ordnung, die ihren Namen wegen ihrer Herz-Form erhielt. Sie entsteht, wenn ein Kreis auf einem gleich großen ruhenden Kreis abrollt. Kennzeichnet man zu Beginn der Bewegung den Berührpunkt beider Kreise auf dem sich drehenden Kreis und verfolgt die Bahn des Punktes beim Umlaufen, ensteht die Kardioide.

Erzeugung einer Kardioid-Kurve (Quelle: Wikimedia)

Erzeugung einer Kardioid-Kurve (Quelle: Wikimedia)

Sie ist an dem, dem Startpunkt gegenüberliegenden, Punkt am weitesten vom ruhenden Kreis entfernt, nämlich mit der Distanz des Kreisdurchmessers. Der typische „Knick“ des Herzens entsteht am Start/End-Punkt. Übertragen in die akustische Wirkung, beschreibt sie die erwünschte Schallverteilung. Grob gesagt nimmt die Schallintensität harmonisch nach hinten ab und ist nach vorn maximal.

Die Vorbereitungen

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Foto: F. Visarius

Ich gebe zu, ich hatte die Dutch&Dutch 8c einige Wochen in meinem Hörraum. Und die Zeit habe ich reichlich genutzt. Warum? Ich will ja nicht zuviel vorweg nehmen, aber ich muss sagen, die Lautsprecher haben ein gewisses Suchtpotenzial. Schön war der Umstand, das ich im Rahmen dieses Tests über die effektiv genutzte Phase des nüchternen Analysierens hinaus auch zum privaten Musikhören gekommen bin. Wenn der Hersteller, respektive der Vertrieb, gnädig ist, bleibt häufig doch genug Zeit, die Objekte der Begierde auch mal im Alltag zu hören. Nebenbei zum Entspannen oder auch, um andere Komponenten auszuprobieren.

So habe ich mich sehr über das Signal von Dutch&Dutch gefreut, die 8c in aller Ruhe ausprobieren zu können. So sind auch einige freudige Stunden des Musikhörens und des Rumprobierens ins Land gegangen, bevor ich dem Setup mit dem mitgelieferten Messequipment zu Leibe gerückt bin und den parametrischen Equalizer der 8c mit Hilfe der Software Room EQ Wizard nach bestem Wissen und Gewissen angepasst habe, um dem Optimum noch ein Stück näher zu kommen.

DuD-Setting-SpeakerEin bisschen reinfuchsen muss man sich da schon. Der Händler CM-Audio, der die 8c auch online vertreibt und sogenannte Testpakete anbietet, inkludiert einen sogenannten „Remote Service„. Darin sind ein Messpaket und ein fix und fertig konfiguriertes Netbook enthalten, das nur noch im heimischen Netzwerk angemeldet werden muss. CM-Audio kann sich so „remote“ aufschalten und aus dem Büro die Messung beim Kunden begleiten und am Netbook die Einstellungen vornehmen. Die Unterstützung eines erfahrenen Dutch&Dutch Händlers zu bekommen ist für ein perfektes Ergebnis sicher grundsätzlich hilfreich.

Zusammengefasst sind die klanglichen Auswirkungen der Einstellmöglichkeiten schnell. Der 8c ist ein Lautsprecher, der tief und satt spielen kann. Das merkt der Hörer nach dem Aufstellen bei den ersten Takten basslastiger Musik recht schnell.

DuD-SettingsDer erste Schritt ist also, die grundsätzlichen räumlichen  Aufstellparameter (Rückwandabstand, Seitenwandabstand) den Lautsprechern jeweils einzeln zuzuweisen. Dazu benötigt man ggf. ein Maßband – oder ein geschultes Auge. Damit geht der erste Ruck durch den Lautsprecher. Er beginnt, sich im Raum zurecht zu finden. Die Basslastigkeit war zwar zurückhaltender, aber immer noch da.

Der zweite Schritt ist die Einstellung von Treble, Bass und Sub, die auf den Frequenzgang einwirken. Das habe ich mit bekannter Musik nach Gehör erledigt und das Ergebnis war erstaunlich.

Der Klang hat mir von Anfang an Freude bereitet, und ich habe ernsthaft überlegt, ob ich tatsächlich noch einmessen soll. Es hat doch alles prima gegrooved und gerockt. Und auch die audiophilen Klassiker gingen runter wie Öl. Aber war der Bass nicht doch noch etwas unkonturiert? Geht es noch besser? Das war also eine Frage der Ehre. Die Einmessung musste doch noch her.

