KEF spielte auf den Mitteldeutschen HiFi-Tagen mit kleinen Lautsprechern groß im Klang. Zu Hören gab es die bereits bekannte LS 50 in aktiver Version als Nocturne-Ausführung (Paar 2.649 €). Dann aus der erneuerten Q-Lautsprecherserie (Passiv) den Kompaktlautsprecher KEF Q350 (Paar 560 €) sowie den Standlautsprecher KEF Q750 (Paar 1.298 €). Die beiden passiven Modelle wurden vom Streaming-Vollverstärker Hegel Röst (2.495 €) angetrieben. Für die kompakten Lautsprecher gibt es die passenden Ständer für 550 € das Paar.
KEF LS 50 aktiv
Minimalistisch so eine Anlage mit der KEF LS 50. Hinlänglich bekannt dieser Lautsprecher, daher nur kurz hier. Die KEF LS 50 spielten im Tiefton recht trocken und tief runtergehend. Dazu frei und offen mit einer schönen Raumdarstellung. Instrumente und Stimmen wussten durch Feindynamik und Natürlichkeit zu überzeugen. Die Aktivtechnik bringt der LS50 einen ordentlichen Klangschub gegenüber der passiven Version, dies betrifft auch die Lautstärke.
KEF Q350
Was die neue kleine KEF Q350 zum Besten gab, verblüffte schon bei dieser Größe und vor allem bei diesem Preis, ok, 550 € muss man für die Ständer noch addieren. Wie die Erfahrung lehrt, klingen „Regalboxen“ in selbigem nicht so toll. Abdeckgitter gibt es bei der Q-Serie keine, ohne klingt es in der Regel bei den meisten Lautsprechern luftiger, optisch gefällt es mir auch.
Hier am Hegel Röst gab es einen nicht abgrundtiefen, dafür wunderschönen trockenen und flotten Bass. Der Mittelhochtonbereich ausgewogen und neutral, und dabei schön emotional. Die einzelnen Chassis nicht zu orten, die räumliche Darstellung sehr glaubwürdig und in der Staffelung definiert. Klavierläufe und Schlagzeug z. Bsp. wurden sehr natürlich wiedergegeben, ebenso wie Männer- und Frauenstimmen. Die Feinauflösung geriet für diese Preisklasse überdurchschnittlich gut.
KEF Q750
Gespannt ging es dann weiter, wie schlägt sich der Standlautsprecher KEF Q750 am selben Vollverstärker Hegel Röst? Von der Optik her gefielen mir die Vorgänger mit dem silbernen Querstreifen besser, das sah edler aus.
Nun, im Bass ging es jetzt spürbar tiefer runter als mit den kompakten, auch „kompletter“ dadurch das ganze Klangbild. Mehr Raum gibt es durch das größere Lautsprechervolumen, und mehr live. Klavier und Orchester wurden dadurch größer und echter dargestellt. Auch die Stimmen bekamen mehr Volumen und Körper. Die Feinauflösung der KEF Q750 auf sehr hohem Niveau. Hier konnte man richtig toll in Musik schwelgen, sehr emotional diese Kombi, mehr braucht es nicht für den Genießer. Für mich die beste Vorstellung hier in diesem Raum.
Fazit
Die überarbeitete KEF Q-Serie bietet für kleines Geld großen emotionalen Klang. Eine gute Quelle und Verstärker bringen diese Lautsprecher auf sehr hohes Niveau.