Atohm GT3 mit Atoll

Atohm GT3 Lautsprecher

Auf der High End 2016 präsentierte der Vertrieb von Indiana Line seine neue Lautsprecherserie Atohm GT. Vorgeführt wurde mit Atoll Elektronik. Streamer MS 100, CD-Spieler CD 400, Vorstufe PR 400 sowie Endstufen AM 400.

Atohm Atoll High End 2016

Gehört wurde der Standlautsprecher Atohm GT3 (ca. 8.000 ,- €/Paar) mit 3 Subwoofern S500 an jeder Seite (ca. 2.100,- €/Stück) in einem hohen Raum mit ca. 60 qm Größe.

Was die Ohren hier zu hören bekamen, war traumhaft! Die seidige Stimme von Haris Alexiou in ihrem Lied „Ja ena Tango“ ein Traum mit all ihren feinen Schattierungen. Bei der Gitarre wunderbar zu hören der hölzerne Korpus, das Klappern der Kastagnetten naturgetreu. Bei diesem Stück setzen nach und nach immer mehr Instrumente ein, das „Signal“ wird immer komplexer, bei nicht so guten Anlagen bricht dann die Bühne zusammen Richtung Mono, hier nicht, alles bleibt an seinem Platz, die Bühre hervorragend in alle 3 Dimensionen.

Auf dem Rücken heißblütiger Pferde ging es dann mit dem Stück „Gulasch“ von Cobario ab durch die Puszta. Man spürte förmlich, wie einem der Wind dabei durch das Haar strich. Herrlich das temperamentvolle Spiel der beiden Gitarren. Wie Herwigos den Bogen seiner Geiger streicht, da hört man jedes einzelne Härchen und die Wechsel der Bogenrichtung.

Als Kontrastprogramm anschließend Jim Keltner mit „The Sheffield Drum and Track Disc“ „Drum Improvisation“. Wie hier das Schlagzeug sauber klar und trocken durch die Gegend fetzte war eine Pracht und Wonne. Feinste Besenstriche, Drum tief, trocken und „rasend schnell“. Becken, Bass, Drum und Snare klasse zu orten und tonal absolut überzeugend echt. Ein Traum.

Die GT3 spielt auch ohne Subwoofer ganz hervorragend, dies konnte ich bereits auf der High End 2015 im selben Raum hören.

5,5 von 6 Klangpunkten

MESSEHIGHLIGHT

Über B. Weber (Arkoudi) 88 Artikel
Aufgewachsen in der Blütezeit des HiFi mit Telefunken Allegretto TS 2020 nebst einem Dual 1228 mit Reibradantrieb und Wechsler. Damals die Technik des Duals bestaunt, heute denkt man mit Grauen daran, wie die Schallplatten aufeinandergefallen sind... Hörraum ist das Wohnzimmer mit ca. 20 qm. Boden mit Korklinoleum sowie vor der Anlage ein hochfloriger Teppich mit ca. 6 qm. Als Diffusoren fungieren einige Bücher- und CD-Regale. Hinter dem Hörplatz ein selbstgebautes Akustikbild an der Wand.

1 Kommentar

  1. Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Genial war einfach das Drum Set, das in die Nähe eines echten Drumsets kam. Druck und Punch ohne irgendwo tonal oder in der Time zu verwischen. Grandios.

    Aber auch Hochton und Mittelton waren ohne Ortbarkeit der Systeme hoch emotional dabei und an der Raumdarstellung mangelte holographisch es ebenfalls nicht.

    Wenn man selbst das ganze Lautsprecher System preislich zusammen addiert, kann manches System im Bereich 6stellig oft einpacken.
    Wie gesagt, vor allem in der Basskontrolle.

    Von mir ebenfalls 5,5 Punkte von 6 Punkte

    Für den Bass und die Exaktheit 0,25 Punkte
    Messe Highlight !

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