
Hereinspaziert, hereinspaziert, es ist Platz für alle da!!! Ein ganz schönes Gewusel morgens um 10:00 im Eingangsbereich der High End Vienna 2026. Gut, dass ich schon drin bin… So, also auf zum zweiten Messebericht sowie dem Fazit dieser HiFi-Messe.
Kopfhörer sind bei uns eher die Domäne von Falk, doch da er dieses Jahr verhindert war, warf ich statt seiner auf der HiFi-Messe in Wien einen Blick bei den Kopfhörern rein. Einen großen Teil der Halle X4 belegte die World Of Headphones mit ihrer Ausstellung, doch auch woanders gab es Kopfhörer zu sehen und zu hören.

Immer wieder gut finde ich die Start Up Aktion der High End Society, welche HiFi-Newcomern eine günstige Gelegenheit gibt, auf den Markt kommen zu können.

Und so startete ich dort bei den Kopfhörern von True Stereo Labs für rund 1.300 Euro. Diese wollen mit ihrer DDTS-Technologie ein 3D-Hören erzeugen, und das gelang den Newcomern verblüffend gut. Etwas eigenwillig sehen diese ja schon aus, da sie neben den Treibern in den Hörmuscheln noch externe besitzen, aber das Ergebnis zählt.


Direkt nebendran ein weiterer neuer Anbieter von Kopfhörern aus Kanada. HEAD(AMAME) Pro nennt sich dieser, und erzeugt den Schall per Glasmembranen. Überzeugend weiträumig und luftig das Gehörte für 450 Euro, und zudem sehr leicht auf dem Kopf.

Mit Austrian Audio stellte hier der Lokalmatador vor, ehemalige AKG Entwickler und Mitarbeiter stecken hinter diesem Hersteller von Kopfhörern aus Wien. Im Vordergrund der „The Arranger“ für 1.000 Euro sowie der Kopfhörerverstärker „Full Score One“ für 1.500 Euro.

Gut besucht auch der Stand von AUDEZE.

Ebenso der Stand von Final Audio, da mal einen Hörer zu kommen, war gar nicht so einfach.

Ein wenig erinnern mich die Kabel der AUNE AC45 / AC55 für 200 bzw. 220 Dollar schon an Makramee…

Hidizs brachte unter anderem den sehr kompakten Hi-Res-Musik-Player AP30 Music Boy sowie weitere Modelle im Preisbereich von rund 100 bis 200 Dollar mit. Weiterhin hat der Hersteller günstige Kopfhörer in seinem Programm.

Im Hintergrund die Musikplayer von Astell & Kern und WANDLA, dazu verschiedene Kopfhörer von SPIRIT und Ferrum. Langweilig wird das nicht.

Auch Audio Technica war nicht untätig. In einem Gewinnspiel konnte man den Kopfhörer ATH-WP900 im Wert von 700 Euro mal für 0 Euro bekommen.

Von links nach rechts hier der Chord Electronics Hugo TT2 (DAC / DAC Vorverstärker / Kopfhörerverstärker) für 5.250 Euro. In der Mitte dann der bei DREI H neu im Vertrieb der Matrix Audio TT-1 Digitaler Transport / Bridge für 2.250 Euro (Im Bundle mit Sbooster 2.550 Euro) sowie rechts dann der Chord Electronics Dave (DAC / DAC Vorverstärker / Kopfhörerverstärker) für knappe 14.000 Euro.

Eine klanglich fein ausgewogene Vorstellung war die Kombi aus den schlanken Standlautsprechern Fyne Audio F501 für 1.200 Euro sowie dem Streamingverstärker Cyrus Audio 40 ST (Test) für 3.600 Euro, dem Zusatz-Netzteil Cyrus 40 PSU sowie dem Cyrus CD-Player 40, die letzten beiden für jeweils 3.000 Euro. Verkabelt wurde hier mit Chord Cables.
In der Ausstellung die neuen kabellosen Aktivlautsprecher Fyne Audio Cubitt 5 für 650 Euro. Die Zuspielung der Musik wireless über Bluetooth, alternativ per optischem Eingang oder über den Phono-MM-Eingang.


