3 verschiedene Stromkabel im Test

Nach unserem Lautsprecherkabel Test, stand noch die Frage aus, in wie weit sich ein Stromkabel von der Wandsteckdose zur Mehrfachverteiler auswirkt. Wir verwendeten hier die Steckleiste PS Audio Dectet.

PS Audio Dectet 10er Stromleiste
PS Audio Dectet. Foto: PS Audio Deutschlandvertrieb HiFi2die4

Die spielende Kombination wurde vor dem Hör Check erstmal eine Stunde auf Betriebstemperatur gebracht.

Wie im Lautsprecherkabeltest haben wir mit dem preiswertesten Kabel  begonnen. Vorteil des Beipackstromkabels zu allen anderen Kabeln. Es ist kostenlos und liegt immer dabei.

Hörcheck

Beipack Stromkabel         o Euro
Netzkabel Beipackstrippe
Standard Beipack Stromkabel. Bild: S. Brochowski

Das Beipack Stromkabel ist in der Lage einen guten Klang zu produzieren. Bühne, Dynamik, eine Übersicht komplexer Passagen eines Orchesters waren in Ansätzen gut dargestellt bzw. hörbar, aber nicht wirklich klar gestaffelt und in der Transparenz der Durchhörbarkeit ein befriedigend zu attestieren. Beim genaueren Hören fehlte es an feinsten Informationen. Besonders bei Stimmen fehlte das gewisse Etwas. Dieser Schmelz, die Kehle und das Crispe, das Stimmen zum Leben erweckt. In der plastischen holographischen Darstellung fehlten die klaren Konturen und die klare Differenzierung. der Darstellung. Hierdurch klang es eher undurchsichtig und nicht locker und losgelöst. Echte und natürliche Klangfarben vermisst man. Der Musik fehlte die Substanz und spielte vom Timing so gesehen vor sich hin. Man vermisst Agilität und fulminate Attacken. Timingprobleme durch den nachlaufenden Bass versprühte nicht unbedingt groovige Spielfreude. Doch für umsonst ist das Kabel ertragbar. Feinstes HiFi benötigt aber mehr Facetten, mehr Durchsichtigkeit, agilere Dynamik und mehr Spielfreude. Weiträumigere und tiefere Bühnendarstellungen, mehr Schmelz, der einen die Musik unter die Haut gehen lässt.

Supra Cable LoRad CS EU       200 Euro
Netzkabel Supa LoRad
Supra Cable LoRad CS – EU Stromkabel. Bild: S. Brochowski

Frage nun, was macht das Supra Cable daraus? Nähert man sich nun den zu letzt beschriebenen Attributen? Kaum war das Supra Cable dran, war die Frage klar mit JA zu beantworten. Doch in wie weit setzte das Supra Cable das nun um und was? Lohnt sich die Ausgabe von 200 Euro? Auch hier ein klares JA. Das Supra spielt die Musik viel durchsichtiger und holographischer. Viel mehr Details, die zu Tage kommen. Das dynamische Antrittsvermögen ist schneller und druckvoller. Stimmen haben viel mehr Körper. Bei grossen Orchestern ist die Übersicht der vielen Instrumente klarer und strukturierter. Besonders in den unteren Lagen viel mehr Konturen und der Bass ist definierter, kontrollierter. Einfach mehr Punch. Die Musik spielt mehr zusammen, sprich das Timingverhlten ist deutlich besser als bei der Beipackstrippe. Hallfahnen klingen mehr aus und die Luft zwischen den musizierenden Akteuren ist auf einmal da, so das der Aufnahmeraum erfahrbar ist. Klare Transparenz und Durchhörbarkeit macht die Musik wieder zum Erlebnis des Hörens.

MIT Oracle Z Cord AC 1    3000 Euro
Netzkabel HiFi MIT Oracle
MIT Oracle Z Cord AC 1. Bild: S. Brochowski
Lautsprecherkabel MIT Oracle Z Cord AC 1
MIT Oracle Z Cord AC 1. Bild: S. Brochowski

Steht jetzt noch im Raum, was ein Strom Kabel wie hier das MIT Oracle Z Cord AC 1 mit einem Preis von fast 3000 Euro. Ist das noch zu rechtfertigen? 3000 Euro für einen Stromdraht?

Kaum lief die Musik an, war da eine Flut von Informationen und einer 3D Plastizität, die das Supra in Ansätzen zwar auch kann, aber nicht in dieser Klarheit und Dimension. Das ist schon noch was anderes, wenn der Sänger auf einmal vor einem steht und zwar illusionär optisch in Echt. Oder eine Bassdrum mit einer authentischen Energie das Fell spüren lässt und das furztrocken auf den Punkt. Wenn ein Orchester auf einmal sich 3D holographisch weit hinten ausbreitet und kleinste Schwebungen erfahrbar sind.  So als wenn da überhaupt keine Wände mehr sind. Die Darstellung wird extrem holographisch und musikalische Informationen feindynamisch erfahrbarer und echter.   Die Musik umgarnt einen mehr, zieht einen noch weiter in das musikalische Authentische. Es sind auf einmal feinste Informationen da, die weder bei der Beipachstrippe und auch nicht beim Supra zu hören waren. Alles steht einfach wie selbstverständlich vor einem. Das ist ein grosser Unterschied. Ob der Sprung 3000 Euro wert ist? Ich meine Ja. Heisst aber nicht, dass Musik hören mit dem Supra keinen Spass macht. Im Gegenteil. Was das Supra klanglich hervorzaubert ist schon high endig….und das für 200 Euro. Ein Supra ist ein Muss oder ähnliche Stromkabel passend zur Kombination. Mit dem Supra macht man in keiner Weise was falsch. Es bereichert die Klangperformance immens. Gut, das MIT Oracle Z Cord AC 1 ist schon der Hammer und setzt in allen Bereichen richtig einen drauf, kostet aber auch und dafür MUSS das Stromkabel das auch können.

Fazit

Die Beipackstrippe kann man machen. Es ist jetzt nicht so, das man sich seine Musikanlage versaut. Das nicht, aber man verschenkt eine Menge Potenzial, das man sich mit 200 Euro Einsatz, wie mit dem Supra Cable LoRad CS EU, holen kann. Das macht einen nicht arm und ist Haushaltsgeld kompatibel. Beim MIT ist das mit der Geldbörse nicht mehr ganz so kompatibel. Eine Menge Geld. Aber man erhält auch den Rest audiophiler Glückseligkeit am Rande des Klangkosmos, zumindestens im Reich der Stromkabel. Wie schon öfter erwähnt, MIT spielt das, was andere weglassen.

Ich kann hier nur die Aussage über das klangliche Verhalten an der PS Audio Dectet bewerten. In weit sich die hier getesteten Stromkabel an einer anderen Stromleiste auswirken, müsste dann einem neuen Kabeltest unterliegen.

Über S. Brochowski (spectralML) 87 Artikel

Lebenskünstler, Musiker, Tonstudio und Mastering.

Tolle Menschen, die einen umgeben und gutes Essen sind unabdingbar.
Musikliebhaber und High End Verrückter,
mit dem Ziel des Real Live Hearing der authentischen Wiedergabe von Musik.
Spezializiert auf High End Tuning.