Gold Note DS-10 Streamer-Vorverstärker & Gold Note PA-10 Endverstärker im Test

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Im Test der Netzwerkplayer-Streamer-Vorverstärker Gold Note DS-10. Das untere Test-Gerät der digitale Endverstärker Gold Note PA-10

Nicht jeder Freund guter Klänge ist auch zugleich der Freund des klassischen HiFi-Altars, und die beste aller Frauen meistens noch weniger. Diesbezüglich kann ich mich richtig glücklich schätzen, darf ich mich doch in den heimischen Gefilden nach Herzenslust austoben. Doch auch die Fans kleiner HiFi-Geräte möchten gerne gut Musik hören. Daher haben wir uns die italienische Kombi aus dem Streamer-DAC-Vorverstärker Gold Note DS-10 und dem Endverstärker Gold Note PA-10 im Midi-Format zum Test bestellt.

Die Technik des Gold Note DS-10

Gold Note DS-10 Technik

Schlicht und elegant schaut er aus, der Streamer-Vorverstärker Gold Note DS-10, wie er so vor mir steht. Das stabile Gehäuse aus Aluminium wird vom gut ablesbaren farbigen Display dominiert. Ihm zur Seite befindet sich oben links nicht etwa der Ein- und Ausschalter, sondern das Logo von Gold Note. Darunter dann eine blaue LED, welche den ON/OFF-Betrieb anzeigt. Dieser folgt dann der Infrarotempfänger für die Fernbedienung und etwas tiefer eine 6,3 mm Klinke für den Betrieb von Kopfhörern.

Rechterhand auf der Frontplatte des Streamer-Vorverstärkers dann ein Universal Dreh- und Drückknopf. Mit ihm lassen sich die Quellen wählen sowie die die Preset-Einstellungen. Die Einstellungen für WLAN erledigt man dagegen mit der App. Zudem ist der Universalknopf auch als analoger Lautstärkeregler zu verwenden, wenn man den DS-10 als Vorverstärker verwendet und diese Funktion aktiviert.

Anschlüsse des Netzwerkplayer und Vorverstärker Gold Note DS-10

Rückseitig auf dem Gold Note DS-10 gibt es dann eine ordentliche Phalanx an Anschlüssen, lediglich einen analogen Eingang zum Beispiel für den Anschluss des Phonoverstärker Gold Note PH-10 habe ich vermisst. Hier die Eingänge des DS-10 sowie deren technischen Daten:

  • 7 Digitaleingänge, PCM bis 24 bit 192 kHz.
    Davon: 2x optisch Toslink, 1x coaxial, 1x AES/EBU, 1x Bluetooth, 1x USB-A für Speichersticks und HDD (DSD 64 native und über DoP), 1x USB-B für Mac/PC (DAC USB), 1x Netzwerkanschluß LAN und WiFi (DSD 64 native und über DoP)
  • D/A-Wandler mit Chipsatz AKM 4493
  • vorbereitet für DSD : DSD 64 native und über DoP
  • Verbindung zu LAN / WLAN, WiFi oder Bluetooth 5.0
  • Streaming mit: AIRPLAY, TIDAL und MQA über TIDAL, QOBUZ, ROON Ready, Spotify und Spotify Connect, DEEZER, V-Tuner
  • Smartphone App mcontrol für IOS und Android. Gold Note App für DS-10 in Vorbereitung
  • Hochpegelausgänge 1* Cinch und 1* XLR
  • Kopfhörerausgang  6,3 mm Klinke mit zwei Ausgangsverstärkern von 1W und 5W. Automatische wie auch schaltbare Impedanzerkennung
  • Analoger Lautstärkeregler
  • Größe 22*8*26 cm
  • Gewicht 4 kg
  • Oberflächen: gebürstetes Aluminium silber, schwarz oder gold

Kompakter Stereo Endverstärker Goldnote PA-10 in den Farben Schwarz, Gold oder Silber

Gold Note PA-10 Technik

Der italienische Endverstärker Gold Note PA-10 besitzt das gleiche schlicht-elegante Gehäuse wie der DS-10. Alles andere wäre ja auch unsinnig. So erhält der Käufer eine stimmige Optik, und Gold Note hat es etwas einfacher in der Fertigung der Gehäuse. Diese besitzen ein Chassis aus Stahl mit äußerst stabilem Gehäuse aus Aluminium, welches gut gegen Einstreuungen abschirmt.

