Am Wochenende des 21. und 22.03.2026 richtete die Analogue Audio Association e.V. im Moerser Van der Valk Hotel ihr traditionelles Analogforum aus, das wir HiFi-IFAs zwei Tage besuchten. Die Zeit musste ich mir, als diesjähriger Vertreter der HiFi-IFAs auch nehmen, da in den Hörzimmern, Sälen, im „Händlerdorf“, in den Foyers einiges geboten wurde. Von den musikalischen Sessions an der Bar und den zahlreichen Workshops ganz zu Schweigen. Dieses Jahr besuchte ich als Analog-Forums-„Newbie“ den Pilgerort für Analog-HiFi-Fans und entschloss mich, wie Bernd in den Jahren zuvor, meinen Bericht zu teilen. Bericht eins nicht gelesen? Kein Problem, den findet ihr hier. In den zweiten, abschließenden Bericht möchte ich nun starten. Auf geht’s in Runde zwei.

Wie schon berichtet, lief ich am Samstag zu Fuß vom Nachbarort Neukirchen zum Van der Valk Hotel – und nachts nach der Abendveranstaltung wieder zurück 😉 An diesem Morgen waren der Parkplatz und die nähere Umgebung von den Autos der Besucher zum Messestart um 10 Uhr bereits komplett in Beschlag genommen. Dementsprechend war das Analogforum am ersten Tag bis 18 Uhr sehr gut besucht. Trotz voller Hörzimmer fand sich mit etwas Geduld immer ein Plätzchen zum Hören. Die Säle waren weitläufig und reichlich bestuhlt, so dass man auch hier neben Information und Unterhaltung immer wieder zur Ruhe kommen konnte.
Am Sonntag entschloss ich mich, trotz erneut schönen Wetters, mit dem Auto zu kommen, da ich am Abend direkt weiterreisen wollte. Um 10:45 Uhr, also 15 Minuten bevor es offiziell losging, waren ebenfalls nur noch ein paar Stellplätze auf dem recht großen Hotelparkplatz frei. Insgesamt war die Messe am Sonntag weiter hin sehr gut besucht, es ging aber ruhiger zu, als noch am Vortag. Besucher, die gezielt schauen wollen und womöglich sowieso nur 2-3 Stunden Aufenthalt planen, denen sei der Sonntagnachmittag ans Herz gelegt.
Unterwegs in den Hörzimmern – Teil 2

Ich starte einmal mit „alten Bekannten“: Divaldi. Flyer und Plakate kündeten unübersehbar und zu meiner Freude von der Anwesenheit der polnischen Audio Company, von der wir 2018 den Kopfhörerverstärker AMP-02 (Preis aktuell um 1.500 Euro) zum Test hatten und ihm den HiFi-IFAs-Hammer verliehen. Besonderheit: ein extra Phono MM/MC-Eingang sowie der markante Drehknopf in einer Griffmulde auf der Oberseite. Oben im Bild der goldige AMP-05 Special Edition (Preis um 2.800 Euro) mit zwei NF-Eingängen und drei Kopfhörerausgängen.
Unten im Bild eine HiFi-Anlage mit – für uns neu – klassischen HiFi-Komponenten aus dem Hause Divaldi: der Vorverstärker GOLD PRE ONE, die Endstufe GOLD PA ONE (um 21.000 Euro) auf dem eigenen Rack TAB (eine Ebene in der Preisklasse 1.500 Euro) sowie die MS-01 Monitor Speaker auf Stands (um 2.500 Euro / Stück).


Thorens gönnte sich einen großen Tagungsraum, der angenehm luftig wirkte nach dem Besuch etlicher Hörzimmer. Natürlich waren zahlreiche schöne Plattenspieler als Exponate zu bestaunen. Exemplarisch gezeigt und genannt oben die Vorführanlage mit dem Thorens TD 404 DD (um 4.500 Euro), der an 3-Wege TAD-Kompaktlautsprechern Compact Evolution One TX (um 36.000 Euro / Paar im Zebraholz-Gewand) auf Stands spielte. Unten im Bild der Klassiker TD 1601 mit TP160 Tonarm mit neuer, feiner Zargenausführung Eiche matt um 4.000 Euro. Wer die Marke mag kann übrigens deutlich günstiger mit dem vollautomatischen TD 101 A um 550 Euro einsteigen oder sich den audiophil ambitionierten TD 204 um 800 Euro anschauen.


