In Videospielen gibt es immer einen Endgegner, den Oberfiesling ganz am Schluss, der unheimlich schwer zu besiegen und zigfach größer als man selbst ist, der bei der kleinsten Unachtsamkeit zum sofortigen Abnippeln führt. Man kann den Endgegner aber auch positiv belegen – im Sinne von Endgame-Gerät, das wunschlos glücklich macht und jeden weiteren Haben-wollen-Impuls bei anderen HiFi-Schönheiten im Keim erstickt. Von den Abmessungen (485 x 150 x 452 mm) und vom Gewicht (23,5 Kilo) her zählt der CD-Player/DAC/CD-Transport Michi Q5 (5.999 Euro) von Rotel auf jeden Fall schon mal zur Endgegner-Fraktion, zumal er in einem massiven Flight Case kommt und konventionelle HiFi-Pappschachteln wie Kinderspielzeug aussehen lässt. Doch entpuppt sich die 6.000-Euro-Wuchtbrumme auch klanglich als Endgegner?
Rotel Michi Q5: Technik
Hätte ich nicht gewusst, dass mir Audiotra-Vertriebsprofi Klaus Sander hier einen CD-Player als Testexemplar nach Hause bringt, hätte ich beim Anblick des massiven Flight Cases im Kofferraum seines Wagens auf eine fette Endstufe oder einen gewichtigen XXL-Vollverstärker getippt. Dennoch war ich leicht eingeschüchtert, als wir zu zweit den bulligen Metallkoffer mit extrastarken Haltegriffen durch das enge Treppenhaus in den ersten Stock in meinen Hörraum schleppen: Da drin soll sich wirklich ein CD-Player und keine Bowlingkugel-Sammlung befinden? Tatsächlich: Es kommt der Michi Q5 zum Vorschein – er passt gerade so auf die oberste Ebene des Racks, so groß ist er. Neben ihm sieht der nicht gerade unscheinbare McIntosh-Vollverstärker MA8950 AC fast ein bisschen schmächtig aus – ein Satz, von dem ich nie gedacht hätte, ihn zu schreiben. Muhammad Ali gegen George Foreman – Gong: Ring frei! –, 23,5 gegen 34 Kilo. Es könnte auch der CD-Player von Darth Vader sein, der Oberschurke und der Japaner ergänzen sich rein optisch perfekt. Wobei der Michi Q5 zum Glück keine Röchel- und Schnorchelgeräusche von sich gibt, sondern lediglich ein leises Laufwerksgeräusch, wenn man das Ohr bei rotierender CD nah an ihn hält. Statt auf ein Lichtschwert setzt der Michi Q5 ein messerscharfes, farbiges, dimmbares 5-Zoll-Display, das Cover, Interpret, Album- und Songtitel und Spielzeit anzeigt. Auf ein Touchdisplay verzichteten die Entwickler, was in diesem Fall auch nicht sein muss und zudem Fingerabdrücke auf dem Glas verhindert.
Denn die Vorderseite besteht aus Glas und weist bis auf den unten in der Mitte platzierten An/Aus-Schalter, der den Player in den Stand-by-Modus schaltet oder aus diesem erwachen lässt, keinerlei Bedienelemente auf. Unten rechts sieht man im Glas zwar ein paar Symbole für Source, Play, Stop und Skip vorwärts oder rückwärts, doch die Steuerungstasten dafür befinden sich direkt angrenzend an der Unterseite. Besonders in dunklen, wenig beleuchteten Räumen sind diese schwer zu sehen beziehungsweise zu erfühlen. Eine Platzierung der Tasten auf der Oberseite wäre intuitiver und praktischer gewesen, hätte aber vermutlich die cleane Optik gestört. Denn auch oben setzt sich der Purismus fort: Bis auf den schwer zu übersehenden Deckel mit MICHI-Schriftzug gibt es hier nichts zu sehen. Denkt man im ersten Moment. Denn schon das Anheben des massiven Deckels entpuppt sich als Aha-Moment, denn das gute Stück wiegt über ein Kilogramm! Ich überlege kurz, meine Doc Martens mit Stahlkappen anzuziehen, um meine Zehen zu schützen, falls mir das gute Stück auskommen sollte, beschließe dann aber, lieber vorsichtig und aufmerksam zu schleichen.