Ein interessantes Detail des PA-10 ist der einstellbare Dämpfungsfaktor für die Anpassung an die verschiedensten Lautsprecher. Gold Note verspricht sich dadurch eine gute Anpassung der Endstufe an kleine und wirkungsgradstarke Kompaktlautsprecher wie auch an von der Impedanz her anspruchsvollere Standlautsprecher.

Praktisch ist auch die Gold Note-Link Technik. Mit dieser kann der Endverstärker PA-10 von anderen Gold Note Geräten wie zum Beispiel dem DS-10 ein- und ausgeschaltet werden. Auch lassen sich so zwei der PA-10 Endstufen komfortabel schalten. Warum ich das erwähne? Wer seine Lautsprecher per Bi-Amping betreiben möchte, dürfte sich darüber freuen. Die Gold Note PA-10 können zudem gebrückt im BTL-Modus als Mono-Endstufen betrieben werden, wenn die Lautsprecher besonders leistungshungrig sein sollten. Auch in diesem Fall ist das gleichzeitige Einschalten der Verstärker äußerst praktisch.

Gold Note DS-10 Endverstärker. Auf dem Bild links die WBT-Anschlüsse und rechts der Schalter für den Dämpfungsfaktor des Endverstärker

  • Trafo des Stereo Endverstärker Goldnote PA-10Slave-Funktion mit Streamer-Vorverstärker Gold Note DS-10
  • Leistung: 2*75 Watt an 8 Ohm bzw. 600 Watt an 4 Ohm gebrückt (BTL)
  • Frequenzgang: 10 Hz – 30 kHz +/-1dB
  • Verzerrungen: unter 0,05%
  • Grundrauschen: -80 dBV
  • einstellbarer Dämpfungsfaktor
  • Eingänge: Cinch sowie XLR symmetrisch
  • Eingangsempfindlichkeit: 1,4 Volt bei Cinch sowie 1,4 Volt am XLR-Eingang
  • Eingangsimpedanz: 13 kΩ Cinch und XLR
  • Lautsprecheranschlüsse: vergoldete Polklemmen
  • Abmessungen 22*8*26 cm
  • Gewicht 4 kg
  • Oberflächen: Gehäuse gebürstetes Aluminium, schwarz, silber oder gold eloxiert

Im Test der Netzwerkplayer und Vollverstärker Gold Note DS-10. HiFi im Midi-Format für kleine Wohnung

Gold Note DS-10 Bedienung

Fernbedienung des Streamer-Vorverstärker Gold Note DS-10Ruckzuck sind die für den Test notwendigen Kabel angeschlossen. Ein ca. drei Sekunden langer Druck auf den Universalknopf und der Gold Note DS-10 startet. Sollte der Hörer den DS-10 auch als Vorverstärker verwenden: Bitte den Endverstärker PA-10 noch nicht einschalten, sondern den DS-10 vorher in den Einstellungen als Vorverstärker programmieren. Anderenfalls könnten die Lautsprecher das Musiksignal in voller Lautstärke abbekommen.

Für einen waschechten Italiener eigentlich untypisch gestaltet sich die Bedienung des DS-10 mit der Fernbedienung: Britisch spleenig bekommt diese den Zugriff auf den Streamer-Vorverstärker erst dann, wenn der Hörer vor dem ersten Einsatz auf ihr die Taste DAC gedrückt hat, anschließend funktioniert die Kommunikation tadellos. Über das Cursor-Kreuz der Fernbedienung lassen sich dann die Lautstärke steuern, sowie nach links sowie rechts die digitalen Eingänge durchschalten. Ebenso lassen sich weitere Geräte von Gold Note wie zum Beispiel CD-Spieler bedienen. Das große Display des DS-10 lässt sich in 3 verschiedenen Stärken dimmen oder komplett ausschalten. Die aktuell laufenden Lieder werden auf ihm leider nicht angezeigt, aber ok, dafür gibt es ja die App.

Für die Bedienung des DS-10 schlägt Gold Note die App mcontrol für IOS und Android vor. Eine App speziell für den DS-10 ist derzeit in Vorbereitung, wer das Betriebssystem IOS nutzt, kann auch die App des IS-1000 benutzen. Für den Test habe ich als Android-User daher die App mcontrol sowie den Audionet Music Manager „aMM“ benutzt.