Bleiben wir kurz bei Thorens. Norbert Lehmann führte seine Elektronik ebenfalls mit einem Thorens TD 404 DD mit TP 160 Tonarm vor, schlankes Analog-HiFi mit drei schmalen Kästchen: der Phonolith Phono-Pre, der auch ein Vorverstäker ist, nebst separatem Netzteil und die Stereo-Endstufe Stamp in gleichem Look, zusammen um 4.000 Euro. Daran spielten die phantastischen Epos ES-14N ebenfalls um 4.000 Euro / Paar. Ich hatte die kleineren Epos ES-7N zum Test um 2.000 Euro, von denen ich ebenfalls begeistert war. Daher verstieg ich mich zu der Aussage gegenüber Norbert Lehmann, dass damit schönes HiFi unter 10.000 Euro spielt, vergaß aber, dass der Thorens nebst Edel-Pickup über 8.000 Euro lag. Okay, hier spielten über 16.000 Euro. Ich wage aber mal zu behaupten, dass mit den mitspielenden Firmen um Lehmann Audio herum sicher etwas Feines machbar ist, auch um oder sogar deutlich unter 10.000 Euro.


Einen besonderen Leckerbissen hatte der Vertrieb Reichmann Audiosysteme in Moers wieder aufgefahren: Magnetostatische (!) Lautsprecherklassiker Magnepan 2.7i (rund 9.000 Euro/Paar), die von Elektronik von Musical Fidelity versorgt wurden. Der Vollverstärker NuVista 600.2 (um 9.000 Euro) und der Phono-Pre NuVista Vinyl 2 (um 11.000 Euro) waren am Start. Quelle war ein Plattenspieler Platine Verdier mit Masselaufwerk. Der Flächenstrahlersound zog das Publikum im immer gut besuchten Raum in seinen Bann, wie es nur Flächenstrahler irgendwie immer schaffen.

Eine Vorführung, die mich sehr ansprach, stellten Rüdiger Lansche und Andejs Staltmanis auf die Beine. Die Lansche Audio No. 1.0 für 18.000 Euro warteten mit einem ungewöhnlichen Plasma-Hochtöner auf und zeigten eine ansprechende Spielfreude, die mich mitnahm. Staltmanis LAB hatte (wie immer) das Reed Plattenspieler-Laufwerk Friction (um 13.400 Euro) mit 5T Tonarm (um 16.000 Euro), der eine lasergeführte Azimutkorrektur durchführt, im Gepäck. Der Unterhaltungswert war groß.

Dr. Feickert Analogue stellte seine Plattenlaufwerke mit unterschiedlichen Tonarmen bestückt aufs HiFi-Rack. Der VOLARE 25 ist als Paket mit dem 10 Zoll Tonarm STRAIGHT 10 erhältlich. Im Vordergrund spielt der WOODPECKER mit dem neuen, attraktiven 12 Zoll Tonarm STRAIGHT 12, den Christian Feickert schon auf der letzten High End zur baldigen Markteinführung angekündigt hatte. Die Lautsprecher waren die aktiven Sigberg Audio SARANNA.

Die aktiven Sigberg Audio SARANNA (Paarpreis um 22.000 Euro) bekamen vom Vertrieb und Händler Hörzone aus München sogar ihren eigenen Hörraum spendiert. Wie viele aktive Lautsprechersysteme arbeitet die SARANNA mit Coaxialsystem und rückseitigem Bass intern mit einem DSP, womit im Signal dann doch die Einsen und Nullen ins Spiel kommen und wir damit den Pfad der reinen analogen Lehre verlassen. Der Vorführer wies pflichtbewusst direkt darauf hin. Beim klanglich Gebotenen war das aber durchaus locker zu verschmerzen. Der Lautsprecher arbeitet mit einem seitlich abstrahlenden passiven Cardiod-System, um eine Richtwirkung zu erzielen, wie man es zum Beispiel von den von uns getesteten Dutch&Dutch 8c kennt, die auch im Vertrieb der Hörzone sind.

