Auf geht es zum zweiten Bericht der Finest Audio Show x LowBeats 2026 in Darmstadt. Nachdem Falk für euch die Freiflächen, die Gaming Zone, die World of Headphones und das High End Heimkino nach HiFi-Neuheiten abgegrast hat, berichte ich euch über die Vorführungen in den Hörräumen der HiFi-Messe. Den Gaul habe ich dabei von hinten aufgezäumt, also mit Start am Ende des Ganges der dritten Etage, und mich dann entgegen dem Besucherstrom Raum nach Raum durchgekämpft.
Frank Urban vom AUDIUM-Vertrieb führte auf der Darmstädter HiFi-Messe den nagelneuen High End Vollverstärker Atoll IN 800 Evolution vor. Respektable 12.000 Euro, eine komplett neue Preisklasse bei Atoll, werden für diesen Amp aufgerufen. Ihm zur Seite stand als Quelle der Netzwerkplayer Atoll ST 300 Signature (Test) für 3.000 Euro, und dazu die Retro-Lautsprecher PYLON Audio Jade 30 für vergleichsweise günstige 5.500 Euro das Paar. Mit in dieser High End Audio Kette der ebenfalls sehr neue HiFi-Switch NuPrime Ultimate Evolution für 2.250 Euro sowie der NuPrime AC6 Netzfilter für 1.600 Euro. Hinter dem Vorführenden verborgen, meinen Ohren ebenso während meiner Anwesenheit, der Röhrenvollverstärker FEZZ Titania MK2 sowie der FEZZ Equinox EVO DAC (Test) mit Lampizator-Technik für 2.500 Euro. Weite und wohlige Klänge waren das Kennzeichen dieser High End Anlage, doch auch Feinzeichnung und Antritt im Tiefton kamen nicht zu kurz. Kurzum: Gleich im ersten Hörraum des Darmstadium gab es einen klanglichen Volltreffer.
Es gibt ja so manche HiFi-Freunde, die meinen, dass Röhrenverstärker vorsintflutlich seien. Doch FEZZ Audio bietet für seine Amps feine Zusatzmodule mit moderner Technik an. Wie da unter anderem wären: Phono MM oder MC, Bluetooth, SPDIF, USB DAC, HDMI und weiteres für jeweils 300 Euro.
Ausgestellt weiterhin unter anderem der High End Vollverstärker Atoll IN400 Evolution für 5.400 Euro (Test), sowie der CD-Player Atoll CD 400 Evolution für 5.600 Euro, dessen Laufwerk sich derzeit in unserer Redaktion warmläuft.
Burmester aus Berlin hatte die Standlautsprecher Burmester BX100 für 80.000 Euro mit im Gepäck sowie ein Paar Burmester 216 gebrückte Stereo-Endstufen für jeweils 24.000 Euro. Als Steuerzentrale fungierte der Burmester 808 Vorverstärker für 45.500 Euro und als Quellen der Plattenspieler Burmester 217 für 20.000 Euro sowie das Burmester 151 MK2 Musikcenter für 21.500 Euro.
Beim HiFi Kompetenzzentrum von Fink traf ich auf die Wilson Audio The WATT/Puppy 50th Anniversary für knappe 60.000 Euro das Paar, eingekleidet in peppigem Gelb. Farblich, jedoch optisch nicht dezenter, der Dan D’Agostino MxV Momentum Integrated Vollverstärker für respektable 88.000 Euro. Während meiner Anwesenheit lief als Quelle der dCS Audio Lina DAC X Netzwerk-Streamer für 17.000 Euro. Weiterhin der High End Plattenspieler SME MODEL 8 SME-309-Tonarm für 10.800 Euro ohne Tonabnehmer, und unter ihm der VTL TP-2,5i Phonovorverstärker für 8.100 Euro. Dazu noch ein Velodyne Subwoofer und alles exklusiv verkabelt. Mit Schärfen im Hochton, wie ich sie bei Wilson Audio früher öfter hörte, hielten sich die Gelblinge dezent zurück, der Tiefton war passend zum Raum und nicht übertrieben.