Die nächste Erleuchtung folgt sogleich: Nach dem Anheben des schwarzen Diskus leuchtet der vertiefte Disc-Loader aus Carbon und CNC-gefrästem Aluminium an seinem gesamten Rand hell auf – wow! Rotel hat sich beim Michi Q5 wirklich Mühe gegeben, das CD-Einlegen zum Spektakel und Hochgenuss zu machen. Der Deckel passt millimetergenau und fixiert die eingelegte CD bombenfest. Um Vibrationen zu minimieren, ist der Mechanismus schwimmend gelagert, während der Motor physisch von empfindlichen elektronischen Schaltkreisen getrennt wurde. Das Einlesen der Silberscheibe geschieht schnell, und dann zeigt der Q5 den Interpreten, den Albumtitel, Spielzeit und seit dem letzten Firmware-Update (V1.04) auch das Plattencover an. Voraussetzung für die Anzeige der Cover ist, dass der Player auf seiner Rückseite per Ethernet-Kabel mit dem Internet Kontakt aufnimmt – das funktioniert nur kabelgebunden, wäre aber auch drahtlos schön gewesen. Ohne Kontakt zum World Wide Web zeigt der Michi Q5 lediglich „Unknown Artist“, die Anzahl der Tracks sowie die Gesamtspielzeit der CD sowie beim Abspielen dann „Track 1“, „Track 2“ an und so weiter. Bei manchen CDs, etwa von Ozzy Osbourne oder anderen bekannten Künstlern, findet er auch ohne Internet-Verbindung gerne mal Interpret, Albumtitel und manchmal sogar Songnamen, CD-Text nach dem Redbook-Standard kann der CD-Player also.
Neben der erwähnten Netzwerk-Buchse gibt es hinten weitere Eingänge. Denn der „Roon Tested“-Japaner, der übrigens „Made in China“ ist, wie ein Aufkleber auf der Rückseite verrät, kann nicht nur als CD-Player fungieren, sondern auch als DAC für externe Quellen. Dafür stehen vergoldete koaxiale und optische Eingänge (bis 24 Bit/192 kHz) sowie eine USB-B-Schnittstelle (bis 32 Bit/384 kHz, inklusive DSD & MQA) zur Verfügung, über die sich ein Notebook oder Musikserver anschließen lässt. Kritische Geister könnten das Fehlen eines AES/EBU-Eingangs bemängeln, aber das wäre Motzen auf hohem Niveau. Dafür freuen wir uns über einen harten Netzschalter auf der Rückseite, der den Stand-by-Betrieb auf Wunsch deaktiviert.
Wer möchte, kann den Michi Q5 auch als CD-Transport verwenden und die Wandlung der CD einem anderen DAC überlassen. Dafür stellt er je einen koaxialen sowie optischen Ausgang bereit. Das wird aber nur selten eine Option sein, da im Herzen des Q5 der ES9028PRO-8-Kanal-DAC von ESS seinen Dienst verrichtet. „Durch die Verwendung des ESS ES9028PRO lassen sich je vier Kanäle für links und rechts bündeln“, heißt es dazu von Daren Orth, technischer Leiter bei Rotel. „Das reduziert Verzerrungen und erhöht die Präzision. In Kombination mit optimierten Filtern, getrennten Versorgungen und isolierten Signalwegen entsteht eine räumlich differenzierte Wiedergabe mit hohem Detailgrad.“ Das lassen wir mal so stehen und überprüfen es später. Umschaltbare Digitalfilter bietet der Japaner übrigens nicht, dafür aber eine hochwertige, schmale, schwere Fernbedienung aus Metall, die super in der Hand liegt. Sie bietet über die „Menu“-Taste Zugriff auf weitere Einstellungen, die man durch Drücken am Gerät selbst nicht beeinflussen kann, etwa die Displayhelligkeit oder die zeitlich einstellbare Abschaltfunktion bei Nichtbenutzung. Neben der Wahl der digitalen Eingänge bietet sie noch Basisfunktionen wie Mute, Stopp, Play, Pause, Skip vorwärts und rückwärts.