Eine Vorführung, die mir ebenfalls sehr gut gefiel, weil irgendwie entspannt, stellte HiFi Pawlak aus Essen auf die Beine. Natürlich war das nichts für einen klammen Geldbeutel, aber man darf sich ja mal begeistern lassen. Stars waren die beiden Laufwerke Acoustic Signature HURRICANE NEO (um 10.000 Euro) und TYPHOON Neo (um 16.000 Euro) mit jeweils TA-2000 NEO Tonarmen (um 3.500 Euro). Die wunderhübschen und markanten Lautsprecher waren Franco Serblin Accordo Essence (um 28.000 Euro / Paar), der Verstärker kam von T+A.

Eine ebenfalls gut harmonierende Anlage stellte HiFi-Referenz aus Düsseldorf zusammen. An Bord waren bekannte Marken wie Technics, die einen Plattenspieler aus der Reference Serie beisteuerten (um 12.000 oder 21.000 Euro), mit Elektronik von Accuphase: Vollverstärker E-700 und dem Phono-Pre C-57. Die Lautsprecher waren Avantgarde Acoustic DUO GT (ab um 56.000 Euro / Paar teilaktiv).

Avantgarde Acoustic zeigte sich im eigenen Raum fast schon bescheiden – okay, sie stellten im Wassermühlensaal ja auch die Masteranlage der HiFi-Show – , was aber trotzdem zu einem schönen Klangerlebnis für die Zuhörer sorgte. Es spielten die aktiven OPUS 1 zum attraktiven Preis um 13.000 Euro pro Paar, die ebenfalls ein schlankes Anlagen-Setup zuließen.

Premiere feierten auf dem Analogforum die neuen MIRA von ULBER Audio. Die recht stattlichen 2-Wege Standlautsprecher gingen sehr dynamisch und kernig ans Werk. Angefeuert von der großen SPL Performer s1200 Stereo-Endstufe pressten sie das letzte Quäntchen Energie aus der Rille beziehungsweise der Tonspur und brachten diese ausgesprochen deutlich in den Hörraum.

Von den Telefunken Tonbandmaschinen hatte ich bereits in meinem ersten Bericht erzählt. Diese lieferten einen angenehm analogen Sound zur Elektronik und den Lautsprechern von Sombetzki, was wunderbar zusammen harmonierte. Es spielten die Elektrostaten HOME Tandem (um 10.000 Euro), die von einem Paar Röhrenendstufen S509 (um 3.000 Euro / Stück) befeuert wurden, die wiederum von einem S PRE (gibt es in passiver (um 1.900 Euro) und aktiver Röhren-Variante (um 2.800 Euro)) kontrolliert wurden.

Rose Handwerk ist „eigentlich“ ein Holzspezialist. Mit Markus Grelka hat sich Rose Handwerk aber auch dem Lautsprecherbau verschrieben und fertigt handwerklich und vom Material ansprechende Exponate, die man im Wohnraum eigentlich lieber als Möbel bezeichnen mag. In Moers zeigte er die Monitor 8 Lautsprecher mit einem Fuß (um 7.500 Euro / Paar), der direkt als Schallplattenaufbewahrung dient. Die Elektronik stellte der Essener Vertrieb AudioNEXT mit AVID HiFi, Manunta und Eversolo.

„as“ Audio Specials stellte gemeinsam mit dem Lautsprecherhersteller Horn-Kultur aus. Nach den offensichtlichen Vollbereichshörnern aus den anderen Räumen habe ich es erst gar nicht scharf gestellt, dass die Lautsprecher ein Hochtonhorn besitzen. Das Zweiwege-System mit Downfire-Bassreflex und Diffusor im Sockel ist an Kundenwünsche anpassbar und startet bei rund 5.000 Euro / Paar. „as“ Audio Specials stellte den Phono-Pre PHONOLAB Recompizer nebst Netzteil PSU 1.2, daneben ein Dr. Feickert WOODPECKER Laufwerk. Der Recompizer optimiert Schallplatten mit tonalen Schwächen.


Björn Kraayvanger trat mit seinem Vertrieb LEN HiFi mit hORNS FP 15 (um 10.000 Euro / Paar) Lautsprechern an, die Lust auf entspanntes Musikhören machten. Angetrieben wurden diese von einem Audio Hungary Qualiton 300B Röhren-Vollverstärker (um 10.000 Euro). Die analoge Kost kam vom J.Sikora ASPIRE (ab rund 5.700 Euro) Einsteiger-Plattenspieler.

