Klimo Merlino & Tine mit Unison Max 1

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Klimo, eine alte verschollen geglaubte Marke, ist wieder aufgetaucht. Gesehen haben wir sie auf der High End 2016 in München. Zu Weihnachten haben wir sie uns dann zusammen mit der Unison Max 1 bei Michael zu Gemüte geführt, und wurden nicht enttäuscht.

Die Technik im Vorverstärker Merlino kann man wunderbar durch den durchsichtigen Deckel betrachten, man sieht einen sehr sauberen Aufbau. Der Nachteil dieses Deckels ist die schlechte Abschirmung, man sollte sein iphone nicht unbedingt drauflegen.

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Die Gitarre bei Haris Alexiou „Ja Ena Tango“ mit einem natürlichen Holzkorpus, das Ein- und Ausschwingen der einzelnen Saiten wunderbar zu hören, von links klappert die Kastagnette. Die stimmliche Feinzeichnung und das Tremolo dieser Sängerin in ihren Schattierungen sehr überzeugend. Auch blieb die Bühnendarstellung bei dem zum Schluss hin immer komplexer werdenden Stück erhalten und brach nicht zusammen, so wie ich es bei namhaften Herstellern leider schon beobachten konnte.

Mit Jocelyn B. Smith Liveaufnahme „When I Need You“ ging es weiter. Toll das sauber perlende Klavierspiel und die strukturierten Bassläufe. Auch das Schlagzeug weiß naturgetreu zu überzeugen. Dazu die traumhaft glockenklare und feinschwebende Stimme von Jocelyn, wunderbar!

John Campbell gab dann „Way Down In The Hole“ zum Besten. Gleich zu Beginn ein herrlich pumpender Bass, die abgrundtiefe Stimme des Sängers, daran versucht sich manche andere Anlage vergeblich, diese hier nicht. Die räumliche Darstellung gelang dieser Kombi ausgezeichnet, wenn sie auch nicht all zu weit über die Lautsprecherbasis hinausging.

Testweise tauschten wir die Klimo Merlino gegen die hauseigene Aaron Vorstufe aus, welche gegen die Klimo nicht den Hauch einer Chance hatte, so „dünn“ wirkte das Klangbild dann. Was aber bei diesem Preisunterschied (Aaron PreAmp 2.600 €, Merlino 4.250 € sowie für das Paar Tine 5.700 €)  auch so sein sollte.

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Für Röhrenfans sind die Klimos eine interessante Alternative zu den Platzhirschen. Mein Glückwunsch den Hölpers zur gelungenen Erweiterung ihres Produktportfolios. Die Klimos wurden uns von dietmar-hoelper.de/KLIMO zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

 

Über B. Weber (Arkoudi) 88 Artikel
Aufgewachsen in der Blütezeit des HiFi mit Telefunken Allegretto TS 2020 nebst einem Dual 1228 mit Reibradantrieb und Wechsler. Damals die Technik des Duals bestaunt, heute denkt man mit Grauen daran, wie die Schallplatten aufeinandergefallen sind... Hörraum ist das Wohnzimmer mit ca. 20 qm. Boden mit Korklinoleum sowie vor der Anlage ein hochfloriger Teppich mit ca. 6 qm. Als Diffusoren fungieren einige Bücher- und CD-Regale. Hinter dem Hörplatz ein selbstgebautes Akustikbild an der Wand.

1 Kommentar

  1. Als dritter Hörer war ich bei dem Hörtest dabei.

    Seit langem hat mich eine Vor-Endkombi nicht mehr so emotional begeistert und musikalisch auf die Reise mitgenommen wie die Klimo Kombination.

    Timing, die feingeistige Energie, eine tolle plastische Darstellung, Schnelligkeit, diese ganzen kleinen feinen musikalischen Informationen, die viele Verstärker weglassen, haben hier soviel Hörfreude schwebend in dem Raum verstreut, dass ich hier eine absolute Empfehlung abgeben kann.

    Gänsehaut garantiert! Egal welche Musik, soviel Natürlichkeit und Spielfreude hört man wirklich selten. Mit der Unison Max 1 eine hervorragende Kombination. Vom crispen zarten Hauch einer Joselyn B. Smith bis zur großartigen Attacke von Yello.

    Diese Kombi hat klanglich keinen Fehl und Tadel. Wer das Geld auf den Tisch legt, wird es kein bisschen bereuen. Knapp 10.000 Euro sind nicht gerade wenig Geld, aber ich habe über die Jahre Verstärker gehört, die ein vielfaches davon kosten und nicht in die Reichwerte der Klimo Kombi kommen.

    Jeden Cent wert mit einer dicken fetten IFA Empfehlung. Jeder, der Röhre sucht……für mich wäre es die allererste Wahl. Optisch auch ein Schmuckstück. Diese Kombi muss man behalten.

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