Rund 70.000 Euro kosten die etwas futuristisch aussehenden High End Standlautsprecher Sphinx Audio Engineering. Verkabelt wurde die Elektronik wie der Innuos ZENith Next Gen und der D/A-Wandler Soulution 760 inklusive Vorstufe für 65.000 Euro sowie Siltech Verstärker mit HMS.

Leider sieht und hört man sie nicht so oft, die Kompaktlautsprecher ProAc Response DB1R für rund 4.000 Euro. Seit rund 10 Jahren gibt es diese, neu auf der High End Vienna 2026 vorgestellt mit Bändchenhochtöner. Von Aesthetix mit dabei der CD/DAC-Player Romulus sowie der Vollverstärker Mimas. Tonquelle war der Plattenspieler Sovereign Turntable, Kabel und Stromfilter von Audioquest sowie das HiFi-Rack Finite Elemente pagode. In Summe dann für 40.000 Euro das komplette System.


Puh, das nenne ich mal eine amtliche High End Anlage! Die Standlautsprecher Marco Serri Design Modena 0.5, bei denen das Gehäuse aus einem aufwendig herzustellenden Monocoque Guss gefertigt wird. Dazu ein Streamer-DAC PATHOS OPAL Reference sowie der Vollverstärker INPOL Legacy (um 60.000 Euro) plus das Laufwerk AMG Viella mit 12 Zoll Tonarm für 13.500 Euro.


Wenn es für mich klanglich eine sichere Bank im HiFi- und High End Bereich gibt, dann ist es Technical Audio Devices. Deren Anlagen setzen mich immer wieder in Verzückung, auch wenn sie nicht wirklich günstig sind… So wie hier in Wien die Standlautsprecher TAD GE1 für 58.000 Euro, der DAC/CD-Player D1000TX für 20.000 Euro, der Vorverstärker C1000 für 19.000 Euro sowie der Power Amp M2500TX für 38.000 Euro. Als Partner für die Musike wählten die Japaner den Musikserver/Streamer Innuos Nazaré.


So, mal wieder etwas Normales mit den kleine Bluetooth-Lautsprechern Jamo HYG Flow für 130 Euro und knapp 30 Stunden Laufzeit. Mit dem Handy koppeln und am Baggersee Musik genießen, auch das ist eine Möglichkeit.

Jamo kann auch größer bunt mit der Lautsprecherserie Concert Element. Die Preise gehen hier von ca. 1.150 Euro für die Kompaktlautsprecher bis zu ca. 2.500 Euro für die Standlautsprecher.

Wer sich mal selber berufen fühlt Verstärker oder Aktivlautsprecher zu bauen, für den gibt es da doch was von Hypex…


British HiFi, hier in Form von Lautsprechern der Marke Ophidian zu Preisen von rund 1.000 bis 3.000 Euro. Diese machten auf mich einen soliden und seriösen Eindruck, schade, dass es keinen deutschen Vertrieb gibt.

Mit dem Lenco LS-700BK für rund 700 Euro stand eine moderne Art von ELAC 121 HV vor mir. Bei dieser HiFi-Komplettanlage bringt der Plattenspieler doch glatt einen MM-Tonabnehmer Ortofon 2M Red mit, Respekt. Integriert ist dazu ein Vollverstärker mit Bluetooth-Eingang und zwei Kompaktlautsprecher sind in dem Paket auch noch enthalten. Eine preislich wirkliche Wohltat auf dieser HiFi-Messe, und eine tolle Sache, um der Jugend das Musikhören zu ermöglichen.


Mit dem Rammstein Turntable für runde 2.000 Euro startet Clearaudio die neue Artist Series, die Kooperationen mit Künstlern aus der Musikwelt in den Mittelpunkt stellt. Der auf 1.000 Exemplare limitierte Plattenspieler kombiniert die technische Basis des Concept-Modells mit einem exklusiv für Rammstein entwickelten Design.