DuD-ParametricEQAn einem ruhigen Wochenende habe ich das Equipment angeschlossen, die Messungen durchgeführt und die Korrekturen vorgenommen. Das Ergebnis war erstaunlich. Nicht, weil es aus den Dutch&Dutch 8c andere Lautsprecher gemacht hätte, sondern weil es aus ihnen noch richtigere Lautsprecher gezaubert hat. Der Bass wurde konturierter, vielleicht ein bisschen schlanker. Aber merklich präziser. Die Höhen habe ich für einen Hauch Brillanz zudem leicht angehoben. Die kleinen, präzisen Eingriffe über die Filter des parametrischen Equalizers kommen dem gesamten Klangbild zu Gute, das nun äußerst offen und transparent rüberkommt.

 

 

Höreindrücke

Mein Schwager, der mittlerweile fast schon HiFi-affin geworden ist, ist beim Einmessen und Einstellen dabei. Ich erzähle das, weil er in meinem Hörraum schon einiges gehört hat, aber nicht bei jeder kleineren Änderung am Setup sofort das Gras wachsen hört. Auch er konnte die Wirkung des Einmessens gut nachvollziehen. So rufen wir, weil wir es zuvor schon ein paarmal gehört hatten, vom Musikserver als erstes „5 years time“ von „Noah and the whale“ ab. Der Titel kommt auf eine Art unspektakulär, fast albern daher, hat aber musikalisch einiges zu bieten.

Ich hatte es bestimmt schon mal erwähnt: Die gespitzten Lippen beim anfänglichen Pfeifen, die feine Triangel. Auch die Fingerkuppen mag man über die Saiten schrammeln sehen. Plastische Stimmen – Frau und Mann – in richtiger Größe und Position. Richtig fein. Zu Beginn ist es nur Spaß. Dann kommt der E-Bass und die Base-Drum ins Spiel. Und damit das, was die 8c nun wirklich ausmacht.

Der Bass steht wie angenagelt im Raum, spielt satt – nicht fett. Das konturierte Spiel lässt sich hervorragend ablesen. Der E-Bass spielt mit, aber er spielt niemanden an die Wand. So macht mir „5 years time“ Spaß. Bestimmt auch in fünf Jahren noch.

Dutch&Dutch 8c - im Hörraum (Foto: F. Visarius)

Dutch&Dutch 8c – im Hörraum (Foto: F. Visarius)

Als kleinen Einschub ganz zu Anfang noch eine Feststellung grundsätzlicher Natur. Ich habe die Dutch&Dutch 8c’s in beiden Zuspiel-Varianten ausgiebig gehört: Mit direkter digitaler Zuspielung über den eingebauten D/A-Wandler sowie mit analoger Zuspielung über den Wandler MERASON DAC-1.

Dieser hat den Klangcharakter der Lautsprecher logischerweise nicht komplett verändert. Der edle DAC-1 hat Ihnen aber nochmal einen merklichen musikalischen Kick mitgegeben, vermischt mit diesem Quenchen Analog-Sound, das man dem MERASON gerne nachsagt. Und das mir persönlich sehr gut gefällt.

Der eingebaute D/A-Wandler der Dutch&Dutch klingt etwas sachlicher. Wenn man es plakativ sagen will: digitaler. Insgesamt aber ein klasse Package. Ich will meine Klangbeschreibung deshalb auch gar nicht weiter differenzieren. Das Tolle ist ja: da beide Anschlussvarianten machbar sind, muss sich der Besitzer der Dutch&Dutch 8c a priori nicht sofort festlegen.

Zurück zur Musik. Mein Player zieht sich nun automatisch und der Tracklist blind gehorchend „Crime Scenes“ vom Musikprojekt „Punkt“. Sidsel Endresen entrückte, teils gurrende Stimme und die feinen Klangereignisse zu Beginn zwicken das Ohr. Ja, necken es förmlich. Bis dieser fette Bass einsetzt. Ja, fett. Und die Kunst ist es, das hier nichts aus dem Ruder läuft. Und das haben die Dutch&Dutch 8c souverän im Griff. Ich lehne mich entspannt zurück und tauche ein in den musikalischen Tatort.

Unerbittlich folgen die „Breeders“. „Last Splash“. Ich weiß, das ich schon ein paarmal darüber geschrieben habe, will die Tracklist aber nicht abbrechen. „Last Splash“ ist einer meiner Lieblings-Songs. So herrlich rotzig. Der Bass kommt unverschämt knackig rüber. Die verzerrten Gitarren und der verzerrte Gesang provozieren. So wie sie es sein soll, ohne das es weh tut. Das ist der schmale Grat. Und auf dem versteht die Dutch&Dutch 8c immer auf der richtigen Seite zu balancieren.