Jonny Controlletti alias Dr. Michael Hackenberg vom LowBeats-Team, immer unterwegs und alles bestens im Griff!
Einen Raum weiter bei Audio Components spielten die Standlautsprecher Sonus Faber Olympica Nova V für 16.500 Euro das Paar am Vorverstärker McIntosh C22 für 9.800 Euro sowie zwei McIntosh MC 275 VI AC Röhren Stereo-Endstufen zum Stückpreis von 9.800 Euro. Die digitalen Signale des Streaming-Servers Aurender N20 für 13.000 Euro wurden vom emmLabs DA2i DAC für 37.500 Euro analogisiert.
Bowers & Wilkins brachte seine im Hochton lebendig aufspielenden Standlautsprecher 801 D5 für 50.000 Euro das Paar mit zur HiFi-Messe nach Darmstadt, der Tiefton wiederum fiel in dem doch sehr großen Raum eher zurückhaltend aus. Dies machten die Lautsprecher in Begleitung der Marantz Serie 10, namentlich zweimal dem MODEL 10 für 15.500 Euro, dem Streaming-Vorverstärker LINK 10n für 12.500 Euro und dem SACD 10 für 12.000 Euro. Für die Verkabelung zuständig hier Audioquest, unter anderem mit dem Stromfilter Niagara 5000 für 6.000 Euro.
Genelec brachte auf der Finest Audio Show 2026 in Darmstadt den neuen Aktivlautsprecher 8380A für 20.000 Euro das Paar mit. Per Kalibrierung lässt sich dieser Lautsprecher klanglich an den Hörraum anpassen. Klar und präzise sowie weiträumig mit Spielfreude im Hochton war das Ergebnis.
Julian Strauss präsentierte die Standlautsprecher T+A Solitaire S430 für 30.000 Euro. Mit an den feinen Klängen beteiligt der nagelneue Streaming-Vorverstärker T+A SDX 3100 HV für 32.500 Euro mit der T+A Endstufe A 3100 HV für 21.500 Euro. Als dritter mit im Bunde auf den HiFi-Racks das reine CD-Laufwerk T+A PDT 3100 HV für 18.200 Euro. In Summe nicht gerade für den kleinen Geldbeutel gemacht, doch angenehm seidig und wohlig klingend.
Bei ATR kamen die Lautsprecher ATC SCM50 PSL Classic, deren Optik an frühere goldenere HiFi-Zeiten erinnert, für knappe 17.000 Euro zum Einsatz. Oben links dann der Gold Note DS-1000 EVO, ein Netzwerk-Spieler mit DAC und Vorverstärker für 6.500 Euro. Unter ihm angeordnet ein Gold Note P-1000 MkII Deluxe Class-A-Vorverstärker für 8.100 Euro sowie die Stereo-Endstufe Gold Note PA-1175 für 7.600 Euro. Weiterhin ausgestellt ein Gold Note Plattenspieler (Leute, das gilt nicht nur für ATR, stellt mal Schilder eurer ausgestellten Geräte auf!) sowie eine Phonostufe Gold Note PH1000 für knappe 11.000 Euro.
Sonst waren die Jungs von AP-Elektroakustik immer mit der Elektronik von spl auf den HiFi-Messen vertreten. Auf der Finest Audio Show x LowBeats 2026 in Darmstadt zur Abwechslung mal mit dem Röhrenverstärker Westend Audio LEO Mk2 für 13.000 Euro und dem High End Plattenspieler Technics SP10, der von Thiele optimiert wurde. Das Zusammenspiel mit Westend Audio erfolgte, weil die Neu-Ulmer sich den Raum mit Stefan Trog vom Münchner HiFi-Studio Zur dritten Dimension teilten. Bewegten sich die teilaktiven Standlautsprecher AP-Elektroakustik Monitor 30P / Bass Module 20A (Test) für 25.000 Euro das Paar mit der rheinländischen Elektronik eher auf dem neutralen Klangpfad, gab es mit den Röhren mehr warmen und runderen Saft auf die Ohren.
