Taylor Acoustic Concert 300 an Taylor Elektronik aus Hungria

Taylor, ein mir völlig unbekannter Hersteller aus Ungarn. Man lud uns sehr freundlich ein, um uns ein KlangBILD von dieser Manufaktur zu machen. Vielmehr von den Lautsprechern der Firma Taylor Acoustic, die alle per Hand gefertigt werden.
Taylor kenne ich nur als Hersteller hochwertiger genialklingender Westerngitarren. High End für Unplugged -Gitarreros.

Die Kabine in der Halle war leider nicht besonders groß, aber ausreichend, um sich einen Eindruck der Performance der Lautsprecher zu verschaffen. Der Monitor, den wir gehört haben, trägt den Namen Taylor Acoustic Concert 300. Wir nahmen Platz, um den Klängen der handgefertigten Speaker zuzuhören. Gespielt wurde von CD.
Relativ bald zu Beginn des ersten Stückes merkte ich auf meinen Armen Gänsehaut. Ganz unbewusst. Warum? Weil ich einer ganz herrausragenden musikalischen Wiedergabe lauschte, die sehr sehr selten ist. Ich benutzte in einem HiFi Report schon mal dieses Wort. Verzaubern. Das umschreibt den Klangcharakter von diesem genialen Monitor am besten. Verzaubern in allen Facetten. Man hört nur Musik und kann sich mit allen Ebenen und Emotionen auf diese komplett einlassen.
Wir durften alle unsere Reference CD’s hören, die wir wollten. Sehr unterschiedliche Genres. Ob Harris Alexiou, Adriana Kuzernova. Völlig egal. Immer war es präsent…das Verzaubern und von Musik umhüllt zu sein.

Wenn man jetzt in ein anaylytisches Hören umschwenkte, waren Tiefenstaffelung, Zeitrichtigkeit, holographische Darstellung, Kontrolle und ein richtiger Impuls des Basses mit Druck (der auch sehr tief geht) gab es keinen Anlass zur Kritik. Feindynamisch eine Pracht. Gerade bei Stimmen umwerfend schön. Nur wenn man an der Wand saß, gab es eine Bassmode, die zu 100% dem Raum geschuldet war. Beugte man sich vor, war sie weg.

Fazit: Der beste Monitor, den ich gehört habe, mit Abstand. Die Gänsehaut klebte noch beim Verlassen der Kabine auf dem Körper. Das hat Seltenheitswert. Wenn die Conzert 300 noch einen optimaleren Raum bekäme und noch mehr Möglichkeit der Positionierung hätte, wäre ich gerne dabei. Man muss bedenken, dass die Concert 300 fast an der Wand stand und nur etwa zwei Meter auseinander.

Es gibt noch grössere Modelle – bis zu richtig großen Standlautsprechern. Wäre auch mal nett zu hören. Die Concert 300 Reference hat auch ihren Preis… 46.000 Euro, inkl. Ständer. Nicht wenig, aber bei dem verzaubernden KlangBILD schnell vergessen.
Auch Elektronik wird von Taylor Acoustics hergestellt, z. Bsp. der hier angeschlossene Vollverstärker AMP-50 für 4.700 €, die DAVs WD-200 sowie WD 300 (5.900 € bzw. 9.500 €), dazu der Plattenspieler GYROPHON F.B.-S.E. (Ohne Rega RB 800) für 9.500,- €, dazu der Phonovorverstärker TU–300 für 7.200 €.

5,75 Punkte gesamt von 6 Punkten, emotional gebe ich da sogar 6 Punkte
Preisleistung: Beginnend High End

……der Bezug zum klanglichen Potential der Gitarren gleichen Namens passt hier Bestens.

Dieses Vinyl Exponat GRYPHON F.B.S.E. musste auch mit aufs Bild:

Für mich ein emotionales HIFi IFA Highlight!

Über S. Brochowski (spectralML) 76 Artikel
Lebenskünstler, Musiker, Tonstudio und Mastering. Tolle Menschen, die einen umgeben und gutes Essen sind unabdingbar. Musikliebhaber und High End Verrückter, mit dem Ziel des Real Live Hearing der authentischen Wiedergabe von Musik. Spezializiert auf High End Tuning.