Tobias Tritschler mit den neuesten LPs von in-akustik. Das Album „My World Is The Sun“ der kanadischen Sängerin und Songschreiberin Dominique Fils-Aiméist sowie „Analog Retrospective“ der Blues-Legende Hans Theessink, bei im DMM-Verfahren hergestellt.

Bei Audio Technica stand der neue High End MC-Tonabnehmer AT-MCD1 für stolze 11.000 Euro im Mittelpunkt. Mit dem verfeinerten Schliff der Shibata-Nadel mit einem Krümmungsradius von R2,7 × r0,08 mil soll diese Tondose besonders fein abtasten.


Von Revox gab es den blauen auf 50 Stück limitierten Plattenspieler T77 für 7.000 Euro zu sehen, diese sind von Mitgliedern der Band Deep Purple handsigniert. Wer Glück hatte, konnte sich hier am Stand von Revox auch eine LP oder CD der Band unterschreiben lassen.

Schon ein ordentlicher Brummer die Plattenwaschmaschine Klaudio 200U mit Ultraschall für rund 7.000 Dollar. Der Plattenwechsler geht dann nochmal extra…

Nagelneu auf der HiFi-Messe in Wien der High End Standlautsprecher Audiovector R 5 Arreté für 20.000 Euro das Paar. Angetrieben wurden diese von einem CH Prezision Vollverstärker, an ihm angeschlossen das Plattenlaufwerk Brinkmann Bardo für 9.500 Euro (ohne Tonarm und Tonabnehmer). Gut ab- und aufgelöst und mit ordentlich Schub in der Hütte.


Der britische HiFi-Hersteller ARCAM gönnte sich zu seinem 50-jährigem Bestehen die neue RADIA-Lautsprecherserie. Preislich liegen die Kompaktlautsprecher und Standlautsprecher in der Preisklasse von 2.000 bis rund 5.000 Euro.


Der neue HiFi-Vertrieb Nordyx Audio brachte eine feine Auswahl mit. Unter anderem die Elektrostaten Final Audio 15+ für 15.000 Euro am Streaming-DAC Bryston BR 20 zu Preisen ab 7.500 (je nach Ausstattung mit HDMI und / oder Phono MM) und dem Dual Mono Amplifier Bryston 3B³ für ebenfalls 7.500 Euro.


Die beiden hatten gut lachen: Kreyl Baumgartl und Thomas Henke vom IAD-Audiovertrieb. Obwohl oben auf Level 2, konnten die beiden sich über mangelnde Besucherzahlen nicht beklagen, so ihre Aussage.
Der Aussage der beiden zuvor genannten schließe ich mich an, die Räume auf der High End Vienna 2026 waren stets gut gefüllt, besonders am Samstag gab es kaum ein Durchkommen. Und die Zahlen der High End Society, die ich hier mal aufliste, sprechen für sich:
- 10.603 Fachbesucher:innen aus 93 Ländern
- 11.957 Besucher:innen aus 76 Ländern
- 549 Medienvertreter:innen aus 45 Ländern
- 23.109 Besucher:innen insgesamt aus 104 Ländern
- 500 Aussteller aus 41 Ländern mit rund 1.000 Marken
Alle 134 Räume der HiFi-Messe zu schaffen, das ist unmöglich, ich hoffe, meine Auswahl hat euch gefallen.
Mein Resümee: Der Umzug der High End vom MOC in München ins Austria Center Vienna wurde teilweise schon kritisch gesehen. Doch wie ich bereits zu Beginn meines ersten Berichts schrieb: Einfach mal schauen, und sich dann eine eigene Meinung zu dem Thema bilden. Die meinige ist: Es hat sich gelohnt!
Bis dann mal wieder, wenn es heißt: Auf zur High End Vienna 2027 vom 6. bis 9. Mai 2027 im Austria Center Vienna!