Dieses Setup habe ich schon einmal auf der High End im Münchener Meilenwerk gehört – und war seinerzeit schon begeistert. Mein Leinfeldener „Nachbar“ Frank Brenner führte seine Linkwitz Lautsprecher in Moers nach Motto-Vorgabe des Analogforums mit einer Tonbandmaschine Analogue Audio Design Tape Player TP-1000 vor und ließ den (bösen 😉 ) Streamer zu Hause. Der drehbare Open-Baffle Lautsprecher-Teil mit dem gerichtet abstrahlenden Dipol-Bass-Sockel erzeugte wieder eine Bühne, die holografisch räumlich und transparent erschien. Eine Freude sind dann immer die Single-Microphone Recordings des niederländischen Labels Sound Liaison. Immer wieder Klasse, auch wenn ich nur auf eine kurze Stippvisite ins Hörzimmer hocke.

Levin Design aus Solingen präsentierte in Moers sein modulares Lautsprechersystem CA, das ein voluminöses Tieftonlautsprechermodul mit einem aufgesetzten Hoch-/Mitteltöner-Coaxialmodul kombiniert. Angetrieben wurden diese von Serblin & Son Elektronik. Das spielfreudige Setup machte schon nach kurzem Reinhören Spaß. Schmunzeln musste ich beim Blick auf die Holzzarge der Geräte, aus denen FRANKIE, der Name der Serie, ausgefräst war. Na, dass passt ja zu Frank Levin, den ich mit Kim gemeinsam an ihrem Stand im Händlerdorf traf, wo sie noch Zubehör (Plattentellermatte, Plattenbürste, Reinigungsmittel etc.), Kabel, einen Phonovorverstärker nebst Netzteil und ihre Kopfhörerverstärker ausstellten.


Nach Moers brachte Wolf von Langa seine neuen WVL 12439 STAGE+ Lautsprecher (Preisklasse um 15.000 Euro) mit hohem Wirkungsgrad mit. Der Tiefmitteltöner besitzt einen Spezial-Neodymium-Magnet und das Gehäuse eine rückwärtige Passivmembran. Aufgesetzt ist ein Dipol-Air-Motion-Transformer Über vier WBT nextgen™ Polklemmen ist echtes Bi-Wiring oder Bi-Amping. möglich. von Langa vertraute auf Elektronik von Air Tight. Der MC-StepUp-Transformer (stehender Zylinder links neben dem Laufwerk, Preisspanne um 3.000-5.000 Euro), der feinfühlig die minimalen Ströme des Pickups verstärkt, stammte von Consolidated Audio.

Eternal Arts führte mit seinen Dipol-Lautsprechern DPL vor, die vom Stereo-Röhrenendverstärker OTL (Mitte, unten) angetrieben wurden. Im Rack oben steht der passende Vorverstärker HLP im außergewöhnlichen Format. Worauf er steht, das sage ich im Analogforumsbericht lieber nicht 😉 Links daneben stilecht eine Telefunken Tonbandmaschine.

Klassiker sind auch die Lautsprecher von Harbeth, hier in der Mitte die M30.3 XD2 (um 4.500 Euro / Paar) die von Mr. HiFi und dem Vertrieb input audio vorgeführt wurden. Der Sound: Very British. Very nice. I like. Elektronik und Zuspieler kamen von Manley Laboratories, Heed, Michell Audio und Audio Note UK.

Die Subbase Audio Manufaktur hat sich klangverbesserndem Zubehör verschrieben, mit dessen Wirkungsweise sie sich intensiv beschäftigen. Dazu zählen unter anderem Racks, Basen, Stands, Füße sowie Groundingsysteme und die Stromverteilung. Vorgeführt haben die Neusser mit den unglaublich präzisen Lautsprechern von Kroma Atelier, die ich hier das erste Mal gehört habe. Insgesamt eine tolle Vorstellung und eine sehr interessante Stippvisite.
Das Händlerdorf – ein zweiter Blick

Scheu Analog hatte in einigen Hörzimmern und auch an der Masteranlage eine schöne Präsenz auf dem Analogforum. Wer mit den Köpfen hinter Scheu Analog sprechen wollte und sich einen Überblick verschaffen wollte, konnte dies hier tun. Hrvoje Zelic (rechts im Bild) übernahm die Manufaktur von Ulla Scheu und führt damit die Produktpalette nicht nur weiter, sondern beschäftigt sich zudem auch mit Modifikationen im Detail wie ein GfK-verstärkter, 3D-gedruckter Tonarmhalter oder und eine Buchse, die die Individualisierung des Phonokabels ermöglicht.