Das aktuelle, online herunterladbare Firmware-Update (V1.04) hat mittlerweile auch das Problem behoben, dass der koaxiale und optische Eingang nur bis 16 Bit/44,1 kHz wandeln konnten. Dies habe ich überprüft, indem ich meinen Musikserver NAD M50.2 per Koaxialkabel angeschlossen habe und dem Michi Q5 High-Resolution-Kost zugeführt habe – klappt, er verarbeitet über diese Schnittstellen jetzt auch Futter mit 24 Bit. SACDs wird der Michi Q5 allerdings nie abspielen können, weil „ein SACD-Laufwerk auf dem geforderten Qualitätsniveau nicht verfügbar war“, so Daren Orth. „SACD-Mechanismen basieren oft auf DVD-Technik, was die Auswahl an passenden Motoren, Lasern und Decodern einschränkt. Daher fiel die Entscheidung, ein eigenes CD-Laufwerk zu entwickeln – maßgeschneidert, präzise und frei von Kompromissen.“ Die Entwickler spendierten dem Q5 zudem zwei intern gefertigte Ringkerntransformatoren, die die digitale und analoge Spannungsversorgung separieren, was Rauschen und gegenseitige Störungen reduzieren soll.
Der deutsche Rotel-Vertrieb Audio-Trade empfiehlt, die vollsymmetrischen XLR-Ausgänge zu verwenden, „da der Q5 nicht nur über einen hochwertigen D/A-Wandler, sondern auch über eine exzellente analoge Ausgangsstufe verfügt“. Nach einem Pegelabgleich, den der McIntosh-Vollverstärker MA8950 AC mit seinen zahlreichen Einstelloptionen ermöglicht, konnte ich in Sekundenbruchteilen zwischen den beiden Ansteuerungsmöglichkeiten am Verstärker umschalten, um den Klang zu überprüfen. Als Lautsprecher kommen die der Preisklasse angemessenen Edellautsprecher Sonus Faber Olympica Nova 3 zum Einsatz. Ergebnis: In der Praxis konnte ich keine beziehungsweise nur äußerst geringe klangliche Unterschiede zwischen den XLR- und RCA-Ausgängen beobachten. Womit wir auch schon beim Hörtest sind.
Rotel Michi Q5: Technische Daten
- Gerätegattung: CD-Player, CD-Transport und DAC
- Besonderheit: Top-Loading-Mechanismus
- Display: dimmbares 5-Zoll-High-Resolution-TFT-Farbdisplay
- DAC: ESS Sabre ES9028PRO-8-Kanal-DAC (32 Bit/768 kHz)
- Frequenzgang: 20 Hz–20 kHz, +0 dB, -0,1 dB
- Digital Input
- 1 x Coaxial (bis 24 Bit/192 kHz)
- 1 x Toslink (bis 24 Bit/192 kHz)
- 1 x USB-B (bis 32 Bit/384 kHz, inklusive DSD & MQA)
- 1 x Network (für Metadaten und Cover)
- Digital Output
- 1 x Coaxial
- 1 x Toslink
- Analog Output
- 1 x Symmetrisch XLR
- 1 x Unsymmetrisch RCA
- Sonstige Schnittstellen
- 1 x USB-Power-Port (für Software-Updates)
- 1 x RS232
- 1 x EXT REM IN Jack
- 1 x 12V Trigger
- Leistungsaufnahme: 25 Watt
- Maße: 485 x 150 x 452 mm (B x H x T)
- Gewicht: 23,5 kg
- Farben: Schwarz
- Lieferumfang: Fernbedienung, Netzkabel, USB-Kabel, Netzwerkkabel, Cinchkabel
- Garantie: 2 Jahre
Rotel Michi Q5: Klang
Nächster Vergleich: Michi Q5 gegen mein schon etwas älteren McIntosh CD-Player MCD301 AC. Preislich ungefähr auf Augenhöhe, aber zwischen beiden liegen rund 15 Jahre. Hier kristallisieren sich beim Vergleichen schnell Unterschiede heraus: Der Michi Q5 bietet mehr Auflösung, Offenheit und Punch, während der McIntosh MCD301 AC etwas runder und minimal dunkler spielt. Zwischen beiden liegen keine Welten, aber doch hörbare Feinheiten, die zum Teil auch in die Kategorie Geschmackssache fallen. Beim fast schon rockigen, unbarmherzig nach vorne preschenden, aber trotzdem rein elektronischen Stück „Nemesis“ der Future-Popper VNV Album (CD: „Judgement“, 2007) packt der Michi Q5 kraftvoller zu und arbeitet die synthetischen Drums dynamischer und deutlicher heraus. Auch die Stimme von Ronan Harris, der sich in dem Song über die Ungerechtigkeit dieser Welt auskotzt, löst sich besser aus dem Geschehen, sodass sich der Michi Q5 als insgesamt besserer CD-Player erweist und mehr Pep und Drive in eher zurückhaltend abgestimmte Stereoanlagen bringen kann. Wenn der McIntosh-CD-Player über seinen Digitalausgang als reiner Transport zum Einsatz kommt und der Michi Q5 die Wandlung übernimmt, wirkt das Gehörte leicht gebremster. Das zeigt, wie gut und schwungvoll das Michi-Laufwerk ist.
