Mit dem Oriole schließt Sumiko innerhalb seiner Moving-Coil-Palette gezielt die Lücke zwischen den Reference-Series-Abtastern Songbird und Starling. Das Modell ist im gehobenen Segment der Low-Output-MC-Tonabnehmer angesiedelt und richtet sich an Hörer, die hohe klangliche Ansprüche stellen, ohne zwingend zur obersten Referenzklasse greifen zu wollen. Konstruktiv und klanglich übernimmt der Oriole zentrale Merkmale der größeren Modelle und führt sie in einem ausgewogenen, praxisnahen Gesamtentwurf zusammen.
Das Oriole ist als Low-Output-Moving-Coil für anspruchsvolle Analogketten konzipiert. Seine Entwicklung und Fertigung erfolgen in Japan, in einer Tradition, in der Präzision stets im Dienst der Musik steht. Als Abtaster kommt ein nackter Shibata-Diamant zum Einsatz, der tief in die Rillenflanken greift und auch feinste Modulationen sicher erfasst. Entscheidend ist dabei weniger die isolierte Detailauflösung als vielmehr die Art der Darstellung: Informationen fügen sich organisch ins Klangbild ein, statt analytisch hervorgehoben zu werden.
Der Generator arbeitet mit niedriger Impedanz und hoher Effizienz. In der Praxis ergibt sich ein ruhiges, stabiles Klangbild mit klarer Raumabbildung. Instrumente lassen sich präzise orten, Stimmen besitzen Substanz und Textur, ohne sich unnatürlich in den Vordergrund zu schieben. Auffällig ist die souveräne Darstellung der Dynamik: feine Pegelabstufungen gelingen ebenso überzeugend wie impulsive Akzente, stets ohne Härte oder Nervosität.
Highlights
- Nude Shibata-Schliff für exakte Abtastung
- Neu entwickelter Generator mit besonders niedriger Impedanz
- Spulen aus hochreinem Kupfer
- Stabiler Aluminiumnadelträger für höchste Präzision
- Herausragender Frequenzumfang
Tonal zeigt sich das Oriole ausgewogen und natürlich. Der Bass reicht tief hinab, bleibt dabei kontrolliert und strukturiert. Die Mitten wirken offen und farbig, mit glaubwürdiger Stimmwiedergabe und authentischer Instrumentalklangfarbe. Im Hochton spielt der Shibata-Schliff seine Stärken aus: fein aufgelöst, luftig und präzise, jedoch frei von künstlicher Brillanz. Auch bei komplexen oder dicht produzierten Aufnahmen bewahrt das Oriole Übersicht und Ruhe.
Dass dieser Tonabnehmer nicht auf kurzfristige Effekte abzielt, zeigt sich spätestens bei längeren Hörsessions. Ermüdung bleibt aus, stattdessen wächst das Vertrauen in die klangliche Darstellung. Das Oriole überzeichnet Musik nicht und verleiht ihr keine spektakuläre Note, sondern sorgt für innere Stimmigkeit und musikalischen Zusammenhang.
Wie bei Sumiko üblich, erfolgen Montage und Endkontrolle in sorgfältiger Handarbeit. Diese handwerkliche Sorgfalt dient keinem Selbstzweck, sondern prägt den Charakter des Oriole: als logischer Entwicklungsschritt oberhalb des Songbird und als bewusst gewählte Alternative unterhalb des Starling – für Analoghörer, die langfristig Musikalität suchen.

Technische Daten
- Kanaltrennung: 30 dB (1 kHz)
- Kanalbalance: < 0,5 dB (1 kHz) Nachgiebigkeit: 12×10-6 cm/dyn (100 Hz) Kapazität: 100 pF – 200 pF
- Vertikaler Nachführwinkel: 20° Nadelschliff: Nude Shibata (6,5 x 40 µm) Nadelträger: ⌀0,5 mm, verstärktes
- Aluminiumrohr Interne Impedanz: 5,5 Ω (1 kHz) Lastimpedanz: >55 Ω (nach Gehör bestimmen)
- Frequenzgang: 12 Hz – 45 kHz
- Ausgang: 0,3 mV (3,54 cm/s, 1 kHz)
- Masse: 7,3 g
Preis und Verfügbarkeit
Das Sumiko Oriole ist ab sofort bei autorisierten Sumiko-Fachhändlern zu einer UVP von 1.699 Euro erhältlich.
Vertrieb
ATR Audio Trade
HiFi Vertriebsgesellschaft mbH
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Quelle: Pressemeldung Vertrieb