Mit dabei, fast logisch, der Plattenspielerspezialist Clearaudio aus Erlangen. Lokalmathador ist Mark Arndt vom Händler Knopf aus Düsseldorf, mit dem ich mich einige Zeit unterhielt, auch – wie mit Gregor Rothensee – darüber, wie man Menschen frisch für HiFi begeistern kann. Im Vordergrund der Komplett-Einstiegs-Dreher INNOVATION COMPACT um 1.300 Euro. Clearaudios „Einstieg zum Aufstieg“, so der Hersteller.
Mittlerweile bin ich zum echten Tonband-Fan geworden. Ich möchte nicht von „bekehrt“ sprechen 😉 Rudolf Jagersberger, mit dem ich ein schönes Gespräch führte, stellte nicht nur Meze Audio Kopfhörer vor, sondern handelt auch mit außergewöhnlichen Aufnahmen, die auf Tonband konserviert sind. Ich konnte in eine Aufnahme von Harry Belafonte reinhören, die -ich kann es nicht anders sagen – schlicht fantastisch war. Eins meiner Highlights.

Andreas Jungblut stellte seine High End Novum Klangschalen vor, die es in drei verschiedenen Größen gibt und die im Raum als Resonatoren dienen und den Klang anreichern sollen. Die Klangschalen werden aus Glockenbronze in einer Sandform gegossen und anschließend sorgsam bearbeitet. Idealerweise soll eine Klangschale mittig zwischen und leicht hinter den Lautsprechern platziert werden.

Seinen Standnachbarn Karlo Klein traf ich nebst Begleitung bereits am Freitagabend kurz in einer Pizzeria. Gesprächsfetzen haben uns als Analogforums-Teilnehmer/Besucher geoutet. Karlo Klein hat einen eigenen Plattenspielerantrieb mit Steuerung entwickelt (Bild unten) und bietet ihn Interessenten an, die ihr Laufwerk aufwerten oder ein eigenes Laufwerk bauen wollen und dazu die Elektronikkompetenz nicht haben. Karlo Klein spielt das Spiel selber genau umgekehrt. Sein neuestes Projekt war ein eigener Plattenspieler (Bild oben, links), bei dem er sich fachkundig hat unterstützen lassen bei Dingen, die nicht seine (Kern-)Kompetenz sind. Ein sympathischer Ansatz.


Vertreten war auch Michael Mudra und sein Mudra Akustik. Er beriet, fachsimpelte und zeigte seine ebenso ausgeklügelten wie pragmatischen Lösungen rund um den Strom.

Im Händlerdorf zeigte sich Symphonic Line, vertreten durch Marion Gemein, die Tochter des Firmeninhabers und Vordenkers Rolf Gemein, sowie Avantgarde Acoustic mit einer Poster-Präsentation. Die Geräte und Lautsprecher spielten in den Hörzimmern. Hier konnte gefachsimpelt und diskutiert werden. Im Vordergrund ein SL RG14 Edition. Die Geräte von Symphonic Line zeichnen sich durch stetige Modifikationen aus.

Sagenhaft sind die Röhrenverstärker von audio Culture anzuschauen. Eine klassische Mischung aus futuristischem Retro und Moderne. Offensichtlich als Tischgeräte nicht stapelbar – damit gehören sie nach oben aufs Rack oder aufs Sidebouard und damit ins Sichtfeld. Extrovertiert, klasse. audio Culture zeigte seine drei Geräte „The Universal“ (um 4.900 Euro), „The Magnum“ (um 7.000 Euro) und „The Phono“ (um 2.500 Euro).

In Moers stellte Markus Höffner seine passiven Lautsprecher H20 aus, die formal den bekannten H10 – die es als passive, teilaktive und aktive Version gibt – sehr ähnlich sind, aber technisch wesentlich überarbeitet wurden. Den Lautsprecherentwurf finde ich persönlich sehr gelungen. Aufmerksam wurde ich auf Höffner über das Erstlingswerk H1, dass einerseits schlicht, aber doch expressiver ist.

