Unison Research Simply Italy Test

Wir hatten das Vergnügen, noch etwas aus dem Programm des TAD Audiovertriebes unter die Lupe zu nehmen. Auch hier gilt unserer Dank an Hermann Noch. Übrigens ein super entspannter und toller Mensch, mit dem man neben HiFi viel lachen kann und Spass hat. Er besitzt ein hohes Wissen und ist schon lange im Bereich HiFi tätig. Ein tolles Gespür für Musik und Kombinationen.

So komme ich dann zum Simply Italy. Ein Single Ended Ultralinear Class A Röhren Verstärker mit 2x 15 Watt an Bord. Preislich liegt dieser italienische Röhrenverstärker bei 2.000 Euro, somit ein verträgliches Gerät für die Geldbörse. Von der Verarbeitung her sehr hochwertig. Bestückt ist er mit je 2 ECC 82 sowie EL34 Röhren. Dazu eine hochwertige Fernbedienung, die gut in der Hand liegt.

Zum Schutz sind die Röhren mit einem Gitter abgedeckt, welches wir zum Test aber weggelassen haben. Optisch aus meiner Sicht auch schöner.

Rückseitig alles an Bord, was man braucht. Ich denke, digital wurde hier bewusst aussen vor gelassen, USB etc.. Wir befinden uns bei diesem Verstärker auf reiner analoger Ebene. Fein, puristisch und hochwertig.

Blieb jetzt die Frage des Klanges. Alles angeschlossen, die Phase markiert konnte es zum Hörcheck losgehen. Gehört haben wir an der Tannoy Revolution XT 8 F und der Lua Con Espressione.

Zunächst zur Tannoy. Ein wunderbares plastisches holographisches Klangbild. Ich liebe so was. Mitten vor der Darbietung und den Raum sehen.

Instrumente sehr gut ortbar mit Anfasscharakter. Stimmen hatten ihre crispen Schmelz, um einen emotional zu betören. Der Bass schön trocken und nicht überdimensioniert. Kein Frequenzbereich, der sich in den Vordergrund gespielt hat. Auch im Timing keine Auffälligkeiten, dass man denkt, irgendwas hängt schleppend hinterher. Nichts davon. Das konnte man besonders bei dem Track Jocelyn B. Smith „When I need you“ live sehr gut hören.

Das Klavier spielte vom Diskant/ obere Klavierlagen bis zum Bass schön in sich stimmig zusammen. Von den Klangfarben sehr natürlich. Jocelyn stand mit ihrer kehligen Stimme schön im Raum. Auch die Randbereiche schön abgegrenzt, so dass man hier den hinzukommenden Sänger nicht anstrengend trennen muss. Beide Stimmen standen schön auseinanderdefiniert nebeneinander.

Auch die Rauminformation vermittelt einem hier das Gefühl von richtigem Live.

An der grossen Lua Con Espressione machte der Unison Research Simply Italy ebenfalls eine gute Figur. Insgesamt im Bereich der räumlichen Darstellung noch mal grösser und echter.
Sofern nicht höhere Pegel unterhalb des Oberbass gefordert wurden, da waren dann leichte Kontrollprobleme hörbar. Aber die Lua spielt ja noch mal in einer anderen Liga, auch preislich.

Was hier auffiel, dass der Kippschalter in der Mitte zwischen den die Auswahl zwischen so gut wie keiner und einer mild wirkenden Gegenkopplungsschleife erlaubt (1,8 respektive 6 Dezibel) sich deutlich auf den Klang auswirkt. War es bei der Tannoy Revolution XT 8 F mit kaum Gegenkopplung differenzierter und offener, war es ber der Lua mit mittlerer Gegenkopplung freier und durchstrukturierter. Ein tolle Sache mit diesem Schalter. Klug gemacht.

Man sollte auch bedenken, dass die 2×15 Watt der Unison Research Simply Italy irgendwann im Bereich der Kraft die Reserven fehlen. Das ist bei anderen Amps nicht anders. Das ist wie mit dem Hubraum eines Autos.

Das glimmende Röhrengerät von Unison Researsch ist ein klasse Amp gerade im Bereich Rauminformationen und Klangfarben. Ein Amp, der viel Freude beim Hören macht, die Fähigkeit besitzt einen musikalisch auf die Reise mitzunehmen, also highendig …und das für nur unglaubliche 2.000 Euro. Schon genial.

Ich fand den Simply Italy im Zusammenspiel mit der Tannoy Revolution XT8F klasse. Eine tolle Kombi und vom Preisleistungsverhältnis gesehen ein Überflieger, damit hat uns Hermann Noch eine Kombination an die Hand gegeben, die in sich stimmig ist und das in allen Bereichen. Ein Zeichen dafür, das man hier den Empfehlungen zu 100 % folgen kann. Was will man mehr.

Fehlt nur noch eine Quelle. Wer Vinyl sucht… Mein Tipp …ein Rega Planar 3. Da bleibt man preislich auf ähnlichem Niveau. Hier kann man sich unseren HiFi IFA Test des Rega Planar 3, geschrieben von Arkoudi, zu Gemüte führen.

Rega Planar 3 & TAD Excalibur Green Test

Zum Schluss noch die virtuelle Verbindung TAD Audiovertrieb mit der Seite des Unison Research Simply Italy

 

Über spectralML 65 Artikel
Lebenskünstler, Musiker, Tonstudio und Mastering. Tolle Menschen, die einen umgeben und gutes Essen sind unabdingbar. Musikliebhaber und High End Verrückter, mit dem Ziel des Live Hearing der authentischen Wiedergabe von Musik. Spezializiert auf High End Tuning.