Im Test der Netzwerkplayer-Streamer-Vorverstärker Gold Note DS-10 und der Endverstärker Gold Note PA-10

Klang Gold Note DS-10 und PA-10

Schön rhythmisch beginnt das gefühlvolle Gitarrenspiel von Sophie Zelmani bei „How It Feels“ von der Dali CD 3. Dabei zeigt die Gitarre einen sehr angenehm hölzernen Korpus auf. Und einen Rhythmus, bei dem ich gleich mit muss. Kurz danach kommt dann die zärtlich angehauchte Stimme von Sophie dazu, die mir wirklich Freude bereitet. Bei den in diesem Lied eher spärlichen Arrangements kommt der dezente Gesang wunderbar sauber und klar zur Wirkung. Auch das Schlagzeug spielt dabei, obwohl es schon einen guten Druck zeigt, zugunsten von Sophie Zelmani leicht im Hintergrund. Und dezent dazu passend perlt das Piano mit reinen Tönen über den DS-10.

Ruhig und sphärisch passend geht es weiter mit „Stormy Weather“ von Teitur. Auch hier zeigt sich die klanglich leicht helle Abstimmung der italienischen Kombi von Gold Note DS-10 und PA-10, die gut zu den etwas wärmer abgestimmten Buchardt Audio S400 passt. Der diesem Stück innewohnende Druck wird dabei an den Kompaktlautsprechern schön kräftig dargestellt. Auch bei den großen Standlautsprechern LUA Con Espressione sind die tiefen Frequenzen gut spürbar, doch sind sie jetzt etwas dezenter, und gefallen mir bei einer leicht runden Abstimmung besser als zuvor. Schön wie dabei die melancholische Stimme von Teitur jedoch stets im Vordergrund bleibt. Fast fühle ich mich in die 80er-Jahre zurückversetzt beim teilweise bombastischen wie auch mystischem elektronischen Spiel. Die mit einer leichten Schärfe gespielten E-Gitarren gibt der DS-10 ebenso wieder. Eine Eigenschaft, die auch das Spiel der Glocken schön glänzen lässt.

Radim Sychra. Tschechischer musikalischer Tausendsassa mit Handpan, Mundharmonika und mehr. Hier das Cover seiner CD Volume 2Wo ich gerade so mystisch höre darf natürlich der tschechische Straßenmusiker Radim Sychra nicht fehlen. Bei dieser Musik kann ich doch herrlich abtauchen, und alles um mich rum vergessen. Dieses Album wurde nicht auf der Straße, sondern spitzenmäßig im Studio aufgenommen. Wunderbar kann ich über den DS-10 sowie den PA-10 in dem sphärischen Sound versinken, während ich parallel dazu dem feinem farbigen Spiel der Handpan lausche. Dabei bläst Radim dann auch noch gefühlvoll auf der Mundharmonika, die klar und sauber wiedergegeben wird und dabei mit schönen Klangfarben überzeugt. Besonders beeindruckt bin ich dabei von der Schnelle des Spiels auf den Abflussrohren, die verblüffend echt einen synthetischen Bass vortäuschen.

Nicht verschwiegen sei beim Hören die Wirkung des in zwei Stufen einstellbaren Dämpfungsfaktor der Endstufe, deren Faktor Gold Note verschweigt. Ist er auf niedrig eingestellt, tendiert der Klang des PA-10 in Richtung eines warmen, schmeichlerischen Röhrenverstärkers, auch wird der Tiefton dadurch etwas weicher. Beim standardmäßig hoch eingestellten Faktor, der mir an den Standlautsprechern mehr zusagt, zeigt der Endverstärker mehr Kontrolle.

Leicht verzerrt angespielt beginnt die Gitarre, schön sauber und ehrlich höre ich so jeden Ton. Wie die Kombi aus Gold Note DS-10 und PA-10 die Schwingungen der einzelnen Saiten differenziert an die Lautsprecher überträgt, das überzeugt. Dann setzt sehr offen und schlackenfrei Alex Hirsch ein. Es ist schon interessant, wie ich bei dem Lied „Hi Juli“ in die Stimme des Sängers hineinhören kann. Fast kommt es mir vor, als würde er ins Mikro beißen. Wie sich die Mikrofonie auf die Wiedergabe von Stimmen auswirkt ist schon interessant. Wenn dann zur Stimme von Alex Hirsch und seinem Gitarrenspiel noch seine Band einsetzt, bleibt die Übersicht immer gewahrt, und selbst ein zart und fein gespieltes Instrument wie das Xylophon geht dabei nicht unter.