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Foto: F. Visarius

Bei Ellie Gouldings „Dead in the Water“ ist nun aber genug in Sachen Playlist. Obwohl… Nein, ich such mir doch etwas anderes. Ein ganz anderes Genre. Einen der tausendmal gehörten audiophilen Demo-Tracks. „The O-Zone Percussion Group“ mit ihren „Jazz Variants“. Wenn man Titel den eine Zeit lang nicht gehört hat, ist er wieder richtig fantastisch. Ist ja nicht grundlos ein Demo-Track. Bernd und ich haben ihn auch für unsere Kabeltests unlängst gefühlt einhundert mal angespielt.

Aber einmal geht noch. Und zwar deshalb, weil die niederländischen Lautsprecher alles herausholen, was in den Bits und Bytes schlummert. Das Zuhören bereitet Freude. Die hellen Xylophone habe den nötigen kristallklaren Biss, das Marimbaphon spielt mit hölzern warmem Ton, der sich gut nachvollziehen lässt. Von den Pauken kann ich mir ein plastisches Bild machen. Dabei nehmen sie den richtigen Raum ein. Keck spielt links immer wieder das Schlagzeug rein. Impulsiv, Holz auf straff gespanntes Fell. Das Durchhören bis zum fulminanten Finale fällt mir leicht.

Ein anderer Griff tief in die Musiktruhe bringt Wolfsheim hervor. „Calm down my heart… don’t beat so fast… Don’t be afraid just once in a lifetime“. Meine Hand wandert zum Lautstärkeregler. Da geht noch was. Der Song von Wolfsheim schiebt und pumpt wie verrückt, ohne bei höherem Pegel Struktur zu verlieren. Weiter mit dem nächsten Titel. „Heroin, she said was the best she had.“ Trauriges Thema, aber ein fantastischer Song für die schöne Analogie des „Suchtpotenzials“ eingangs.

Denn ja, der Dutch&Dutch 8c hat Suchtpotenzial. Ganz legal und von der feinsten Sorte. Er hat diese Form von Neutralität und Ehrlichkeit, die mit impulsiver Spielfreude gepaart bei allen Musikrichtungen gleichermaßen Freude bereitet. Auf der Festplatte wartet eine Menge bekanntes Land, das es neu zu entdecken gilt. So „Sick and tired“ kommt mir Anastacia bei den holländischen Zwillingen im Hörraum gar nicht vor. Eher nölig, knackig… Aber was red ich. Ich hör lieber weiter. Das Suchtpotenzial hatte ich ja eingangs schon diagnostiziert.

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Gehäusevarianten: Weisse und schwarze Front mit Eiche natur Korpus(Foto: Hersteller)

Fazit

Die vollaktiven Dutch&Dutch 8c Lautsprecher mit eingebautem D/A-Wandler sind ein stimmiges Gesamtpaket, das sich durch den parametrischen Equalizer auf den Raum optimieren lässt. Die Frage nach dem HiFi-Lautsprecher mit Studio-Genen oder grad umgekehrt stellt sich eigentlich nicht. Impulsivität, feine Dynamik und schöne Räumlichkeit sorgen für ein unbeschwertes Hörvergnügen bei jedem Musikgenre. Egal ob analog oder digital gefüttert, bekommt der HiFi-Fan von den Dutch&Dutch 8c zum fairen Preis von rund 10.000 Euro ein echt leckeres musikalisches Gedeck serviert. Hammer lecker!

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Im Test

Dutch&Dutch 8c Aktiv-Lautsprecher mit D/A-Wandler und parametrischem Equalizer
Preis: 9.950 Euro oder 10.350 Euro (je nach Gehäusevariante)


Kontakt

DUTCH & DUTCH B.V.
THAMES 9
3244 DG MAASSLUIS
THE NETHERLANDS
Telefon: +31 (0)10 737 0863
Internet: WWW.DUTCHDUTCH.COM 

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Dutch&Dutch 8c (Foto: F. Visarius)


Mitspieler im Test

Digitale Quellen – Streaming Bridge LUMIN U1 mini, Musikserver MELCO N100, D/A-Wandler MERASON DAC-1
Vorverstärker – SPL Phonitor x mit DAC 768xs
Aktiv-Lautsprecher – GENELEC 8260 SAM, Dutch&Dutch 8c
XLR-Signalkabel – WSS Premium Line KS-200, Sommer Cable Epilogue
Strom –  Netzkabel Supra LoRad 2.5, Netzleiste SUPRA Cables LoRad MD07 DC 16 EU SP MKIII,
NuPrime AC-4 Power Conditioner

About Author

Vom HiFi-Virus als Jugendlicher infiziert ist HiFi + HighEnd seither Teil meines Lebens. Forenerprobt, als freier Autor und bei den HiFi-IFAs ist mein Motto: Alles kann nichts muss. Die Freude am HiFi und der Musik zählt.

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