Die zweite, wechselweise gespielte Anlage in diesem Raum war von Stefan Trog. Unter anderem die Standlautsprecher Stenheim Alumine Five SE für exklusive 90.000 Euro das Paar, die ihren Saft vom Vollverstärker Westend Audio Monaco MK2 für 25.000 Euro bezogen. Die Musike kam vom Plattenspieler Westend Audio Ludwig (Rechts im Bild) mit Doppelreibradantrieb zu einem Preis um die 50.000 Euro, Blue Amp Audio 42 nennt sich die Phonovorstufe für 18.500 Euro. Puh, nicht wirklich günstig, doch dafür gab es ein weit aufgezogenes und frei schwebendes wie auch luftiges Klangbild, klasse!
Muss denn guter Klang immer so unendlich teuer sein? Nein, sagt sonoro. Und recht hat der Hersteller mit dieser Aussage! Die Standlautsprecher sonoro ORCHESTRA Shaped Signature für 3.000 Euro das Paar hörte ich bereits 2025 hier, und sie gefallen mir immer noch sehr gut mit ihrem lebendigen und offenen Klangbild. Mit im Spiel der Streaming-Receiver MAESTRO Quantum Signature (Test) für 2.800 Euro und als analoge Quelle der Plattenspieler sonoro Platinum Signature für 1.200 Euro. Also mal als Tipp für die Nichtmillionäre unter uns.
Auf dem Gang vor dem sonoro Hörraum noch jede Menge praktisches und auch kleines HiFi für ebensolches kleines Geld, unter anderem das MEISTERSTÜCK Gen.2 (um 1.400 Euro, Test).
So, mal eine Etage weiter nach unten, mit einer angenehmen Unterbrechung auf dem Gang. Auch hier auf der HiFi-Messe traf ich mal wieder auf die beiden HiFi-Enthusiasten Timo Klingelhöfer von Vinyl &… sowie Thomas Fiek vom HiFi Studio exclusiv hifi Meerane, die in Darmstadt für eine Video-Reportage unterwegs waren.
Lecker lecker, das Gehörte hier bei beim HiFi-Studio Phono.logic. Energie und Punch, aber auch die Feinfühligkeit gehörten hier zu den sehr guten Vorführungen in Darmstadt. Was der kleine Röhrenvollverstärker Luxman SQ-N150 für 3.900 Euro den ATC SCM150PSL (Ab 30.000 Euro) so entlockte, das war schon beeindruckend. Netzwerkspieler war ein Naim ND 555 für 21.000 Euro sowie 2 mal PS 555 Netzteile für 10.000 Euro das Stück. Und so das im Darmstadtium teilweise überlastete Netzwerk ausfiel, kam der Plattendreher Vertere MG-1 mit Super Groove Precision Tonearm HB für 14.000 Euro, Imperium Motor Drive und Dark Sabre Tonabnehmer für 1.800 Euro und dem Calon Phonovorverstärker für 19.000 Euro zum Einsatz.
Aus dem Taunus angereist waren die Standlautsprecher Canton Vento 101 (Weiß) für 6.000 Euro mit T+A SDX 3100 HV für 32.500 Euro sowie der T+A Endstufe A 3100 HV für 21.500 Euro. Dazu die High End Standlautsprecher Canton Reference Alpha (Schwarz) für 40.000 Euro mit dem Vollverstärker Michi Prestige X430 für 5.000 Euro plus dem CD-Player Michi Prestige Q430 für 4.000 Euro.
Im Raum 2.03 Vanadium des Darmstadtium lief der NAD M66 High End Streaming-Vorverstärker für 6.200 Euro mit zwei NAD M23 V2 Stereo-Endstufen für jeweils 4.800 Euro an den Standlautsprechern DALI Epikore 11 zum Preis von 46.000 Euro das Paar.