So, genug der Ruhe. Shantel mit „Disko Devil“ darf jetzt ran. Polka-Brass-Beat nennt sich die Musikrichtung mit kräftigen Anleihen aus dem Balkan, hinter der Stefan Hantel steckt. Das darf, nein, das muss fetzen und krachen. An den Standlautsprechern geht das gut, verschlucken tut sich der Gold Note PA-10 daran nicht, den letzten Wumms verschweigt er elegant, ohne das es einem wirklich auffällt. Verschwiegen ist, jetzt wo es ordentlich rundgeht, auch der Lüfter im PA-10. Selbst dann, wenn der Endverstärker wirklich gefordert wird, bricht er nicht in Hektik aus, kein störendes Sirren ist zu hören. An den leichter anzutreibenden kompakten Buchardt Audio S400 fühlt sich der PA-10 dann spürbar wohler. Jetzt fetzt der saubere Bass aus den Lautsprechern, dass es eine wahre Pracht und Wonne ist. Die dänisch-italienische Partnerschaft bringt das Rhythmusgefühl des Balkan in den deutschen Hörraum, Chapeau.

Streamer-Vorverstärker Gold Note mit integriertem Kopfhörer-Verstärker. Hier am Kopfhörer Focal ClearDa es bereits etwas später geworden ist, befasse ich mich zum Schluss hin mit dem im Gold Note DS-10 integrierten Kopfhörerverstärker. Bei vielen Verstärkern ist dies ein nettes Give-away, beim DS-10 jedoch soll dies eine klanglich hoch qualitative Lösung sein, und das ist es auch. Dabei kann der Hörer sogar zwischen zwei Anschluss-Impedanzen auswählen. Für den Test höre ich die gleichen Lieder wie zuvor. Der kleine Italiener bleibt seiner Linie treu, der saubere und klare Klang, den ich zuvor über die Lautsprecher gehört habe, setzt sich über die Kopfhörer nahtlos fort.


Fazit Test Gold Note DS-10 und Gold Note PA-10

Der Vorverstärker Gold Note DS-10 ist mit seinem Netzwerkplayer und D/A-Wandler ein digitaler Tausendsassa. Mit seinem reinen Klang und der schnellen Gangart ist er nichts für Tagträumer, sondern für die Freunde der klaren Ansage über das Geschehen in der Musik. Auch der integrierte Kopfhörerverstärker passt zu dieser klanglichen Linie. Der dazu gehörende Endverstärker Gold Note PA-10 spielt im Test impulsiv mit straffem, knackigem Bass und weist ein tolles Timing auf.

Test Ergebnis des Netzwerkplayer-Streamer und Vorverstärker Gold Note DS-10: 5,4 von 6,0 Punkten

Test-Ergebnis des Endverstärker Gold Note PA-10: 5,6 von 6,0 Punkten

Im Test

Gold Note DS-10: Netzwerkplayer und Vorverstärker mit D/A-Wandler
Preis um 2.500 Euro
Gold Note PA-10: Digitaler Mono- und Stereo Endverstärker
Preis um 1.400 Euro


Im Test der Netzwerkplayer-Streamer-Vorverstärker Gold Note DS-10 und der digitale Endverstärker Gold Note PA-10Vertrieb

TAD-Audiovertrieb GmbH
Rosenheimer Straße 33
83229 Aschau

Tel.:  +49 8052 – 9 57 32 73
hifi@tad-audiovertrieb.de
www.tad-audiovertrieb.de


Mitspieler im Test

Quellen digital – Netzwerkspieler Cambridge Audio 851N, CD-Laufwerk Cambridge Audio CXC, Musikserver Innuos ZEN MK.III
Quellen analog – Plattenspieler Rega Planar 6 mit Tonabnehmer TAD Excalibur Black, Phono MM- & MC Verstärker Trigon Vanguard III
Verstärker – Vorverstärker Cambridge Audio 851E, Endverstärker Cambridge Audio 851W
Lautsprecher – Standlautsprecher LUA Con Espressione, Kompaktlautsprecher Buchardt Audio S400
Kopfhörer – Offener Kopfhörer Focal Clear, Kopfhörerverstärker Divaldi AMP-02 mit Phono MM- & MC Stufe
Zubehör – Lautsprecherkabel Supra XL Annorum. XLR- und Cinchkabel Fadel Art Pro Link, Stromkabel Supra LoRad 2.5, Netzleiste PS Audio Dectet

About Author

Aufgewachsen in der Blütezeit des HiFi mit Telefunken Allegretto TS 2020 nebst einem Dual 1228 mit Reibradantrieb und Wechsler. Damals habe ich die Technik des Duals bestaunt. Heute denke ich mit Grauen daran, wie die Schallplatten aufeinandergefallen sind...

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