Yamaha NS 5000, Yamaha A S-3000, Yamaha CD S-3000, Yamaha PF-1000

Lautsprecher NS 5000
Yamaha NS 5000. Foto: S. Brochowski

Yamaha, weltweit bekannt, nicht nur im HiFidelity Bereich. In meinem Tonstudio habe ich, neben anderen Nearfield Speakern, die legendäre NS 10 A benutzt, wie viele andere tausend Tonleute weltweit auch. Zuverlässig und ein sehr gutes Arbeitsmittel. Aber nicht nur da, Yamaha hat bei mir im Bereich HiFi eine Vorgeschichte.

Der Beginn meiner HiFi Begeisterung und Vintage von Yamaha… audiophile Entwicklungspsychologie

Reference Studiomonitor Yamaha FX 1
Yamaha FX1

Aufgewachsen in der Zeit, in der man sein Konfirmationsgeld in HiFi investiert… und nicht nur das. Dankbar für die Leidenschaft HiFi bin ich da ja meinem Vater, der Lautsprecher und Geräte alle 3 Monate gewechselt hat, und der Brochowski junior war immer dabei. Eine Zeit, Anfang der 70iger bis Ende 80iger, in der HiFi Komponenten palettenweise aus den Läden getragen wurden. Durch die emotionale Begeisterung von Technik, gutem Klang und Musik in einem, wurde mein Hobby HiFI und die Faszination geboren. Aber auch die des Gitarre spielens, Musik hören und machen. Bis heute. Ein positives, emotionales und sinnliches Lebensgefühl mit Spass und Freude. Somit komme ich nun zu meiner eigentlichen persönlichen Yamaha Geschichte.

Yamaha C1 Verstärker
Yamaha C1

Am Wochenende waren mein Vater und ich immer auf Tour in  den HiFi Geschäften. Unter anderem im HiFi Studio Böske in Herford, ein Händler mit richtigen High End Produkten, leider gibt es diesen Laden schon lange nicht mehr. An einem Wochenende gab es neu in der Vorführung den Yamaha FX 1 Lautsprecher, die Yamaha Vorstufe C1 und die Endstufe B1 mit der Control Level Einheit UC-1, das optisch tollste auf dem damaligen High End Markt. Das war für mich das erste Erlebnis von genialem Klang, einige Jahre meine Traumkombi, nur fehlte mir als Teeny das nötige Kleingeld.

Endstufe Yamaha B1 und VU Controler UC1
Yamaha B1 und UC1

So war Yamaha für mich lange der Inbegriff von Klang. Die FX 1 inklusive der C1 , B1 und UC1 hatten mein musikalisches HiFi-Herz in Brand gesetzt. Der Auslöser für emotionale Begeisterung. Wolke Sieben im HiFi Himmel.

Yamaha C1… Ein Inbegriff von Vorverstärker und damals war es meine grösste Verstärkerliebe. Diese Optik. Genial.

Ein damaliger Referenence Bolide die Yamaha Endstufe B1 mit dem UC1 Level Meter. Kraft, gross und damals klanglich erhaben. Meine 3te HiFi- und High Endliebe als Jugendlicher.

Wie ist das nun heute mit Yamaha? Der Hörcheck einer aktuellen Kombination. In der Vorführung toll gemacht, das sowohl digital, sprich über rotierende Silberscheiben als auch Vintage analog vorgeführt wurde. Alles aus dem Hause Yamaha. Optisch an die alten Generationen angelehnt, deutlich an den Kippschaltern, den eckigen Drehpotis und der Integration der VU-Meter zu erkennen, finde ich klasse gemacht. Das hat aber trotz erkennbarem Vintage Flair ein modernes Gesicht und neueste Technologien.

Technische Daten CD Player Yamaha CD S- 3000

Der CD Player CD-S 3000 ist als ergänzende Quelle zum Vollverstärker für 4.190 € zu haben. Passt optisch perfekt. Beide Geräte sind in Silber oder schwarz zu haben. Getrennter Aufbau von digitalen und analogen Schaltungen, direkte Analogausgabe 32-Bit Hochleistungs-D/A Wandler und integrierte USB DAC-Funktion. Formate: SA-CD, CD, CD-R/RW (MP3, WMA und USB-Quelle)

Technische Daten Vollverstärker Yamaha A S-3000

Symmetrischer Aufbau und max. Ausgangsleistung 170 W + 170 W. Ausgangsleistung / Kanal ( 8/6/4/2 Ohm ) 120/150/200/300 W. Gewicht 24,6 kg. Preis 4.799 €

Plattenspieler Yamaha PF -1000
Yamaha PF – 1000. Foto: S. Brochowski

Der Yamaha Plattenspieler als Klassiker aus älteren Zeiten und mit klasse Yamaha Design. Wer die Kette aus dem Hause Yamaha vervollständigen möchte, muss sich hier auf dem Gebrauchtmarkt umschauen. Gesichtet für ca. 1.500 € ohne System.

