Ayon CD-07s mit Mundorf Tuning im Test

Die Technik:

Ein sehr guter Bekannter, der von Beruf Elektrotechniker ist, hat seinen CD-Spieler Ayon CD-07s getunt. Ausgetauscht hat er die vorhandenen 6 Koppelkondensatoren gegen Mundorf Silber/Gold Öl Caps, zusätzlich hat er die Röhrenausgangsendstufe auf E182CC umgebaut. Wie wirken sich diese Maßnahmen klanglich aus, und gibt es Unterschiede zum Serienmodell? Wir haben es ausprobiert.

Der serienmäßige CD-07s ist an sich ja schon ein tolles Gerät. Schick und stabil aufgebaut, muss er als Toplader oben auf dem Rack stehen. Zum Wechseln von CDs nimmt man einfach den Deckel am griffigen Chromknopf hoch, und blickt schon auf auf Teile des Laufwerks.

Zur Digital/Analogwandlung nutzt er je Kanal jeweils einen PCM 1796 im Mono-Modus, dadurch wird er rausch- und verzerrungsarm. Über diesen Chip wird auch die abschaltbare Lautstärkeeinstellung geregelt. Auf der Rückseite des CD-07s steht am USB-Eingang die komplette Hi-Res Auflösung bis zu 24/192 zur Verfügung. An Analogausgängen bietet er Cinch- sowie XLR-Anschlüsse an. Lobenswert die integrierte Phasenanzeige, da kann sich manch teurerer Wettbewerber eine Scheibe abschneiden.

Das Schöne an der Platine des Ayon CD-07s ist, dass sie bereits werksseitig für den Einbau z. Bsp. anderer größerer Kondensatoren vorbereitet sind. So machen das viele Hersteller, sie können dadurch die Platinen für verschiedene Baureihen verwenden und so Produktionskosten sparen, eine für mich logische Sache.

Der Klangcheck:

So ging es dann an den Vergleich. Wir hörten unter anderem mit Adriana Kuzerova „Wheels“, der Dali CD und einigen mehr.

Schon der serienmäßige Ayon CD-7s klingt hervorragend, der getunte stellte ihn in den Schatten, was schließlich auch so sein sollte. Der Bass wurde hörbar strukturierter mit mehr „Saft“ und spürbarem Druck. Akustikgitarren bekamen mehr Holzkorpus wie auch Geigen mehr Körper hatten, zudem waren die Gitarrensaiten griffiger und bei den Saiten der Geigen gab es ein Mehr an Flirren. Auch bei Saxophonen gab es mehr „Holz“ bei den Anblasgeräuschen. Klavierläufe perlten sauberer und klarer als beim Originalplayer. Als Sahnehäubchen dann mehr Schmelz bei Frauen- sowie Männerstimmen, ohne dabei aufzuweichen. Natürlich musste auch Haris Alexiou mit „Ja Ena Tango“ gehört werden! Ihr Tremolo zum verlieben! Auch in der räumlichen Darstellung wurde einiges mehr geboten.

Die Materialkosten liegen laut dem Tuner bei ca. 1.000,- €. Wer sich so einen Umbau zutraut, sollte dieses Geld investieren. Oder sich an den Tuner wenden, wenn man diese Arbeiten nicht selbst ausführen kann. Garantie auf den Umbau gibt er auch.

Über B. Weber (Arkoudi) 88 Artikel
Aufgewachsen in der Blütezeit des HiFi mit Telefunken Allegretto TS 2020 nebst einem Dual 1228 mit Reibradantrieb und Wechsler. Damals die Technik des Duals bestaunt, heute denkt man mit Grauen daran, wie die Schallplatten aufeinandergefallen sind... Hörraum ist das Wohnzimmer mit ca. 20 qm. Boden mit Korklinoleum sowie vor der Anlage ein hochfloriger Teppich mit ca. 6 qm. Als Diffusoren fungieren einige Bücher- und CD-Regale. Hinter dem Hörplatz ein selbstgebautes Akustikbild an der Wand.

1 Kommentar

  1. Der Ayon ist ein ausgezeichneter highendiger CD Player. Die Wiedergabe nimmt einen von Anfang an mit. Räumlich eine schöne grosse in die Tiefe spielende plastische Bühne, ohne zu verwischen oder dabei ungenau zu sein, sondern klar differenziert. Stimmen kommen mit einem wunderbaren feinen informationtsreichen Schmelz.

    Dynamisch kräftig und ein vor Energie sprühendes Fundament. Keine tonalen Ausbrüche oder klanglichen Ungenauigkeiten. Nichts davon. Musik spielt der Ayon komplett stimmig und wunderschön betörend. Nichts nervte, rein gar nichts. Das ist von Anfang an Musik hören auf extrem hohen Level und so gesehen emotionales grosses Kino.

    Wer den Ayre besitzt, sollte den Umbau unbedingt in Erwägung ziehen. Für das Geld des Tunings bekommt man reichlich mehr Musik ins Haus. Für mich wäre das keine Frage.

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