DALI VEGA, ein interessantes All-in-One-Musiksystem für Musik, Streaming und TV für 3.000 Euro mit großem Steuerrad für die Funktionen. Lässt sich waagerecht an der Wand montieren und auch hochkant drehen. Oder setzen, stellen, legen… Aufgrund des eingebauten Gyrosensors wissen die integrierten Lautsprecher, in welcher Lage sie sich befinden, also links, rechts, oben, unten…
Markus Brogle, wie er leibt und lebt, klasse! Im Mittelpunkt seiner Vorführung standen die Flächenstrahler Magnepan MG-20.7 für 33.000 Euro am Vollverstärker Musical Fidelity NU-Vista 800-2 für 12.000 Euro. Der Phono-Vorverstärker Musical Fidelity Nu-Vista Vinyl S für 6.000 Euro kümmerte sich um das Plattenlaufwerk Platine Verdier.
Optisch minimalistisches High End Audio bei avantgarde acoustic mit den Aktivlautsprechern Opus 1 für 13.000 Euro sowie dem Netzwerkplayer und Musikserver Innuos Stream 3, je nach Ausführung ab 7.000 Euro, hier in der Version Phoenix DAC mit D/A-Wandler für 10.000 Euro. Mehr braucht es eigentlich nicht für guten Klang…
Wie im Vorjahr standen während meiner Anwesenheit die kompakten und verhalten aufspielenden Backes & Müller BM Jubilé IO auf den Stands für 24.000 Euro das Paar im Mittelpunkt der Vorführung.
Aus Skandinavien reisten die Standlautsprecher Dynaudio Confidence 30i für 25.000 Euro an. Begleitet wurden die beiden Klangsäulen von der Moon Streaming-Vorstufe 491 für 6.800 Euro, die auch einen Phono-Preamp und Kopfhörerverstärker mitbringt sowie der Stereo-Endstufe Moon 461 für 5.200 Euro.
Mittlerweile 100 Jahre alt ist der Traditionshersteller ELAC, er brachte seine passiven Standlautsprecher Concentro S 507.2 für 12.000 Euro mit. Vom Niederrhein kam die Elektronik in Form des Vorverstärker spl Elector für 2.700 Euro sowie des spl Director MK2 Vorverstärker (Test) mit integriertem D/A-Wandler für 3.800 Euro mitsamt zwei Endstufen spl m1000 Performer für 5.200 Euro das Stück. Digital zugespielt wurde per WiiM Streamer, alternativ dem High End Plattenspieler Clearaudio Innovation Revolver Edition, den es ab ca. 13.000 Euro zu erwerben gilt. Vom selben Hersteller anwesend der Phono-Vorverstärker Balance V2 für 3.100 Euro.
Weiter oben steht geschrieben, dass meine Wenigkeit sich um die Hörräume kümmern wollte. Nun denn, auf der Freifläche traf ich auf den Hamburger Hersteller INKLANG. Dieser brachte seine neuesten Standlautsprecher mit, die Ceterra 50R für knappe 10.000 Euro. Bereits optisch ansprechend mit vielen möglichen Lackierungen, gefielen diese auch klanglich, obwohl ihnen Quadratmeter ohne Ende zur Verfügung standen. Klanglich in Richtung neutral abgestimmt, dazu ein Hauch feiner angenehmer Wärme und mit Struktur im Bass am Streaming-Verstärker Arcam SA 45 für 5.000 Euro.
So, ihr lieben Leut‘. Das war es dann mit unseren beiden Messe-Berichten von der Finest Audio Show 2026 in Darmstadt. Wir hoffen, unsere Rundgänge haben euch zugesagt, und waren informativ für euch. Wir freuen uns, wenn ihr uns bei unseren nächsten Messebesuchen wieder begleitet.
Und hier noch der Video-Report von Timo Klingelhöfer und Thomas Fiek. Ihn anzuschauen lohnt sich.