Zum Schluss die Hauptrolle: Die neue NS 5000 von Yamaha

und somit ein Comeback im HiFi Lautsprecherbau. Auch hier erinnern die Bestückung und Optik sehr an die gute alte Zeit mit der NS 1000M oder der FX 3. Halt nur mit modernerem Finish wie schwarzem Klavierlack und silbernen Treibern. Technisch und von der Entwicklung über 30 Jahre weiter. Neuentwickelte Membranen mit einer akustischen Schnelligkeit ähnlich der von Berylium. Das Gehäuse mit neuentwickelten R.S.-Kammern. Ein 30 cm Basstreiber und mit Mittel-und Hochtonkalotte als 3-Wege-Lautsprecher designt. So greift die NS-5000 die Tradition des legendären NS-1000M auf. Sorgfältig laminiertes Schichtholzgehäuse aus japanischer weißer Birke von der Insel Hokkaido mit edlem Pianolack. Zu dem NS-5000 gehört der dazu entwickelte Ständer SPS- 5000. Preislich bewegt man sich bei der Yamaha NS- 5000 für das Paar bei 15.000 Euro inclusive SPS 5000 Ständer. Eine weisse Lackierung wäre auch schick, oder elephantgrey. So als Anregung an die Firma Yamaha.

Lautsprecher Yamaha NS 5000
Yamaha NS 5000. Foto: S. Brochowski

Klang

Als bekennender Yamaha-Fan vergangener Zeiten, hatte ja mehrere Kombis und im Studio die Yamaha NS10A. War nun die Frage, in wie weit Yamaha mich jetzt auf die Reise der musikalischen Begeisterung mitnehmen kann. Die ersten klanglichen Noten verliessen das System. Was mir gleich auffiel war ein schön gezeichneter großer Raum, der über die NS-5000 hinausspielte. Spielt für mich immer eine sehr wichtige Rolle. Raum und nochmal  Raum und reale Größe der musizierenden Akteure. Das System vermittelte einem das Gefühl einer angehenden realen Bühne. Auch plastisch holographisch schön ausgeformt.

Mit unseren bekannten Hörreferenzen Joslin B.Smith und Adriana Kuzernova konnten wir gut ausloten, in wie weit natürliche Instrumente wie Klavier, Stimmen, Gitarren und Orchester tonal und im Timing über die Yamaha Kombination klanglich präsentiert wurden. Tonal schön in sich geschlossen. Nichts, was sich frequentiv in den Vordergrund schiebt. Das Klavier bei dem Track “When I Need You”, gesungen von der überragenden Sängerin Joslin B. Smith, übrigens live, perlte glockig schön und wurde entspannt in den Hörraum gestellt. Ein Gefühl der Liveaufnahme war ebenso wahrnehmbar. Adriana mit dem Stück “Wheels” konnte ebenfalls überzeugen. Das große dynamische Orchester und die feine Stimme von Madame Kuzerova kamen gut authentisch, weich und farbig gezeichnet. Die Dynamik war nicht extrem brachial, aber gut wahrnehmbar. Der Vintage Vinyldreher konnte klanglich überzeugen, nicht so detailliert wie der CD Player zeichnend, aber in Klangfarben sehr angenehm.

Fazit

Yamaha knüpft an Klangtugenden der Vintage Zeit an, jedoch mit moderner Technik. Höher auflösend und klanglich in der Tugend des entspannten Musik hörens alla Yamaha. Die Kombination macht einen tollen großen strukturierten Raum ohne an Durchsichtigkeit und Feinzeichnung zu verlieren. Dynamisch hat die NS-5000 ebenfalls was zu bieten, jetzt nicht die ultimative Tiefe, aber mit einer feinen Kontrolle kann sie überzeugen. Ein System, mit dem man Musik in audiophiler Art lange geniessen kann und dabei macht sie nichts verkehrt.

Klasse wäre es mal, meine Traumkombi aus meiner Jugendzeit von Yamaha mal wieder hören und sehen zu können. Vielleicht kann Yamaha das mal organisieren. …….ach, um die Frage zu beantworten, Yamaha kann mich weiterhin gut begeistern.

5,3 Punkte von 6 Punkten Klang/Preisleistung

Über S. Brochowski (spectralML) 99 Artikel
Lebenskünstler, Musiker, Tonstudio und Mastering. Tolle Menschen, die einen umgeben und gutes Essen sind unabdingbar. Musikliebhaber und High End Verrückter, mit dem Ziel des Real Live Hearing der authentischen Wiedergabe von Musik. Spezializiert auf High End Tuning.