Grobdynamische Impulse gibt der Japaner umgehend und sehr lebhaft wieder, wie zum Beispiel „The Pretender“ (CD: „Echoes, Silence, Patience & Grace“, 2007) von den Foo Fighters zeigt. Der hymnische Rocksong beginnt flüsterleise, um sich dann mit dem einsetzenden Schlagzeug und Gesang zu steigern und zum Refrain hin förmlich zu explodieren. Das habe ich schon deutlich zahmer gehört, der Japaner zählt in dieser Hinsicht also eher zu den energiereichen Vertretern seiner Zunft und erweist sich hier als echter Endgegner. Das gilt auch für die Feindynamik, die ebenfalls eher anspringend als abwartend ist. Die winzigen Lautstärkeschwankungen in Lana Del Reys einzigartiger Stimme in der Klavierballade „Cinnamon Girl“ (CD: „Norman Fucking Rockwell!“, 2019) zeichnet der Q5 sehr präzise nach, hier verwäscht und verschwimmt nichts. Das gilt auch für die feinen Klavieranschläge zu Beginn und im Mittelteil des Stücks.
In puncto Auflösung spielt unser Testkandidat ebenfalls in der Champions League, wenn es darum geht, feinste Details und Mikroinformationen innerhalb eines dichten, lauten oder komplexen Klangbildes klar ohne Über- oder Unterbetonug herauszuarbeiten. Peter Gabriels Klassiker „Red Rain“ (CD: „So“, 1986) weist viele Layer und Hallräume auf, was eine klare Detaildarstellung erschwert und nur sehr guten Komponenten einwandfrei gelingt. Auftritt Q5: Leise Percussion-Elemente bleiben bei ihm stets hörbar, auch wenn das Schlagzeugvolumen steigt. Auch akustische Hallräume (etwa Synthie-Echos) klingen präsent und differenziert – er zeigt präzise, wie weit Hallfahnen im Mix reichen und welche Instrumente gerade im Vordergrund stehen.
Jetzt könnte man meinen, es mit einem ausgesprochen analytischen CD-Player und DAC zu tun haben. Ja, stimmt – aber nur teilweise: Der Player geht schon leicht eher in die analytische Richtung, aber er wirkt nicht überanalytisch, kalt oder steril. Er zeigt offen und klar, was in einer Aufnahme steckt, verliert dabei aber nie die Seele von Musik aus den Augen, wie das bei extremen Erbsenzählern der Fall sein kann. Für ausgesprochene Genusshörer, die es eher rund und warm lieben, ist er also eher nichts – es sei denn, sie wollen etwas mehr Schwung und Attacke ins Geschehen bringen. Mit dem Bass werden sich sowohl Fans hoher Analyse als auch Genusshörer wohlfühlen, schließlich vereint dieser starken Tiefgang mit viel Durchzeichnung. Sprich: Er kommt im Basskeller sehr tief runter, driftet aber nicht ins Schwabbelig-Undefinierte ab, wie „The Wheel“ von Sohn (Album: „Tremors“, 2014) verdeutlicht. Das elektronisch-düstere Stück weist stark betonte Tiefbass-Elemente auf, die bei nicht besonders genau spielenden Quellen schnell aus dem Ruder laufen können. Der Michi Q5 kredenzt alle tiefen Töne hingegen präzise umrissen und pegelseitig auch nicht künstlich betont – vom Oberbass bis hin zum Subbass. Applaus!