Soundworks aus Tschechien sind echte Vinyl Fans. Mit der Grammophon-Akademie bieten sie einen umfassenden Kurs zur Plattenspielertechnik an: 11 Sitzungen mit insgesamt 25 Stunden Vorlesungen und anschließender Diskussion. Darüber hinaus leisten sie (mess-)technische Beratungen insbesondere bezüglich der Konfiguration des Plattenspielers oder eines Vorverstärkers. Zu guter Letzt produzieren sie die STR-1 – Kalibrierschallplatte (oben im Bild der Rohling), um Plattenspieler zu testen und richtig einzustellen, Tonabnehmer zu vergleichen oder den Phono-Vorverstärker anzupassen.
Im Händlerdorf des Bettenkempersaales stellte der Rack-Hersteller beaudioful Muster seiner HiFi-Racks aus (oben rechts im Bild), links daneben fand sich der Vertrieb Axiss Audio Europe: Im Eck die Elektronik von Phasemation und Luna Cables.
Im Bild oben die feine Röhren-Elektronik von Air Tight, die eine Nahaufnahme wert war. Unten die ebenso feinen Tonarme von Sorane. Axiss sucht weltweit nach spannenden Herstellern. Phasemation, Air Tight und Sorane stammen aus Japan (mit an Bord auch Koetsu Tonabnehmer), Luna Cables aus Kanada.


Ein kleines musikalisches Schmankerl noch zum Schluss. In der Bar-Session am Sonntag von Wolfgang Bernreuther (Gesang, Akustik-Gitarre) und Götz Kelling-Urban (Cello) gesellte sich Norbert Lehmann von Lehmannaudio noch mit seiner E-Gitarre dazu und jammte eifrig mit. Wie schon gesagt. Ich hatte das Gefühl, beim Analogforum 2026 stand die Musik im Mittelpunkt. Große Klasse.

Fazit – Analogforum 2026 in Moers
Das war er nun, mein zweiter und abschließender Bericht vom Analogforum 2026 in Moers. Es gab unheimlich viel zu sehen, zu hören und zu erleben. Allein – als Vertretung 😉 – unterwegs war das ein strammes Programm, zumal die Veranstaltung Gelegenheit für viele schöne, persönliche Gespräche bot. Eine rundherum gelungene Veranstaltung für HiFi- und Musik-Fans. Die Analogue Audio Association e.V. hat ganze Arbeit geleistet bei der Erfüllung ihres selbstgesteckten Vereinsziels: „Verein zur Erhaltung und Förderung der analogen Musikaufnahme und -wiedergabe“. Wenn man mal das Vereinsmotto „analog“ bei Seite lässt, war das Analogforum 2026 eine HiFi-Show für absolut Alle, die Musik mögen und dies einmal im größeren Stil erleben wollten. Daher mein Titel: Musik im Mittelpunkt. Dem Ruf der AAA folgten viele eingefleischte und langjährige Fans. Die Frage die sich mir stellte war, wie man neue und auch jüngere Menschen mit schlankerem Budget für das Thema HiFi gewinnen kann. Eine schöne, aber auch irgendwie schicksalhafte Aufgabe, die wir HiFi-IFAs gerne begleiten und unterstützen möchten.
Ich wiederhole mich aus meinem letzten Bericht: Ich kann den Organisatoren und allen Beteiligten (ohne anmaßend sein zu wollen) nur ein riesiges Lob aussprechen und Danke sagen. Auch wenn Analog-HiFi die Domäne von Bernd ist und er die Messe für sich entdeckt hatte: Ich komme auch gerne wieder, denn Musik mag ich ja irgendwie auch.
Veranstalter
Analogue Audio Association
Verein zur Erhaltung und Förderung der analogen Musikaufnahme und -wiedergabe e.V.
Karl-Oberbach-Straße 50
D- 41515 Grevenbroich
Tel.: +49-(0)2181/1646660
Mail: Info@AAAnalog.de
Web: www.aaanalog.de
Fotos: F. Visarius
Reportage: Analogforum 2026 in Moers – Musik im Mittelpunkt – Unser erster Bericht

