SDHT 2018: Lansche – Closer Acoustic – Lampizator

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Klangloft Lansche, Closer, Lampizator

Lansche, Closer Acoustic, Lampizator. Foto: S. Brochowski

Lansche, Closer Acoustic, Lampizator. Zusammengestellt von Michael Kromschröder aus dem HiFi Studio Klangloft in Aschheim in der Nähe von München. Mastermind Rüdiger Lansche war ebenso an Bord. Optisch eine sehr reizvolle Kombination. Sehr schön mit den doch recht massiven Holzblöcken als Rack für die Elektronik. Hinter den Lansches standen die beiden Mono Endstufen für den Betrieb der 3.1 SE.

Michael hatte mich im Sommergarten des Hotels Holiday Inn, Austragungsort der für mich sehr gelungenen ersten Süddeutschen HiFi Tage in Stuttgart während eines Snacks …lecker Bratwurst… mehr oder minder in seinen Fängen. Ich solle mir diese Kombination unbedingt mal zu Gemüte führen. Seine ungezwungene und offene Art haben mich dann dazu bewogen, mich in dem Vorführraum dieser konzeptionell eher seltenen Kombi einzufinden. Ich muss sagen, Überzeugungskünstler ist er. Überzeugend, aber nicht aufdringlich. Was erwarten mich nun?

Lansche 3.1 SE
Standlautsprecher Lansche 3.1 SE

Lansche 3.1 SE. Foto: Klangloft

Zuerst die Lansche 3.1 SE mit zwei Systemen auf der Frontseite. Hier auf den Süddeutschen HiFi-Tagen in weiß Hochglanz. Die 3.1 SE sind ebenfalls in schwarz Hochglanz und Macassar hochglänzend erhältlich. Eine persönliche Geschmacksfrage. Sowie eine Frage des schon vorhandenen Interieurs in den eigenen vier Wänden. Für mich ein echter Hingucker… wie sagt unser verdeckter Fotoagent Falk… Eyecatcher. Was steckt noch in der 3.1 SE? Neben den sichtbaren Chassis, befindet sich in dem, aus MDF gefertigtem Gehäuse, dass im Inneren mit einer speziellen Matrix Konstruktion versteift ist, ein 22 cm Downfire Basstreiber. Der Boden ist mit einer 1 cm dicken Aluminium Platte ausgekleidet, in ihr eine Bassreflex Öffnung – ebenfalls als Downfire, direkt neben dem Basstreiber. Der Bassbetrieb ist vom Mittel- und Hochton über das Bi-Wiring Terminal getrennt. Die Lansche 3.1 ist der Einstieg in die Welt des Plasmahochtöners. Das Pärchen kostet 20.000 €.

Ionenhochtöner Lansche Corona 3.1 SE

Lansche 3.1 SE. Foto: S. Brochowski

Der Corona Plasmahochtöner. Was zeichnet ihn aus? Die Leichtigkeit hochfrequente Signale dem Hörer zu servieren. Schnell und präzise ohne einen Anflug von Härte. Extrem ist das Frequenzband, ab 1.500 Hz setzt es ein und geht bis… man staune Bauklötze, 150.000 Hz. Abgefahren. Hört doch keiner mehr. Ob das so stimmt… hmmm. Die Funktionsweise kann man auf der Lansche Homepage nachlesen. Interessant. Wer Lust hat, sollte einfach mal die Seite Lansche-Audio.com aufrufen und sich etwas in Sachen Plasmahochtöner fortbilden. Wer mag.

Lampizator Atlantic DAC
Röhrenvollverstärker Closer Provocateur, Lampizator und Lansche 3.1 SE

Lampizator Atlantic DAC. Foto: S. Brochwoski

Was gab es noch so an audiophilen Schmankerln. Ach ja, den Lampizator Atlantic DAC Röhrenvollverstärker – Preis: 9.520 €, der den Mitteltöner und den Corona Plasmahochtöner mit den Signalen, sprich der laufenden Musik versorgt. Als Quelle wurde hier über ein Tablet Musik nach Wunsch und Bedarf den Anwesenden im Raum individuell zu Gehör gebracht. Wünsche waren kein Problem, was ich immer sehr gut finde. Hat man doch so seine Lieblinge und eigenen Hörreferenzen. Das macht das Vergleichen leichter. Oder um meine Einschätzung des vor mir aufgebauten Setups besser verifizieren zu können. Vorgeführt übrigens von Rüdiger Lansche persönlich.

Verdrahtet waren die Lansche 3.1 SE mit Kabeln der Firma Audio Optimum mit dem Basalt LS Kabel als Bi-Wiring. Mit 469 € im Kabelbereich sehr günstig, da gibt es im Land der Drähte ganz andere Zahlen…

Closer Provocateur 300B

Closer Provocateur 300B. Foto: S. Brochowski

Was war noch so auf dem Klangaltar aufgebaut? Der Closer Acoustic Provokateur 300 B –  Preis: 7.800 €. Ein Röhrenvorverstärker, der die Signale an die beiden Monos weitergegeben hat. Ein edles Gerätchen. Gefällt mir optisch auch in sehr angenehmer Weise. Gut, Optik ist nicht alles. Heut zu Tage aber schon. Finde ich jedenfalls. Okay, wenn es nicht klingt nutzt die beste Optik nicht. Ist so wie mit dem Partner. Sollte alles im Einklang sein!

Der Klang

So weit so gut, langer Schreibe kurzer Sinn oder so ähnlich sagt der Volksmund. Hat sich der Weg in diese Präsentation gelohnt, Michaels überzeugende Anpreisung? Was soll ich sagen oder schreiben? Ja, es hat sich mehr als gelohnt, dass ich mir hier meiner musikalischen Seele eine auditive Kostprobe gegönnt habe.

Das hier aufgebaute Gesamtkonzept spielte so stimmig geschlossen, dass es eine wahre Freude war. Die Musik losgelöst von allem, von den Chassis. Losgelöst von dem Gedanken, dass hier technische Geräte spielen. Die Räumlichkeit war superb. Völlig frei in den Raum gestellt, leicht offen, plastisch zum Greifen nah. Tonal ohne Fehl und Tadel. Einfach nur schön. Stimmen mit diesem inspirierenden Anmachfaktor zum Dahinschmelzen. Diese kleine Informationen, die einem unter die Haut gehen, und die Haare waren oben… also meine, arbeitete das Set up für den Hörer die feinsten schwebenden Klangfarben und Microdetails spielfreudig heraus. Basstiefe und Genauigkeit schwarz auf den Punkt. Die Musik atmete förmlich und bildete die Spannungsbögen, die Musik nun mal braucht, um sie interessant zu machen. Musik wurde hier nicht nur erlebbar, sondern zum Erlebnis. Egal was lief.

Insgesamt eine Vorführung der besonderen Art. Hier lebte Musik in ihrer inneren Dynamik, ihrem Fluss und in den ihr eigenen Klangfarben um uns mit Freude und Emotion zu erreichen. Klasse Kombination. Würde ich so kaufen ohne irgend etwas zu ändern. Für mich in der Gesamtpräsenz mit eine der besten Vorführungen auf den Süddeutschen HiFi-Tagen in Stuttgart.

Kontakt

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mobil 0172  – 74 85 185

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Lebenskünstler, Musiker, Tonstudio und Mastering. Tolle Menschen, die einen umgeben und gutes Essen sind unabdingbar. Musikliebhaber und High End Verrückter, mit dem Ziel des True Authentic Real Live Hearing - TARLH - der authentischen realen Wiedergabe von Musik. Spezializiert auf High End Tuning.

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