Bei den Mitten gibt es er sich spektakulär unspektakulär – also im besten Sinne neutral. Stimmen klingen sehr transparent, natürlich und sauber, auf Zuckerguss verzichtet unser japanischer Michel allerdings. Er ist kein Schönfärber, aber auch kein Eisblock. Bei Adeles „Hello“ (Album: „25“, 2015) stellt er ihre Ausnahmestimme körperhaft und klar, aber nicht zu scharf in den oberen Mitten dar. Das Piano und die Streicher überlagern ihre Stimme nicht, und in leisen Passagen kommt eine schöne Intimität auf. Bei den Höhen weicht der Michi Q5 hingegen ein bisschen von der neutralen Linie ab: Sie wirken sie bei hohen Lautstärken etwas zu offensiv, was vor allem bei Rock und Metal die Ohren anstrengt. Dieser kleine Kritikpunkt gilt aber wirklich nur bei hohen Pegeln und den genannten Musikstilen, ansonsten gibt es beim Q5 klanglich nichts, aber auch gar nichts auszusetzen. Das gilt auch für seine räumlichen Darstellungskünste: Die Bühne gerät außerordentlich breit und reicht links und rechts deutlich über die Lautsprecher hinaus, was beispielsweise „Television Love“ vom neuen Of-Mosters-And-Men-Album „All Is Love And Pain In The Mouse Parade“ demonstriert. Das hat – wow! – Endgegner-Niveau, zumal auch die Instrumente absolut klar umrissen, felsenfest und dreidimensional zum Reingreifen im Raum stehen. Ein Klangpanorama vom Feinsten, das aber nicht zerfällt, sondern immer innere Spannung und Zusammenhalt aufweist.
Ach ja: Gibt es klangliche Unterschiede zwischen dem CD- und DAC-Betrieb? Mit der Fernbedienung des McIntosh-Vollverstärkers gelingt es, im Handumdrehen zwischen CD-Player- und Wandler-Betrieb umzuschalten. Als Zuspieler fungiert der Musikserver Innuos Zenith MK3, der per USB-Strippe mit dem Michi Q5 verbunden ist. Dabei zeigt sich, dass die Unterschiede nur sehr gering sind – manchmal wirkt es über den Innuos minimal weicher und dunkler, was aber nicht am DAC des Michi Q5 liegen dürfte, sondern mehr an der klanglichen Abstimmung des Musikerservers.
Rotel Michi Q5 – Fazit
Endgegner? Endgegner! Die 6.000 Euro sind gut investiertes Geld – der Rotel Michi Q5 ist mehr als nur ein CD-Player und DAC, sondern ein Statement aus Aluminium, Glas und Ingenieurskunst. Bereits äußerlich vermittelt er panzerschrankartigen Luxus, doch sein wahres Potenzial entfaltet sich erst im Hörraum. Der Q5 besticht mit einer faszinierenden Mischung aus Präzision, Dynamik und Musikalität. Er spielt schnell, druckvoll und sehr detailreich, ohne in sterile Analytik zu verfallen. Die Mitten überzeugen durch Transparenz und Natürlichkeit, Stimmen stehen klar umrissen und körperhaft im Raum. Auch die Bassperformance beeindruckt: tiefreichend, kontrolliert und durchgezeichnet. Nur in den oberen Lagen neigt der Japaner bei hohen Pegeln minimal zur Schärfe – ein klitzekleiner Schönheitsfehler in einem ansonsten überragend ausbalancierten Gesamtbild. Die Bühne gerät weit, stabil und greifbar, das Timing sitzt perfekt. Kurz: Ein High-End-Werkzeug, mit dem man seine CD-Sammlung neu entdecken kann, weil sich auch das Einlegen von Silberscheiben mit der sensationellen Top-Loading-Konstruktion als sinnlicher Genuss erweist. Klick, CD läuft, diesen Player gebe ich nicht mehr her!
Vertrieb
ATR Audio Trade
HiFi Vertriebsgesellschaft mbH
Walluferstr. 2
65343 Eltville am Rhein
Tel.: +49 (0) 208/882660
Mail: info@audiotra.de
Web: www.audiotra.de
Mitspieler im Test
Vollverstärker: McIntosh MA8950 AC
CD-Player: McIntosh MCD301 AC
Streamer/Musikserver: Innuos Zenith MK3
Lautsprecher: Sonus Faber Olympica Nova 3
Kabel: Audioquest Diamond (USB), Goldkabel Executive (Cinch), Inakustik Referenz 2404 MK2 (Lautsprecher)








